So baut man einen Gaming-PC

Der Zusammenbau deines eigenen PCs wird dein Gaming-Erlebnis beflügeln und ermöglicht dir, einzelnen Komponenten jederzeit aufzurüsten.

Ein ausführlicher Leitfaden für den Aufbau deines ersten Gaming-PCs.

Sich einen eigenen PC zu bauen, mag zunächst schwierig erscheinen. Wenn du allerdings zu den Computerspielern gehörst, hast du sicherlich schon einmal mit diesem Gedanken gespielt. Denn schließlich kann nur ein selbst konfiguriertes Gaming-Rig genau das liefern, was du dir vorstellst. Wenn du selbst die Kontrolle darüber hast, was in deinem PC steckt, angefangen beim Netzteil, weißt du, dass du deine Lieblingsspiele ohne Leistungsverluste mit der gewünschten Bildfrequenz spielen kannst. Der Aufbau eines eigenen PCs ist einfacher als du denkst, macht Spaß und ist bereichernd. Falls du bereits zu den Gamern gehörst, ist dies außerdem der perfekte nächste Schritt. Mit einem Eigenbau-PC hältst du dir Optionen für Upgrades offen, wenn sich die Technik, deine Bedürfnisse oder deine Vorlieben beim Gaming ändern – oder dein Budget es erlaubt.

Der Aufbau eines Gaming-PCs ist nicht schwierig, allerdings ist die Vorgehensweise auch nicht immer sehr intuitiv. Deshalb haben wir diesen ausführlichen Leitfaden zusammengestellt, der dir Schritt für Schritt den Bau deines ersten Gaming-PCs erklärt und Tipps und Tricks von unseren versierten Computerbauern enthält.

SCHRITT 1: Das richtige Werkzeug

Arbeitsfläche
Du benötigst eine große Arbeitsfläche, wie einen Tisch. Um elektrostatischen Entladungen vorzubeugen, die empfindliche Komponenten beschädigen könnten, solltest du dich bei der Arbeit nicht auf einem Teppichboden befinden.

Schraubendreher
Du benötigst für nahezu alle Arbeiten einen Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH2.

Optional: Wenn du ein SSD oder ein anderes Bauteil im M.2-Format installierst, brauchst du einen Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH0.

Tipp vom Profi: Magnetische Schraubendreher verhindern, dass dir Schrauben in das Gehäuse fallen (diese Schraubendreher sind nur schwach magnetisch und sollten keine Auswirkungen auf die Komponenten haben).

Überblick behalten
Die meisten Komponenten umfassen zusätzliche Teile, wovon einige optional und andere für die Installation erforderlich sind. Du solltest einen Weg finden, die verschiedenen Schrauben, Kabelbinder, Kabel, Handbücher usw. nach den einzelnen Komponenten zu sortieren – behalte den Überblick, diese Dinge können leicht vertauscht werden.

Tipp vom Profi: Wir empfehlen dir, für die verschiedenen Schrauben magnetische Unterlagen oder Behälter mit mehreren kleinen Fächern zu benutzen, wie z. B. leere Eierkartons oder sonstige Behälter.

Lichtquelle
Baue deinen PC in einem gut ausgeleuchteten Bereich mit mehreren Lichtquellen auf, damit du nicht deine einzige Lichtquelle verdeckst, wenn du dich über das Gehäuse beugst.

Tipp vom Profi: Mit einer beweglichen Lichtquelle hast du die Möglichkeit, alle Ecken und Kanten deines Gehäuses auszuleuchten. Ideal wäre eine Stirnlampe, da du damit die Hände frei hast, aber du kannst auch eine Taschenlampe, dein Smartphone oder eine Schreibtischlampe verwenden.

Antistatik-Handgelenk-Manschette
Diese ist nicht zwingend notwendig, hilft dir aber sicherzustellen, dass du nicht versehentlich empfindliche Komponenten durch eine elektrostatische Entladung beschädigst. (Dies passiert zwar nicht häufig, aber du bist damit auf der sicheren Seite und die Antistatik-Handgelenksbänder sind preisgünstig.)

Kabelbinder
Auch diese sind nicht unbedingt nötig, verhindern jedoch Kabelsalat im Inneren des PCs und alles sieht besser aus. Solltest du keine Kabelbinder kaufen wollen, kannst du die Kabel auch miteinander verflechten bzw. verdrehen, allerdings sind es sehr viele Kabel. Du kannst alternativ auch Klettbänder verwenden, die manchmal mitgeliefert werden.

Schere
Diese benötigst du zum Auspacken der Komponenten und für das Abschneiden der Kabelbinder.

SCHRITT 2: Das richtige Gehäuse

Bevor du deine einzelnen Komponenten auswählst, solltest du eine Vorstellung vom gewünschten Gehäuse oder zumindest von der Größe des Gehäuses haben.

Dabei ist es wichtig darüber nachzudenken, wo du deinen PC aufstellen willst.
Der Standort deines PCs bestimmt letztendlich, wie groß dein Gehäuse sein darf und hilft dir zudem bei der Entscheidung, ob sich die Mehrausgabe für verschiedene Extras für das Gehäuse lohnt. Du willst wahrscheinlich für eine Seitenwand aus Sicherheitsglas kein Geld ausgeben, wenn der PC verborgen unter deinem Schreibtisch steht.

Gehäuse gibt es normalerweise in drei Ausführungen: Big Tower, Midi-Tower und Mini-Tower. Dies sind sehr allgemeine Kategorien (die genauen Gehäuseabmessungen sind von Hersteller zu Hersteller verschieden), sie orientieren sich aber an der Mainboard-Größe: Die Big-Tower-Gehäuse sind so konzipiert, dass sie sich sowohl für E-ATX-Mainboards („Extended ATX“) als auch für Standard-ATX-Mainboards („Full Size“) eignen; Midi-Tower-Gehäuse sind für Standard-ATX-Mainboards geeignet und in Mini-Tower-Gehäuse passen eine Reihe kleinerer Mainboards, wie beispielsweise Mini-ITX-Mainboards.

Allgemein sind Midi-Tower am weitesten verbreitet. Die Größen der Midi-Tower können etwas variieren, sie sind etwa 45 bis 50 cm hoch, 43 bis 50 cm tief und 15 bis 20 cm breit. Midi-Tower-Gehäuse bieten normalerweise ausreichend Platz für eine Gaming-Ausstattung mit mehreren Grafikkarten, Festplatten und einem vernünftigen Kühlsystem.

