Voraussetzungen für Game-Mods auf deinem PC

Einführung in Mods

  • Warum ist die Hardware so wichtig?

  • CPU

  • SSD

  • GPU

  • RAM

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Dein System bietet vielleicht ausreichend Leistung für deine Lieblingsspiele, aber das heißt noch lange nicht, dass das Game auch gemoddet richtig läuft. Deshalb haben wir für dich zusammengefasst, wie sich Mods auf die Leistung auswirken und welche Hardware du für ein optimales Mod-Erlebnis brauchst.

Was du für PC-Game-Mods benötigst

Einer der vielen Vorteile von PC-Gaming ist die Möglichkeit, Spiele zu modden. Hierbei werden von Benutzern entwickelte Add-ons installiert, die den Inhalt des jeweiligen Spiels verändern.

Seit den 80er-Jahren verwenden Spieler PC-Game-Mods, um das Look-and-Feel und die Funktionalität ihrer Lieblingsspiele anzupassen. Mit Mods ist alles möglich: So haben Modder schon aus schlechten Spielen gute gemacht – oder aus guten Spielen sehr, sehr seltsame. Oder sie remastern über Mods Games für neue Zielgruppen. Die Kreativität der Modder kennt keine Grenzen und hat schon viele wunderschöne, aber auch skurrile Kreationen hervorgebracht. Zwar kommen mittlerweile auch Konsolenspieler in den Genuss, zumindest einige Mods nutzen zu können, aber wirklich zu Hause sind sie nur auf dem PC.

Und der Einstieg ist wirklich leicht, selbst wenn du noch nie ein Spiel gemoddet hast. Mod-Hubs und offizielle Foren bieten riesige Sammlungen benutzergenerierter Inhalte, die oft einfache Installer und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Installation umfassen. Und auch wenn das Ganze erst einmal komplex wirken mag: Du wirst überrascht sein, wie einfach es letzten Endes ist. Der Prozess unterscheidet sich je nach PC-Game, doch über die Online-Suchmaschine deiner Wahl findest du schnell umfassende Anleitungen zur Installation von Mods für deine Lieblingstitel.

Wenn du neu in der Mod-Szene bist, gibt es einige potenzielle Risiken, die du beachten solltest. Wie bei allen Drittanbieterinhalten solltest du Ressourcen nur aus sicheren Quellen herunterladen und immer auf Malware oder Viren überprüfen. Außerdem musst du bei Onlinespielen darauf achten, dass du mit Mods nicht die Nutzungsbedingungen verletzt.

Bevor du in die Welt der Mods eintauchst, solltest du sicherstellen, dass du auch die nötige Hardware für den Gaming-PC hast. Modden ist keine exakte Wissenschaft und viele Mods sind nicht perfekt optimiert. Während einfache Texturpakete und grafische Änderungen vielleicht noch auf deinem aktuellen System laufen, beanspruchen aufwendigere Mods schnell deutlich mehr Rechenleistung als das eigentliche Spiel. Weitere Informationen bieten unsere Leitfäden dazu, welche Auswirkung die CPU auf die Gaming-Leistung hat und wie wichtig ein ausgewogenes System ist.

Warum die Hardware so wichtig ist

Warum erfordern Mods manchmal so viel mehr Leistung als das eigentliche Spiel? Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Wenn Entwickler ein Spiel entwickeln, soll das fertige Produkt am Ende auf vielen unterschiedlichen Systemen laufen können. Es ist unmöglich, die individuelle Konfiguration jedes Spielers vorauszusagen, weshalb viel Arbeit in die Optimierung des Spiels fließt, damit mehr Kunden es spielen können – unabhängig von ihrer Hardware.

Den meisten Gamern, die Mods erstellen, fehlt es hingegen an den nötigen Ressourcen für eine umfassende Optimierung. Das führt häufig dazu, dass Mods unzureichend optimiert werden und so deutlich mehr Leistung beanspruchen als das ursprüngliche Spiel. Doch selbst gut optimierte Mods übersteigen oft deutlich die Anforderungen des eigentlichen Spiels. Das kann zu unvorhergesehenen Leistungsproblemen führen, die bei der ursprünglichen Entwicklung nicht berücksichtigt wurden.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Minecraft*.

Aufgrund der Blockform und der flachen Texturen wirkt Minecraft* auf den ersten Blick nicht wie ein Hardwarefresser – solange man keine Mods installiert. Denn in Minecraft* gibt es Mods für so ziemlich alle Bereiche: vom Item-Management über Minimaps bis hin zu völlig neuen Layouts der prozedural generierten Spielwelt.

Die Welten von Minecraft* können extrem groß werden und bestehen aus einzelnen Blöcken, die allesamt von deinem Prozessor gerendert werden müssen. Minecraft* wurde auch mit Java* programmiert1 und nutzt umfangreiche Voxel-Daten2, was beides recht CPU-intensiv (Central Processing Unit) sein kann.

Durch Mods, wie z. B. für komplexe Lichteffekte und hochauflösende Texturen, steigt die Beanspruchung deiner Hardware drastisch an. So können selbst Games mit einfacher Grafik wie Minecraft* zum echten Hardwarefresser werden.

Die richtige CPU

Mods ermöglichen umfassende Änderungen selbst an grundlegenden Game-Elementen: Sie können neue Items und NPCs hinzufügen oder die Spiel-Physik vollständig überarbeiten. Die Skyrim*-Mod „Immersive Creatures“ integriert beispielsweise viele neue Gegnertypen mit individueller KI in „The Elder Scrolls V: Skyrim*“.

