Alles begann in der Intel Cafeteria: Wie Darryl Adams ein umfassendes PC-Design einsetzt

Technik entwickeln, die das Leben aller Menschen weltweit verbessert

  • Wir entwickeln eine mehrjährige Strategie, um das barrierefreie Computing-Erlebnis in das Produktportfolio von Intel einzubinden, Menschen mit Behinderungen in den Designprozess zu integrieren und Technik bereitzustellen, die jeden Einzelnen stärkt.

  • Das Programm untersucht PC-Technik wie Assistive Touch, mit dem Menschen den PC-Bildschirm berühren und sich dessen Inhalt laut vorlesen lassen können, selbst wenn diese Inhalte aktuell nicht zugänglich sind.

  • Diese barrierefreie Technik ist Teil eines langfristigen Engagements von Intel und der gesamten Branche. Zusammen mit unseren Partnern ist Intel bestrebt, dass jede von uns gefertigte PC-Plattform für mehr Menschen zugänglich ist als ihr Vorgänger.

BUILT IN - ARTICLE INTRO SECOND COMPONENT

Technik zugänglicher machen

Darryl Adams Mission, einen barrierefreieren PC zu bauen, begann 2007 in der Intel Cafeteria mit einer Erleuchtung. Adams traf sich mit seinem Kollegen, um ein neues Lieblingsprojekt zu besprechen: ein Gerät, das gedruckte Texte scannen und für Menschen mit schwerer Legasthenie wie seinem Kollegen oder visueller Einschränkung wie Adams laut vorlesen würde.

„Er hatte einen frühen Prototypen aus Styropor gebastelt, und wir haben sofort darüber gesprochen, wie man mit dem System interagieren könnte, wenn man beispielsweise blind oder sehbehindert ist“, so Adams.

„Und da war mir klas, dass wir angesichts all der talentierten Mitarbeiter bei Intel diese Lösungen auf Grassroots-Ebene entwickeln können.“

Adams engagiert sich leidenschaftlich für Barrierefreiheit - aus gutem Grund. Mit 14 wurde bei ihm Retinitis pigmentosa festgestellt, eine degenerative Augenerkrankung, die seine Sehkraft allmählich beeinträchtigt hat. Zudem erlitt er während des Studiums einen chirurgischen Unfall, was dazu führte, dass er auf einem Ohr taub ist. Obwohl er zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn diese Behinderungen herunterspielte, „wurde es ab einem gewissen Punkt offensichtlich, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich wusste, dass es eine bessere Lösung geben müsste.“

Nach dem ersten Treffen machten sich beide daran, diese Lösungen zu entwickeln. Der frühe Prototyp wurde der Intel Reader: ein erstes behelfsmäßiges Lesegerät, das 2009 eingeführt wurde. Adams „erkannte eine enorme Chance für Intel und die Branche, Lösungen für Menschen mit Behinderungen zu finden. Und ich dachte mir: Das wird zu einem Vollzeitjob werden.“

Im Laufe der nächsten fünfzehn Jahre schuf Adams diesen Job. Heute ist er Direktor für Barrierefreiheit bei Intel und leitet Teams aus organisationsübergreifenden Experten, die Barrierefreiheit in alles integrieren möchten, was Intel tut - beginnend mit dem PC.

Förderung eines integrativen PC-Designs

Das Innovationsprogramm für barrierefreies Computing ist in den strategischen Bemühungen führend, um ein inklusionsorientiertes Design in das gesamte PC-Portfolio von Intel einzubinden. Das bedeutet bei der Entwicklung neuer Technik, „Menschen mit Behinderungen in jeden Schritt einzubeziehen“, wie z. B. der von Assistive Touch – eine Touch-to-Speech-Funktion, die derzeit Prototypen-Tests durchläuft, die erwartungsgemäß dann in Intel Chips integriert werden können.

Diese Art von inklusionsorientierter Innovation war noch nie von so großer Bedeutung, da mehr als 1 Milliarde Menschen weltweit mit einer Behinderung leben. „Arbeit, Schule und andere Erlebnisse basieren alle auf unserer Fähigkeit, in der digitalen Welt gestalten, konsumieren und kommunizieren zu können“, so Adams. „Wir müssen sichergehen, dass jeder Mensch an dieser Welt teilhaben kann.“

Bei Assistive Touch bedeutet das intensive Benutzertests, um zu verstehen, wie Menschen mit visueller Beeinträchtigung Bildschirmlesegeräte verwenden (PC-Anwendungen, die Text und Bilder vom Bildschirm laut vorlesen), welche Lücken es gibt und wie eine Touch-to-Speech-Funktion helfen kann. Die entstehende Technik ermöglicht es den Nutzern, Text zu berühren und zu hören, einschließlich Elemente, die oft nicht zugänglich sind, wie BIOS-Bildschirme, Infografik und andere Bilder, die Text enthalten.