Big-Tower-Gehäuse sind größer als Midi-Tower, sie sind üblicherweise 55 bis 60 cm hoch, 45 bis 50 cm tief und über 20 cm breit. Wenn du ein E-ATX-Mainboard oder ein aufwendiges Kühlsystem bzw. zusätzlichen Massenspeicher einbauen möchtest, benötigst du wahrscheinlich ein Big-Tower-Gehäuse, obwohl sich auch manche Midi-Tower für E-ATX-Mainboards eignen.

Bei Mini-Tower-Gehäusen oder SFF-Konfigurationen (Small Form Factor) steht die Kompaktheit im Vordergrund. SFF-Konfigurationen wurden zwar über mehrere Generationen weiterentwickelt, jedoch macht der Aufbau eines Mini-Towers (besonders bei Verwendung eines Mini-ITX-Mainboards) nach wie vor eine sorgfältige Planung alle Komponenten (du musst Komponenten verwenden, die speziell für kleine Gehäuseabmessungen vorgesehen sind, wie etwa Grafikkarten mit halber Länge) und der entsprechenden Kühlvorrichtung nötig. Meist bleibt hierbei wenig bis gar kein Platz für spätere Upgrades. Aus diesen Gründen können wir Anfänger nicht empfehlen, mit dem Aufbau von SFF-Systemen zu beginnen. Für Fortgeschrittene, die schon ein oder zwei Computer gebaut haben, kann dies allerdings eine vergnügliche Herausforderung sein.

Sobald du weißt, welche Größe dein Gaming-PC haben soll, solltest du dich nach einem Gehäuse umsehen, das deinen Plänen entspricht. Wenn du nicht weißt, welche Größe für dich die richtige ist, solltest du dich eher für ein größeres Gehäuse entscheiden, da sich damit einfacher arbeiten lässt und du später mehr Platz für Erweiterungen hast. Allerdings solltest du auch bedenken, dass größer zwar besser, viel größer jedoch nicht unbedingt besser ist: große Gehäuse, die nicht ausreichend gekühlt werden, entwickeln häufig Wärmestaus.

Alle Gehäuseformate sind in unterschiedlichen Preisbereichen erhältlich, sodass es nicht schwierig für dich sein sollte, das passende Gehäuse für dein Budget zu finden. Die teureren Gehäuse bieten mitunter zusätzliche Premium- und andere praktische Eigenschaften, wie Geräuschdämpfung, höherwertige Materialien, herausnehmbare Laufwerkseinschübe und eine besser umgesetzte Kabelführung, wobei diese die Leistungseigenschaften des PCs nicht spürbar beeinflussen.

SCHRITT 3: Die richtigen Gaming-Komponenten

Als Nächstes geht es darum, deine Komponenten zusammenzustellen. Diesen Schritt kannst du so aktiv gestalten, wie du möchtest – du kannst dich intensiv über jede einzelne Komponente informieren, um ein von Grund auf maßgeschneidertes System zu bauen, oder aber online nach einem vorgefertigten System suchen und dieses deinem Budget und Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Wir empfehlen dir vor allem, ein Budget festzulegen, bevor du mit der Zusammenstellung der Komponenten beginnst (damit dein Einkauf nicht außer Kontrolle gerät) – und denke daran, du hast später immer noch die Möglichkeit, einzelne Komponenten aufzurüsten.

Tipp vom Profi: Erstelle eine Teileliste, bevor du mit deinen Einkäufen beginnst – alle Komponenten müssen miteinander kompatibel sein.

Profi-Tipp: Wenn du den Gaming-PC für ein bestimmtes Spiel zusammenstellst, dann sieh dir erst einmal die empfohlenen Anforderungen an und plane dann entsprechend.

Folgende Hardware-Komponenten benötigst du für den Eigenbau eines Gaming-PCs:

Werfen wir jetzt einen Blick darauf, wofür die einzelnen Komponenten zuständig sind und auf was du beim Kauf achten solltest.

Prozessor (Central Processing Unit, CPU)

Der Systemprozessor (Central Processing Unit, CPU), meistens einfach Prozessor genannt, ist im Grunde das Gehirn des Computers. Die Schaltzentrale deines Computers: Wenn ein Computerprogramm ausgeführt wird, sendet der Prozessor eine Liste von Befehlen (die eigentlich eher Aufgaben sind) an die CPU. Die CPU führt nun jeden dieser „Befehle“ aus und sendet gleichzeitig Signale an andere Komponenten, um diesen mitzuteilen, wann sie eine Aufgabe ausführen müssen.

Es gibt im Zusammenhang mit CPUs zwei hauptsächliche Leistungsmaßstäbe: die Anzahl der Kerne und die Taktfrequenz. Die Anzahl der Kerne gibt an, wie viele Recheneinheiten die CPU hat oder mit anderen Worten, wie viele Aufgaben die CPU simultan verarbeiten kann, während die Taktfrequenz angibt, wie schnell die CPU jede Aufgabe erledigt. Einige der leistungsfähigeren CPUs arbeiten mit Hyper-Threading-Technik, die es jedem Prozessorkern ermöglicht, mehrere Threads (Programmsequenzen) parallel zu verarbeiten und so die Leistung bei Multithread-Software zu verbessern.

Tipp vom Profi: Heute verfügen die meisten CPUs über mehrere Kerne und zahlreiche moderne Spiele sind so ausgelegt, dass sie sich dies zunutze machen. Du solltest daher nach einer CPU mit mindestens vier Kernen Ausschau halten. Zusätzliche Kerne können hilfreich sein, wenn du mehrere Aufgaben zeitgleich zuweisen möchtest wie z. B. Streamen und Aufzeichnen deines Spielverlaufs.

Mainboard

Das Mainboard oder Motherboard ist die Hauptplatine und mit allem verbunden. Die CPU befindet sich direkt auf dem Mainboard (CPU und Mainboard müssen kompatibel sein – Hilfe erhältst du im Kompatibilitätstool für Intel® Desktop-Produkte). Außerdem sind auf dem Mainboard alle anderen Komponenten – Grafikkarten, Festplatten, Arbeitsspeicher, optische Laufwerke, WLAN-Karten usw. – integriert.