Solche Erweiterungen können – insbesondere in Verbindung mit anderen ressourcenhungrigen Mods – die CPU des Systems stark belasten3, was zu möglichen Leistungseinbußen führt, wie z. B. zu nicht konstanten Bildraten. Eine CPU mit hoher Taktfrequenz und mehreren Kernen kann solche Probleme vermeiden.

Bei manchen Mods können Gamer mit ein wenig Aufwand die Leistung frei nach ihren Wünschen anpassen. Die Mod „Skyrim* Configurator“ ermöglicht beispielsweise die Parallelverarbeitung in Skyrim*, obwohl das Spiel schon fast ein Jahrzehnt alt ist. Mit diesem leistungsstarken Konfigurationstool können Spieler mit Skyrim* verbundene Aufgaben individuell den verschiedenen Kernen und Threads ihrer CPU zuweisen. Diese Aufgaben können direkt vom Spiel oder aber von zugehörigen Mods stammen. Indem diese Aufgaben aufgeteilt werden, kann Skyrim* die Fortschritte der Prozessortechnik nutzen, die seit dem Release 2011 auf den Markt gekommen sind.

Warum eine SSD?

Neben der CPU kann auch ein Upgrade auf ein Solid-State-Drive (SSD) das Mod-Erlebnis deutlich verbessern. Genau wie die Games, greifen auch Mods auf Daten im Speicher zu. Wenn dieser Speicher nicht schnell genug reagiert, kann das zu langen Ladezeiten und vielen anderen Problemen führen.

SSDs ermöglichen einen schnelleren Datenzugriff als klassische Festplatten und sorgen so dafür, dass nahezu jedes Programm schneller geladen wird – auch deine gemoddeten Spiele. Wenn du noch eine HDD nutzt, um deine Games oder Mods zu speichern, kannst du mit dem Umstieg auf eine SSD die Leistung deutlich verbessern.

Alternativ kannst du mit dem Intel® Optane™ Speicher die Zugriffszeiten deiner HDD optimieren. Der Intel® Optane™ Speicher priorisiert häufig verwendete Daten und verkürzt so die Zugriffszeiten langsamerer Speichermedien deutlich. HDDs, die über die Intel® Optane™ Speichertechnik beschleunigt werden, ermöglichen völlig neue Geschwindigkeiten.

Die richtige GPU

Wenn du die Optik von Spielen modden willst, ist auch eine leistungsstarke GPU entscheidend. So können ältere Games mithilfe von Mods zum Beispiel die Leistung moderne GPUs nutzen. Mods, die die Grafik komplett überarbeiten, können Lichteffekte, Texturen und viele weitere visuelle Eigenschaften verbessern. Ältere Spiele können so auch noch nach vielen Jahren grafisch überzeugen.

Eine GPU mit 2 GB vRAM hätte 2013 noch völlig ausgereicht, aber neuere Games und Mods erfordern eine höhere Grafikleistung. Mehr vRAM ist notwendig4, um die immer komplexeren und größeren Texturen und 3D-Objekte moderner und grafikintensiver Spiele zu rendern. Ohne eine leistungsstarke separate GPU für die Grafikverarbeitung muss der Rest des Systems diese Aufgabe übernehmen, was die Bildwiederholrate deutlich beeinträchtigen kann.

RAM-Erweiterung

Wenn Gamer einmal selbst erlebt haben, wie frei sich ihre Lieblingsspiele durch Modden anpassen lassen, bleibt es meist nicht bei nur einer Mod. Bei Minecraft* zum Beispiel sind die einzelnen Mods oft verhältnismäßig klein, doch sie summieren sich schnell. Das Biggest Modpack* umfasst beispielsweise Dutzende verschiedene Mods. Sie alle gleichzeitig auszuführen, verschlingt einiges an Ressourcen.

Beim Gaming ist das RAM der Ort, wo Daten5 wie Variablen (z. B. die Zähler für Lebenskraft und Munition6) und visuelle Elemente temporär gespeichert werden, um sie schnell abrufen zu können.7 Ein mögliches Resultat der Installation von zu vielen Mods besteht darin, an RAM-Grenzen zu stoßen, und das kann Leistungsprobleme wie geringere Bildraten8 zur Folge haben, weil der Rest des Systems gezwungen ist, den Engpass zu kompensieren.9

Für die Vanilla-Version von Minecraft* (also die ungemoddete Version) sind mindestens 4 GB RAM erforderlich. Spieler, die neben dem Spiel auch Mods ausführen, nutzen meist 6 GB oder mehr, damit das Spiel flüssig läuft. Und wer Minecraft* mit vielen Mods spielen möchte, sollte nicht unter 8 GB RAM anfangen. Diese 8 GB RAM stellen eine gute Grundlage für alle modernen Spielerlebnisse dar.

Hardwareupgrade für bessere Mod-Erlebnisse

Mit Mods kannst du Games ganz nach deinen Wünschen anpassen und deine Lieblingsspiele auf deine Weise erleben. Wenn du deine Games modden möchtest, solltest du sicherstellen, dass deine Hardware der Aufgabe gewachsen ist. Gemoddete Spiele beanspruchen deutlich mehr Leistung als ihre Originalversion. Deshalb gelten für Mods höhere Anforderungen als von den Spieleentwicklern ursprünglich angegeben.