Das ist ein Beispiel einer mehrjährigen Strategie, um Möglichkeiten für barrierefreie Technologie zu erkennen und auf den Markt zu bringen, wobei immer die Erlebnisse der Menschen mit Behinderung im Vordergrund stehen. Das Programm arbeitet eng mit Technikern im gesamten Unternehmen, der Mitarbeiter-Ressourcengruppe bei Intel für Menschen mit Behinderungen und dem Interactive Technology Usability Lab im Shepherd Center zusammen, um dieses Feedback in Roadmaps, Prototypen und Produkte aufzunehmen.

Neue PC-Erlebnisse wie Assistive Touch liefern

Heute entwickelt sich diese Realität durch die Zusammenarbeit der Domain-Experten von Intel – von der Intellectual Property Group (IPG), die die grundlegenden IP-Blöcke eines Systems auf einem Chip (SoC) entwickeln, mit den PC-Experten der Client Computing Group und den Forschern bei Intel Labs. Gemeinsam befassen sich diese Teams mit einer Reihe von Projekten, vom Arbeitsplatz über die Navigation bis zu inklusionsorientiertem Gaming am PC. Sie gehen mit ähnlicher Leidenschaft wie Adams vor: „Die Menschen sehen das Veränderungspotential. Sie suchen nach diesen Möglichkeiten und daraus ergibt sich ein wunderbares Arbeitsumfeld.“

Bei dieser Arbeit geht es um lebensnahe Erlebnisse. Bei der Verfeinerung des Assistive Touch Prototypen arbeitete das Team mit dem Shepherd Center zusammen, um zwölf, je einstündige Immersivsitzungen durchzuführen, um Feedback von Menschen mit visueller Beeinträchtigung zu erhalten. Die Teilnehmer sagten, der Prototyp biete ein grundlegend neues Erlebnis: die Navigation des PC-Bildschirms als taktiles Erlebnis.

Noch wichtiger waren jedoch ihre Entdeckung von Lücken und ihre Vorschläge zu noch mehr Benutzerfreundlichkeit. Dazu zählten Audiobeschreibungen des Gesamtlayouts einer Seite, Vibrationen, die die Navigation auf dem Bildschirm unterstützen, und das Vorlesen einer ganzen Textzeile in einem Zug. Diese Erkenntnisse unterstützen das Team bei der Weiterentwicklung des Designs von Assistive Touch, während IPG-Teams überlegen, wie sie es in die Intel Prozessoren integrieren können.

Wir tragen dazu bei, dass die Stimme von Menschen mit Behinderung in der Intel Forschung und Produktentwicklung Gehör findet. Durch die Vermittlung von Erkenntnissen, Identifizierung bisher nicht erfüllter Anforderungen und direkte Zusammenarbeit mit Intel Technikern helfen wir Intel dabei, PCs zu entwickeln, die für Menschen mit Behinderungen zugänglicher und nützlicher sind.

— John Morris, PhD, FACRM, Senior Clinical Research Scientist, Shepherd Center

PC-Gaming ist ein weiterer Prioritätsbereich. Im vergangenen Jahr richtete das Team ein Online-Event für Gamer mit Behinderungen aus, führte Studien durch und vernetzte sich mit Humphrey Hanley, einem Gamer, dessen Motto „No Hands, No Excuses“ (Keine Hände sind keine Entschuldigung) lautet. Intel schickte ihm ein Kit von Computerteilen, und er hat sich selbst beim Bau eines Gaming-PCs ganz ohne Hände im Live-Stream gefilmt.

Weitere Projekte umfassen die Orientierung in Innenräumen anhand taktiler Karten, haptische Telefongehäuse und die Bemühungen für einen KI-assistierten Arbeitsplatz. Mit diesen Bemühungen soll ein Einblick in die Probleme von Menschen mit Behinderungen geschaffen und zur technischen Lösung dieser Probleme beigetragen werden.

Die Zukunft der Barrierefreiheit

Im Rahmen der Corporate Social Responsibility RISE (Responsible, Inclusive, Sustainable, Engaged) Strategie von Intel hat das Unternehmen sich zum Ziel gesetzt, dass seine Belegschaft bis 2030 sich zu 10 Prozent aus Menschen zusammensetzt, die sich selbst als behindert identifizieren, und bis 2030 in allen benutzererlebnis-betreffenden Teams ein inklusionsorientiertes Design durchzusetzen. Zudem hat Intel ein Barrierefreiheitsteam in seinem Corporate Responsibility Office eingerichtet, das dafür sorgt, dass Intel ein inklusionsorientierter, barrierefreier Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderungen ist.

Mit Blick in die Zukunft sagt Adams: „Wir stehen am Anfang einer großer Entwicklung. Wir müssen die Möglichkeiten des Computing weiter auf ein höheres Niveau bringen und mit unseren externen Partnern und Branchenkollegen zusammenarbeiten.“

„Es wird einen enormen Unterschied machen.“

Mehr erfahren über die Zusammenarbeit mit Intel und über das Innovationsprogramm für barrierefreies Computing.