Mainboards gibt es in verschiedenen Größen. Die gängigsten Formate sind Extended-ATX (E-ATX), ATX, Micro-ATX und Mini-ITX. Das E-ATX-Mainboard ist mit den Abmessungen 30,48 x 33,02 cm oder 30,48 x 25,65 cm (12 x 13 Zoll oder 12 x 10,1 Zoll) das größte und kann über bis zu acht RAM-Steckplätze verfügen (für bis zu 128 GB RAM). Das ATX-Mainboard ist mit 30,48 x 24,38 cm (12 x 9,6 Zoll) nur geringfügig kleiner, hat aber normalerweise nur bis zu vier RAM-Steckplätze. Das Micro-ATX-Mainboard mit 24,38 x 24,38 cm (9,6 x 9,6 Zoll) kann ebenfalls mit bis zu vier RAM-Steckplätzen ausgestattet sein; das Mini-ITX mit 17,02 x 17,02 cm (6,7 x 6,7 Zoll) hat allerdings nur zwei Steckplätze.

Tipp vom Profi: Alle Komponenten müssen in das Mainboard eingesteckt werden. Wähle daher ein Mainboard, das für die aktuelle und die zukünftige Hardware Platz bietet.

Arbeitsspeicher (RAM)

Der Random Access Memory (RAM) ist das Kurzzeitgedächtnis deines PCs. Dieser Speicher ist schneller und einfacher zugänglich als das Langzeitgedächtnis des PCs (Daten- oder Massenspeicher, z. B. Festplatten), speichert Inhalte aber auch nur vorübergehend. Hier speichert der PC die Daten, die er aktiv nutzt (die Listen mit Befehlen, die die CPU lesen und ausführen muss). Herauszufinden, wie viel RAM du benötigst, kann schwierig sein. Mehr RAM zu haben als du benötigst, ist reine Geldverschwendung und zu wenig RAM hat einen negativen Einfluss auf die Systemleistung. Im Idealfall solltest du genau die passende RAM-Kapazität für dich/dein System installieren. (Im Allgemeinen benötigt ein durchschnittliches Gaming-Rig zwischen 8 und 16 GB RAM.)

Das wichtigste beim Kauf von RAM ist, darauf zu achten, was dein Mainboard und dein Prozessor unterstützen können. RAM, der schneller ist als die von deinem System unterstützte Geschwindigkeit, wird auf die Leistungsfähigkeit deines Systems heruntergetaktet.

Tipp vom Profi: Wenn du dich für Hochgeschwindigkeits-RAM entscheidest, solltest du RAM mit einer Unterstützung für Intel® Extreme-Memory-Profil (Intel® XMP) wählen. Hochgeschwindigkeits-RAM läuft mit einer Standardtaktfrequenz (niedriger als angegeben), außer es wird übertaktet. Intel® XMP erleichtert dies anhand vordefinierter und getesteter Profile.

Grafikprozessor (GPU)

Es gibt zwei Arten von Grafikprozessoren: integrierte und separate. Integrierte Grafikprozessoren sind auf dem CPU-Chip integriert. Die integrierten Grafikprozessoren wurden im Lauf der Jahre deutlich verbessert, sind jedoch immer noch nicht so leistungsstark wie separate Grafikkarten.

Separate Grafikkarten sind große, leistungsstarke Komponenten, die über PCIe* an das Mainboard gekoppelt sind und über eigene Ressourcen wie Videospeicher und (in der Regel) ein aktives Kühlsystem verfügen. Eine separate Grafikkarte ist ein Muss für Gamer, die die heutigen anspruchsvollen und grafikintensiven Spiele genießen wollen. Passionierte Computerspieler werden sich für Grafikkarten interessieren, die gleichbleibende Bildfrequenzen von mindestens 60 Bildern/Sekunde (BpS) bei der gewünschten Auflösung erzeugen (alles, was darunter liegt, kann abgehackt wirken), während Spieler, die in der virtuellen Realität spielen wollen, nach Grafikkarten suchen sollten, die gleichbleibende Bildfrequenzen von mindestens 90 Bildern/Sekunde liefern.

Tipp vom Profi: Da die GPU nicht die einzige Komponente ist, die die Bildfrequenz beeinflusst, ist es wichtig, dass der Gaming-PC ausgewogen konfiguriert wird, sonst treten an anderer Stelle Leistungsengpässe auf.

Tipp vom Profi: High-End-Grafikkarten sind nicht billig. Wenn du die Kosten niedrig halten möchtest, achte auf Angebote für die letzte Grafikkartengeneration, weil die vorherigen Generationen der GPUs ähnliche Ergebnisse zu einem niedrigeren Preis bieten.

Massenspeicher: Solid-State-Drives (SSDs, einschließlich Intel® Optane™ Speicher), Festplattenlaufwerke (HDDs)

Es gibt zwei Arten von Massenspeicher: Solid-State-Drives (SSDs) und Festplattenlaufwerke (HDDs). Beide haben Vor- und Nachteile. Das Gute dabei ist aber, dass du dich nicht nur für eine Option entscheiden musst.

Bei SSDs wird für die Datenspeicherung NAND-Flash-Speicher genutzt, der dem Flash-Speicher eines USB-Sticks ähnelt, aber schneller und zuverlässiger ist, während HDDs Daten auf einer rotierenden magnetisierten Metallscheibe speichern. SSDs verwenden für den Zugriff auf die gespeicherten Daten einen integrierten Prozessor, während bei Festplatten mechanische Arme mit Lese- und Schreibkopf erforderlich sind. Weil SSDs solche mechanischen Vorrichtungen nicht brauchen, erfolgt der Datenzugriff wesentlich schneller als bei HDDs. Und da sie keine rotierende Scheibe mit dem entsprechenden Antrieb haben, sind sie im Allgemeinen auch viel kleiner und weniger anfällig für mechanische Beschädigungen. Der schnelle Datenzugriff und der praktische Aufbau von SSDs haben ihren Preis – SSDs kosten pro Gigabyte mehr als HDDs.

Moderne SSDs werden für zwei unterschiedliche Übertragungsprotokolle angeboten: SATA (das ältere Protokoll mit größerer Verzögerung und geringerer maximaler Bandbreite) und NVMe* (Non-Volatile Memory Express*), das zur Steigerung der Leistung die PCI-Express*-Schnittstelle verwendet.

Festplattenlaufwerke werden heutzutage in zwei Standardformaten angeboten: als 2,5-Zoll-Laufwerk (häufiger in Notebooks anzutreffen und meist etwas langsamer mit 5400 U/min) und als 3,5-Zoll-Laufwerk (in Desktop-PCs üblicher, meistens mit Drehzahlen von 7200 U/min oder höher).

Neben den herkömmlichen SSDs und HDDs gibt es eine weitere Option, die die Lücke bei der Zugriffsgeschwindigkeit überbrückt: Intel® Optane™ Speicher als Beschleuniger für den Datenspeicher. Intel® Optane™ Speicher basiert auf der Intel® 3D XPoint™ Speichertechnik und beschleunigt den Datenzugriff bei langsameren Laufwerken (hauptsächlich HDDs) dadurch, dass er häufig abgerufene Daten zwischenspeichert und sich die Zugriffsmuster merkt. Intel® Optane™ Speicher „lernt“, welche Spiele am häufigsten geladen werden und nutzt diese Daten, um das Spiel schneller zu starten und die Ladezeiten von Levels zu verkürzen.

Tipp vom Profi: Du musst dich nicht auf eine der Möglichkeiten festlegen. Viele verwenden ein SSD mit geringerer Kapazität als Bootlaufwerk (für das Betriebssystem, Spiele und andere Programme) und füllen die restlichen Laufwerkschächte in ihrem Gehäuse mit preisgünstigen Festplatten, um maximale Datenspeicherkapazität zu erhalten.

Netzteil

Das Netzteil (Power Supply Unit, PSU) ist keine besonders spannende Komponente, aber dennoch sehr wichtig. Sparen ist hier fehl am Platz – die PSU muss gut verarbeitet und leistungsstark genug sein, um alle aktuellen und zukünftig Komponenten unterstützen zu können, und es schadet nicht, bei der Auswahl auf Nummer sicher zu gehen. Denke daran, dass das Netzteil alle deine anderen PC-Komponenten mit Strom versorgt.

Netzteile werden als nicht modulare, teilmodulare und modulare Modelle angeboten. Bei nicht modularen Netzteilen sind alle Stromversorgungskabel fest installiert. Dies ist zwar die preisgünstigste Option, es muss jedoch Platz für alle möglichen Kabel sein, die du definitiv nie verwenden wirst. Zu viele ungenutzte Kabel führen zu einer mangelhaften Kabelführung, mit der die Luftzirkulation behindert und letztendlich die Leistung des PCs beeinträchtigt werden kann.

Teilmodulare Netzteile sind für die meisten die beste Option. Bei diesen Netzteilen sind einige grundlegende Stromversorgungskabel fest installiert, und sie sind preisgünstiger als die vollständig modularen Modelle. Vollständig modulare Netzteile sind noch einfacher zu handhaben als teilmodulare, der zusätzliche Komfort kostet jedoch Geld.

Tipp vom Profi: Falls du das Netzteil im Internet kaufst, musst du darauf achten, dass es für das Stromnetz in deinem Land/deiner Region ausgelegt ist.

Systemkühlung – CPU-Kühlung und Luftzirkulation im Gehäuse

PCs erzeugen Abwärme und High-End-Gaming-PCs erzeugen besonders viel Wärme. Bei einigen Komponenten werden Kühlvorrichtungen mitgeliefert: Grafikkarten und Netzteile haben eigene Lüfter und bei Gehäusen gehören oftmals einige Lüfter zum Lieferumfang. Für Systeme, die nicht für Gaming bestimmt sind, kann diese Mindestausstattung ausreichend Kühlung bedeuten – bei Gaming-Systemen muss diesem Aspekt jedoch meist mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten, die im PC entstehende Wärme abzuführen: durch Luft- oder Flüssigkeitskühlung.

Bei der Luftkühlung wird die erhitzte Luft mithilfe von Lüftern weg von den Komponenten durch das Gehäuse geschleust, um eine Überhitzung der Komponenten zu verhindern. Die Vorteile der Luftkühlung sind vor allen Dingen die niedrigeren Kosten und der einfache Einbau (Lüfter sind kleiner und lassen sich leichter in einem beengten Gehäuse unterbringen). Nachteilig ist bei der Luftkühlung in erster Linie, dass ihre Wirkung aufgrund mehrerer Faktoren eingeschränkt ist: Für die Luftkühlung ist eine effiziente Zirkulation im Gehäuse unverzichtbar, damit die erhitzte Luft von den Komponenten abgeführt werden kann, und alles, was diese Zirkulation behindert, kann zu Problemen führen.

Bei der Flüssigkeitskühlung nimmt ein flüssiges Kühlmittel (z. B. destilliertes Wasser) die Abwärme der Komponenten auf und transportiert sie in einen weniger beengten Bereich, wo der Kühler mit seinen Kühlrippen platziert ist. Flüssigkeitskühlung hängt weniger von der Luftzirkulation im Gehäuse ab und sorgt deshalb für eine effektivere Kühlung bestimmter Komponenten. Der Nachteil bei der Flüssigkeitskühlung ist, dass diese Kühlsysteme üblicherweise mehr Raum einnehmen und schwieriger zu installieren sind als typische Luftkühlungen – und sie sind auch teurer.

Neben der allgemeinen Kühlung des Systems wird auf jeden Fall ein eigener Kühler für die CPU benötigt. CPU-Kühler gibt es sowohl in luft- als auch in flüssigkeitsgekühlter Bauweise und sie werden direkt auf der CPU befestigt. Beim Einkauf eines CPU-Kühlers musst du darauf achten, dass er mit der gewählten CPU kompatibel ist und von der Größe her in das System passt.

Tipp vom Profi: In einem luftgekühlten System bedeuten mehr Lüfter nicht notwendigerweise eine bessere Kühlung. Es kommt auf die Qualität der Lüfter und auf deren Platzierung an.

Peripheriekomponenten

Bildschirme, Tastaturen, Mäuse, Kopfhörer und andere Peripheriegeräte sind meist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Du musst diese Artikel nicht zusammen mit den Komponenten kaufen, benötigst jedoch einen Bildschirm, eine Tastatur und eine Maus, um dein System nach dem Zusammenbauen einzurichten.

Tipp vom Profi: Achte bei der Auswahl der Peripheriegeräte auf eine Ausgewogenheit des Gesamtsystems. Auch wenn du dir die besten Komponenten der Welt gekauft hast, jedoch noch einen 1080p-Bildschirm mit 60 Hz Bildwiederholfrequenz verwendest, wirst du die Vorteile deine Hardware nicht voll ausschöpfen können.

SCHRITT 1: INSTALLATION DER CPU

Teile/Werkzeug: Mainboard, CPU

Nimm das Mainboard aus seiner Antistatik-Verpackung und lege es auf deine Arbeitsfläche. Finde die Anschlussbuchse der CPU, die mit einer schützenden Kunststoffkappe abgedeckt ist. In einer Ecke der Kunststoffkappe bzw. auf dem CPU-Sockel selbst befindet sich ein kleiner Pfeil. Merke dir die Stelle an der sich der Pfeil befindet.
Neben dem CPU-Sockel befindet sich ein kleiner Metallhebel. Drücke diesen leicht nach unten und ziehe ihn vorsichtig zur Seite (vom CPU-Sockel weg), um die Verriegelung des Sockels zu lösen.

Öffne die CPU und nimm sie aus der Verpackung. Beim Umgang mit der CPU solltest du sehr vorsichtig sein, da sowohl die CPU selbst als auch der CPU-Sockel äußerst empfindlich sind und leicht beschädigt werden können. Halte die CPU nur an den Kanten fest und berühre dabei niemals die Kontakte auf der Unterseite, da sich an Fingern Staub und Fett befindet, und vermeide es nach Möglichkeit auch, die Oberseite des Prozessors zu berühren.

In einer Ecke der CPU befindet sich ein Pfeil. Richte diesen Pfeil über dem Pfeil auf dem Sockel aus und setze die CPU dann vorsichtig in den Sockel ein. Sobald die CPU vorsichtig platziert wurde, kannst du den Hebel nach unten absenken und wieder verriegeln. Beim Absenken des Hebels kann etwas Kraft erforderlich sein, beim Einsetzen der CPU allerdings nicht!

Tipp vom Profi: Du musst die Kunststoffkappe nicht entfernen, da diese sich durch die bei der Installation der CPU entstehende Spannung von selbst löst. Wenn du versuchst, die Kappe selbst zu entfernen, könntest du die empfindlichen Kontakte darunter berühren und beschädigen.

Tipp vom Profi: Die CPU lässt sich nur in einer Richtung einsetzen und dazu ist kein Kraftaufwand notwendig. Du kannst die CPU vorsichtig bewegen, um sie zu platzieren, allerdings solltest du dabei weder Druck ausüben oder schieben noch in anderer Weise versuchen, die CPU mit Gewalt in den Sockel zu setzen.

SCHRITT 2: (OPTIONAL) INSTALLATION VON M.2-SSDs

Teile/Werkzeug: Mainboard, M.2-SSD, Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH0, Handbuch des Mainboards

Wenn du ein M.2 Solid-State-Drive installieren möchtest, ist nun der richtige Zeitpunkt dafür. Zunächst musst du den M.2-Steckplatz auf dem Mainboard finden. Es ist ein kleiner, horizontaler Steckplatz mit einer kleinen gegenüberliegenden Schraube. Falls du ihn nicht finden kannst oder mehrere M.2-Steckplätze vorhanden sind oder falls du vorhast, mehrere M.2-SSDs zu installieren, sieh im Handbuch für dein Mainboard nach.

Entferne die kleine Schraube mit dem Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH0. Achte darauf, diese Schraube nicht zu verlieren.

Schiebe das M.2-SSD vorsichtig in den Steckplatz. Wenn es richtig und vollständig sitzt, steht es in einem 35-Grad-Winkel vom Mainboard ab. Drücke das SSD nach unten und befestige die kleine Schraube wieder.

Tipp vom Profi: Die Installation eines M.2-SSDs kann die Verwendung anderer Datenspeicherkonfigurationen (insbesondere SATA-basierte Datenspeicher und Datenspeicher als PCIe*-Erweiterungskarten) einschränken. Du sollten deshalb bei der Planung des Massenspeichers das Benutzerhandbuch zu Rate ziehen.

Fehlerbehebung: Falls dein Mainboard später das neu installierte M.2-SSD nicht als Datenspeicher erkennt, musst du es eventuell manuell im BIOS konfigurieren (siehe Benutzerhandbuch für das Mainboard).

SCHRITT 3: INSTALLATION DER CPU-KÜHLUNG

Teile/Werkzeug: Mainboard mit bereits installierter CPU, CPU-Kühler, Wärmeleitpaste, Handbuch des CPU-Kühlers

Es gibt verschiedene Arten von CPU-Kühlern. Wir empfehlen dir, für den Einbau des Kühlers das mitgelieferte Handbuch zu Hilfe zu nehmen. Dieses enthält eine genaue Anleitung für die Installation des CPU-Kühlers.

Bei einigen Kühlern wird ein Einbaurahmen benötigt. Auf dem Mainboard kann bereits ein Einbaurahmen vorinstalliert sein. Du musst diesen entfernen, wenn dein CPU-Kühler keinen Einbaurahmen benötigt, oder ihn austauschen, falls für den von dir gewählten Kühler ein anderer Einbaurahmen notwendig ist. Diesen Schritt solltest du ausführen, bevor du das Mainboard in das Gehäuse einsetzt.

Bei einigen Kühlern ist die Wärmeleitpaste bereits auf dem leitfähigen Material aufgetragen (das auf die CPU aufgesetzt wird) und bei anderen nicht. Sollte sich auf deinem Kühler keine Wärmeleitpaste befinden, musst du diese manuell auftragen, bevor du den Kühler einsetzt. Um die Wärmeleitpaste aufzubringen, drücke eine kleine Menge, die nicht größer als ein Reiskorn sein sollte, in die Mitte der CPU. Platziere anschließend den Kühler auf der CPU – durch den dabei entstehenden Druck wird die Wärmeleitpaste verteilt.

Tipp vom Profi: Bevor du die Wärmeleitpaste auf die CPU aufbringst, solltest du zuerst eine kleine Menge über einem Stück Papier herausdrücken, um zu verhindern, dass versehentlich zu viel herauskommt.

Tipp vom Profi: Wenn der von dir gewählte Kühler bereits mit Wärmeleitpaste versehen ist, du aber eine andere Wärmeleitpaste verwenden möchtest, kannst du diese mit 90%igem Isopropylalkohol (Reinigungsalkohol) und einem fusselfreien Lappen entfernen – wir empfehlen Papiertücher, wie sie in Werkstätten verwendet werden.

Tipp vom Profi: Wenn du den Kühler auf dem Mainboard montierst, ziehe die Schrauben über Kreuz an, damit der Druck gleichmäßig verteilt wird. Wenn dich all dies ein wenig verunsichert, sieh einfach nochmals in deinem Handbuch nach, in dem dieser Ablauf sicher ausführlich beschrieben wird.

Fehlerbehebung: Sollte die Installation nicht wie vorgesehen ablaufen, musst du dir keine Sorgen machen. Entferne die Wärmeleitpaste, wie bereits beschrieben, sowohl von der CPU als auch vom Kühler, trage sie erneut auf und installiere den Kühler erneut.

SCHRITT 4: INSTALLATION DES ARBEITSSPEICHERS (RAM)

Teile/Werkzeug: Mainboard, RAM, Benutzerhandbuch (Mainboard)

Finde heraus, wie viele Steckplätze für RAM-Module auf deinem Mainboard vorhanden sind (die meisten haben entweder zwei oder vier). Wenn du alle verfügbaren RAM-Steckplätze nutzen möchtest, setze die RAM-Module einfach ein, bis diese einrasten. Solltest du nicht alle RAM-Steckplätze nutzen wollen, suche dir im Benutzerhandbuch die korrekte Konfiguration heraus und setze die Speichermodule an entsprechender Stelle ein.

Tipp vom Profi: Die Aussparung zwischen den vergoldeten Kontakten befindet sich nicht in der Mitte. Achte darauf, die RAM-Module korrekt im Steckplatz auszurichten. Anhand der Aussparung kannst du feststellen, welche Seite oben und welche unten ist.

Fehlerbehebung: Obwohl die RAM-Module relativ einfach einzusetzen sind, gelingt dies manchmal nicht beim ersten Mal. Wenn dein PC beim ersten Versuch, ihn einzuschalten, nicht startet, solltest du als erstes die RAM-Module erneut einsetzen. Bei einigen Mainboards befinden sich an den Speichersteckplätzen einrastende Riegel, die für die Installation nicht bewegt werden müssen. Alle Mainboards haben mindestens eine unbewegliche Verriegelung, die normalerweise in die Aussparung auf der Seite der RAM-Module einrastet.

SCHRITT 5: (OPTIONAL) TESTLAUF AUẞERHALB DES GEHÄUSES


Teile/Werkzeug: Mainboard mit installierter CPU und CPU-Kühlung, RAM, GPU, Netzteil, Kreuzschlitzschraubendreher, Mainboard-Handbuch, Bildschirm (an die GPU angeschlossen)

Nachdem du die CPU und den CPU-Kühler installiert hast, möchtest du vielleicht einen schnellen Testlauf durchführen, um sicherzustellen, dass alle installierten Komponenten funktionieren. Dieser Test ist viel einfacher durchzuführen, wenn sich nicht bereits alles im Gehäuse befindet, und Fehler lassen sich so auch leichter beheben. Installiere dazu den Grafikprozessor und schließe alles an das Netzteil an (falls du nicht weißt, wie man den Grafikprozessor installiert, findest du im folgenden Abschnitt eine Anleitung). Vergewissere dich, dass die Stromversorgung mit dem Mainboard und dem Grafikprozessor verbunden ist (sowohl die 8-polige Steckverbindung für die CPU als auch die 24-polige Steckverbindung) und starte den Computer.

Einige High-End-Mainboards haben einen An-/Aus-Schalter, die meisten jedoch nicht. Sollte sich an deinem Mainboard kein An-/Aus-Schalter befinden, suche die Pins des An-/Aus-Schalters – kleine Kontaktstiftpaare, die aus farbigen Sockeln ragen. Die Pins für den Schalter sind eventuell als „PWR_ON“ oder ähnlich gekennzeichnet. Überbrücke zum Einschalten des Mainboards die beiden Stifte kurzzeitig mit einem Schraubendreher.

Jetzt solltest du erkennen können, ob alle installierten Komponenten funktionieren oder ob es eine Fehlfunktion gibt. Falls auf dem Mainboard eine LED blinkt oder Signale ertönen, heißt dies, dass etwas nicht stimmt. Einige Mainboards haben eine zweistellige POST-Code-Anzeige (POST = Power-On Self Test), die dir bei der Identifikation des Problems hilft. Um herauszufinden, was dir angezeigt wird, solltest du im Benutzerhandbuch nachsehen. Falls dein Mainboard keine POST-Code-Anzeige hat, schließe einen Bildschirm an den Grafik/Video-Ausgang an und verfolge, ob dein System den POST durchführt bzw. startet und das Logo des Mainboards anzeigt.

Nachdem du den Testlauf abgeschlossen hast, schalte das Netzteil aus und warte anschließend, bis alle LEDs auf dem Mainboard erloschen sind, um sicherzustellen, dass im System keine Restspannung mehr vorhanden ist. Deinstalliere dann die Grafikkarte und entferne alle Stromversorgungskabel, bevor du mit dem nächsten Schritt fortfährst.

SCHRITT 6: MONTAGE DES NETZTEILS

Teile/Werkzeug: Netzteil, Gehäuse, Netzteilkabel, Kreuzschlitzschraubendreher PH02

Packe das Netzteil aus bzw. trenne es von den Komponenten, wenn du den Testlauf durchgeführt hast, und lege gegebenenfalls die zugehörigen Kabel bereit.

Sieh dir dein Gehäuse an, um herauszufinden, wo das Netzteil hingehört (wahrscheinlich im unteren Bereich nahe der Rückwand) und wie es ausgerichtet werden muss. Im Idealfall wird das Netzteil so ausgerichtet, dass dessen Lüfter nach außen durch eine Öffnung im Gehäuse zeigt und bläst. Sollte sich die Lüftungsöffnung auf der Unterseite des Gehäuses befinden, kannst du das Netzteil auch anders herum montieren, solange durch die Öffnung im Boden ein ausreichender Luftstrom fließen kann, wenn der PC fertiggestellt ist.
Falls das Gehäuse keine Belüftungsöffnungen für das Netzteil bietet, montiere das Netzteil so, dass der Lüfter nach oben zeigt, also in das Gehäuse, und achte darauf, dass ausreichend Platz bleibt.

Befestige das Netzteil mit den vier Schrauben, die im Lieferumfang des Netzteils enthalten sind, am Gehäuse.

Wenn du ein nicht modulares oder teilmodulares Netzteil verwendest, ist es jetzt an der Zeit, die fest verbundenen Kabel so durch das Gehäuse zu führen, dass sie am vorgesehenen Endpunkt ankommen. (Nutze, falls vorhanden, die Befestigungsvorrichtungen für Kabel in deinem Gehäuse.)

SCHRITT 7: INSTALLATION DES MAINBOARDS

Teile/Werkzeug: Gehäuse, Mainboard, I/O-Abschirmung (falls nicht bereits am Mainboard fixiert), Kreuzschlitzschraubendreher PH02, Schrauben, Handbuch des Mainboards

Wenn dein Mainboard mit einer noch nicht angebrachten I/O-Abschirmung geliefert wurde (ein rechteckiges Blech mit Aussparungen für die Anschlüsse des Mainboards), solltest du die Abschirmung zuerst auf der Rückseite deines Gehäuses einsetzen (achte auf die korrekte Ausrichtung). I/O-Abschirmungen haben meist scharfe Kanten, deshalb sollten du vorsichtig vorgehen.

Nach dem Anbringen der I/O-Abschirmung kannst du das Mainboard installieren. Überprüfe noch einmal, ob sich alle Kabel an der richtigen Stelle befinden und platziere dann das Mainboard (an der I/O-Abschirmung ausrichten). Verwende nun den Kreuzschlitzschraubendreher PH02, um die erste Schraube in der Mitte anzubringen und so das Mainboard zu fixieren. Achte darauf, dass du das Mainboard nicht über die am Gehäuse angebrachten Abstandshalter ziehst.

Die Anzahl der Schrauben, die du zur Befestigung deines Mainboards benötigst, kann je nach Mainboard variieren. Bei einem Full-Size-ATX-Mainboard sind es normalerweise 9 Schrauben. Achte darauf, unbedingt alle vorgesehenen Schrauben einzusetzen.

Verbinde das Netzteil mit dem Mainboard. Es gibt zwei Hauptanschlüsse – einen 8-poligen CPU-Anschluss im oberen Bereich des Mainboards und seitlich einen 24-poligen Anschluss.

Tipp vom Profi: Überprüfe vor dem Einbau des Mainboards, ob die Abstandshalter im Gehäuse angebracht sind. Diese sehen normalerweise aus wie eine Schraubenmutter mit einem Gewinde am Ende. Setze keine unnötigen Abstandshalter ein.

SCHRITT 8: INSTALLATION DES GRAFIKPROZESSORS

Teile/Werkzeug: Mainboard, GPU (Grafikkarte), Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH2, Mainboard-Handbuch

Finde heraus, wo sich auf deinem Mainboard der PCIe*-x16-Steckplatz befindet. Es ist der längste PCIe*-Steckplatz und er hat möglicherweise eine andere Farbe als die anderen Steckplätze. Wenn dein Mainboard über mehr als einen PCIe*-x16-Steckplatz verfügt, sieh im Handbuch nach, ob einer dieser Steckplätze Vorrang hat. Wenn jeder Steckplatz verwendet werden kann, kannst du entscheiden, abhängig davon, wo sich die anderen Komponenten befinden, welchen du verwenden möchtest. Achte darauf, deinem Grafikprozessor genügend Luft und Platz zu lassen.

Abhängig vom Gehäuse musst du möglicherweise I/O-Abdeckungen (kleine Bleche, die das Gehäuse bei fehlenden Erweiterungskarten verschließen) entfernen, um die I/O-Anschlüsse des Grafikprozessors (HDMI*, DisplayPort*, DVI usw.) aufzunehmen und sie von außen zugänglich zu machen.

Entnimm die Grafikkarte aus ihrer antistatischen Verpackung und richte sie sorgfältig (sowohl an der hinteren Halterung als auch am Steckplatz selbst) aus. Drücke sie anschließend vorsichtig in den PCIe*-x16-Steckplatz (dabei hörst du möglicherweise ein Klicken). Der PCIe*-Clip auf dem Mainboard am Ende des Steckplatzes kann die Karte beim Einstecken verriegeln und muss im Falle, dass du die Grafikkarte umstecken musst, zuerst gelöst werden.

Nachdem der Grafikprozessor vollständig eingesetzt ist, wird er zur Sicherung mit ein oder zwei Schrauben (je nach Grafikkarte) an der Rückseite des Gehäuses befestigt. Falls dein Grafikprozessor einen zusätzlichen Stromanschluss benötigt, verbinde diesen mit dem Netzteil.

SCHRITT 9: INSTALLATION DES MAẞENSPEICHERS

Teile/Werkzeug: Mainboard, SSD(s), HDD(s), Kreuzschlitzschraubendreher der Größe PH2, Schrauben, Handbuch für das Gehäuse

Sieh dir dein Gehäuse an. Die Laufwerkschächte sind bei jedem Gehäuse ein wenig anders platziert. Irgendwo im Gehäuse solltest du übereinander angeordnete Schächte in verschiedenen Größen finden. Eventuell sind sie mit kleinen Kunststoffwippen versehen – in diesem Fall können Laufwerke ohne Verschraubung eingeschoben und verriegelt werden (werkzeuglos) – oder sie sehen einfach wie Metallrahmen aus. Massenspeicher werden im Allgemeinen in zwei Standardabmessungen angeboten – dem 2,5-Zoll-Format (HDDs und SSDs) und dem 3,5-Zoll-Format (HDDs). In den meisten 3,5-Zoll-Laufwerkschächten können auch 2,5-Zoll-Laufwerke eingebaut werden, aber nicht umgekehrt. (Zu einigen 3,5-Zoll-Schächten gehören Einbaurahmen, die zwar nicht für 2,5-Zoll-Laufwerke vorgesehen sind, die aber dennoch 2,5-Zoll-Laufwerke aufnehmen können.) Daneben können sich in deinem PC-Gehäuse auch breitere Laufwerkschächte befinden. Diese sind zum Beispiel für optische Laufwerke bestimmt und befinden sich üblicherweise an der Vorderseite des Gehäuses, weiter oben.

Falls das Gehäuse Laufwerkschächte für die werkzeuglose Montage hat, befindet sich an jedem ein eigener Kunststoffhebel für die Verriegelung. Nachdem du den Hebel geöffnet bzw. entriegelt hast, solltest du den Einbaurahmen herausziehen können. Setze dein Laufwerk in den Rahmen ein. In einige 3,5-Zoll-Rahmen können auch 2,5-Zoll-Laufwerke montiert werden. Falls dies möglich ist, musst du das 2,5-Zoll-Laufwerk am 3,5-Zoll-Einbaurahmen festschrauben, damit es nicht unkontrolliert verrutschen kann.

Schiebe den Einbaurahmen zurück in den Schacht. Er sollte mit einem hörbaren Klicken verriegelt werden, sobald er vollständig eingeschoben wurde.

Sollte es in deinem Gehäuse keine werkzeuglosen Laufwerkschächte geben, wirst du eine große Metallhalterung mit Winkeln (Schienen) und Löchern für die Verschraubung vorfinden. Um ein Laufwerk in einem solchen „Schacht“ einzubauen, musst du es nur zwischen die seitlichen Bleche schieben und festschrauben. Verwende dazu so viele Schrauben wie im Handbuch des Gehäuses angegeben. Falls du nicht die entsprechende Anzahl an Schrauben zur Verfügung hast, sollten für die meisten Laufwerke bereits zwei Verschraubungen ausreichen.

Wenn alle deine Laufwerke montiert sind, verbinde diese mit dem Mainboard (mit einem SATA-Kabel, das entweder mit dem Laufwerk oder dem Mainboard mitgeliefert worden ist) und mit dem Netzteil.

Tipp vom Profi: Genaueres darüber, wo sich die Laufwerkschächte befinden und welche Art von Schächten in deinem PC-Gehäuse vorhanden sind, kannst du dem Handbuch für das Gehäuse entnehmen.

SCHRITT 10: INSTALLATION DES BETRIEBSSYSTEMS

Teile/Werkzeug: PC, Bildschirm, Mause, Tastatur, Betriebssystem auf einem Flash-Datenträger (z. B. USB-Stick)

Jetzt ist es an der Zeit, dein Betriebssystem zu installiert. Entscheide dich, welches Betriebssystem du auf deinem PC installieren möchtest und lade dir das entsprechende Installationsprogramm auf den Flash-Datenträger herunter. Du kannst das Installationsprogramm für Windows* 10 hier herunterladen. Falls du ein kostenpflichtiges Betriebssystem wie Windows* installieren möchtest, brauchst du einen Lizenzschlüssel.

Stecke den Flash-Datenträger mit dem Betriebssystem ein, schließe Bildschirm, Maus und Tastatur an und schalte den PC ein.

Die erste Bildschirmanzeige, die du zu Gesicht bekommst, wird dich bitten, eine Taste zu drücken, um die Systemeinstellungen („das BIOS“) aufzurufen. Drücke die entsprechende Taste, um die BIOS-Einstellungen zu öffnen. (Sollte die Bildschirmanzeige zu schnell verschwinden, ohne dass du sehen konntest, welche Taste du drücken musst, sieh im Handbuch des Mainboards nach.)

Als Erstes solltest du überprüfen, ob alle Komponenten installiert sind und erkannt werden. Suche in der BIOS-Anzeige die Seite mit den Systeminformationen (System Info) deines PCs (das BIOS-Setup unterscheidet sich bei den verschiedenen Mainboards, die Seite mit diesen Informationen sollte jedoch leicht zu finden sein) und überprüfe, ob alles, was du bisher installiert hast, vom System erkannt wird.

Blättere dann in der BIOS-Anzeige, bis du zur Boot-Seite gelangst (kann als „Boot Order“, „Boot Priority“, „Boot-Reihenfolge“ oder ähnlich bezeichnet sein). Ändere die Boot-Reihenfolge, sodass dein Flash-Datenspeicher an erster Stelle und das Laufwerk, auf dem du das Betriebssystem installieren möchtest, an zweiter Stelle steht. (Wenn du ein SSD als Bootlaufwerk verwendest, solltest du das Betriebssystem dort installieren.)

Starte deinen Computer neu. Dein Computer bootet nun vom USB-Laufwerk aus und das Installationsprogramm des Betriebssystems wird angezeigt. Befolge die Anleitung, um die Installation abzuschließen.

Tipp vom Profi: Erstelle das Installationsprogramm für das Betriebssystem schon im Voraus.

Fehlerbehebung: Falls sich der PC sich nicht einschalten lässt, besteht eventuell ein Problem mit dem Netzteil.

Fehlerbehebung: Falls der PC sich einschalten lässt, jedoch auf dem Bildschirm nichts angezeigt wird oder der Startvorgang nicht anläuft, prüfe nach, ob alle Kabel (besonders die Stromkabel) korrekt angeschlossen sind.

Tipp vom Profi: Wenn du versuchst, mit deiner Tastatur in die BIOS-Einstellungen zu gelangen, dies aber nicht funktioniert, dann liegt dies wahrscheinlich an deiner Tastatur. Stelle zunächst sicher, dass die Peripheriekomponenten funktionieren, bevor du in Panik gerätst.

Fehlerbehebung: Falls du Schwierigkeiten damit hast, vom USB-Datenträger aus zu booten, vergewissere dich, dass das Mainboard für diese Art der Installation ausgerichtet ist. Die meisten UEFI-fähigen Systeme werden zuerst entsprechend dem UEFI-Partitionsschema booten, bevor „Legacy“-Einstellungen berücksichtigt werden.

EIN GAMING-PC IST NIE WIRKLICH FERTIG

Der besondere Reiz am Eigenbau eines Gaming-PCs liegt darin, dass der Job niemals wirklich vollendet ist. Vor dir steht jetzt nicht nur eine Eigenbau-Gaming-Maschine, sondern ein weiter ausbaufähiges System, das stets so aktuell und so „high-end“ ist, wie du willst (oder dir leisten kannst). Und wenn dann das nächste Spiel herauskommt, das noch höhere Anforderungen an die Technik stellt, kannst du die einzelnen Komponenten einfach austauschen, statt holperige Bewegungen und schlecht gerenderte Umgebungen ertragen zu müssen.

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