Patchverwaltung: Schutz von Daten und Produktivität

Eine effektive Patchverwaltung trägt dazu bei, Ihr Unternehmen vor bekannten Exploits und unbefugtem Zugriff zu schützen, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.1 2

Grundlagen der Patchverwaltung:

  • Patchverwaltung wird die Praxis der Bereitstellung von Firmware-, Treiber-, Betriebssystem- und Anwendungs-Updates für Ihre Computer-Endgeräte genannt.

  • Die Patchverwaltung sorgt dafür, Systeme auf dem neuesten Stand zu halten, Angriffsflächen zu reduzieren und die Produktivität der Mitarbeiter zu gewährleisten.

  • Die auf der Intel vPro® Plattform verfügbaren Fernverwaltungsfunktionen können dazu beitragen, die Patchverwaltung zu vereinfachen und entfernte Arbeitskräfte zu unterstützen.

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Was versteht man unter Patchverwaltung?

Bei der Patchverwaltung werden Updates auf Software, Treiber und Firmware zum Schutz vor Schwachstellen angewendet. Eine effektive Patchverwaltung trägt auch dazu bei, die beste Betriebsleistung der Systeme zu gewährleisten und die Produktivität zu steigern.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Mitarbeiter-Notebook oder ein benutzerloses PC-basiertes Gerät wie einen Kiosk oder um Digital Signage handelt, müssen alle Systeme gesichert werden. Zu den Risiken, die sich aus der Missachtung der Patchverwaltung ergeben können, gehört, dass Ihr Unternehmen undichten Stellen und Verstößen sowie Produktivitäts- und Reputationsverlusten ausgesetzt ist.

Vorteile: Warum ist die Patchverwaltung so wichtig?

Oberstes Ziel der Patchverwaltung ist es, Ihre Endgeräte vor Hackern zu schützen und Ihre Systeme in einem erstklassigen Zustand zu halten. Aber die Patchverwaltung bringt auch eine Reihe weiterer Vorteile mit sich:

  • Steigern Sie die Produktivität innerhalb der Organisation. Dass aufgrund der Patchverwaltung die Produktivität leidet, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Software, die mit aktuellen Patches versorgt wird, funktioniert besser und kann zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität beitragen.
  • Helfen Sie mit, die Kosten für Verwaltung und Reparatur von Geräten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu senken. Das Büro ist überall, und Unternehmen mussten sich schnell anpassen, um ihre weit verteilten Mitarbeiter angemessen zu unterstützen. Fernverwaltungstools erweitern die Fähigkeiten der IT und reduzieren die Notwendigkeit teurer Hardware-Lieferungen oder Vor-Ort-Besuche.
  • Helfen Sie mit bei der Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Compliance-Standards. Viele Unternehmen müssen beim Datenschutz vor Ort geltende bzw. Bundesvorschriften erfüllen. Dazu können der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) für Patientenakten, die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) für personenbezogene Daten, die bei Kundeninteraktionen erfasst werden, und ähnliche Vorschriften gehören.

Software, die mit aktuellen Patches versorgt wird, funktioniert besser und kann zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität beitragen.

Bewährte Methoden für die Patchverwaltung

Hier sind ein paar Maßnahmen, die IT-Administratoren ergreifen können, um in ihrem Unternehmen bewährte Methoden für die Patchverwaltung einzuführen:

  • Sie sollten wissen, dass die Patchverwaltung mehr ist als nur die Aktualisierung des Betriebssystems und der Anwendungen. Die Patchverwaltung erstreckt sich auch auf die Aktualisierung der Firmware und Treiber Ihrer Hardware. Es gibt Bedrohungen für den gesamten Computer-Stack, und Intel spielt eine aktive Rolle bei der Eindämmung dieser Schwachstellen. Eine führende Position in der Branche ist entscheidend, da Intel direkt mit OEMs, Softwareanbietern und Betriebssystempartnern zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass Firmware-Updates in größere Software-Patch-Implementierungen integriert werden.
  • Pflegen Sie die Patchverwaltung routinemäßig. Machen Sie Ihre Patchverwaltungszyklen für Ihr gesamtes Unternehmen bekannt und vorhersehbar. Mit einer festgelegten Taktung können sich Benutzer auf einen Patch-Zyklus entsprechend vorbereiten und die Auswirkungen auf ihre Produktivität verringern.
  • Patchen Sie chargenweise. Dies wird auch als „Probelauf“ oder „Sandbox-Test“ bezeichnet. Es gilt als bewährte Praxis, einen Patch für ein kleines Benutzersegment (ca. 5 Prozent) zu lancieren und die Auswirkungen zu evaluieren, bevor es auf breiter Ebene für Ihre gesamte Benutzerbasis eingeführt wird.
  • Machen Sie sich klar, wer für die Patchverwaltung verantwortlich ist. Es liegt normalerweise in der Verantwortung des Software- oder Systemanbieters, eine bekannte Schwachstelle zu patchen. IT-Manager müssen sicherstellen, dass Patches, die von OEMs und Softwareanbietern zur Verfügung gestellt werden, im gesamten Geschäftsnetzwerk der Systeme und Geräte implementiert werden. In kleineren Unternehmen liegt die Patchverwaltung in der Regel in den Händen der einzelnen Benutzer. Die meiste Software ist so programmiert, dass sie den Benutzer darauf hinweist, dass sie aktualisiert werden muss. Sie kann sogar die Fähigkeit haben, sich zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt automatisch zu aktualisieren.
  • Skalieren Sie die Implementierungen mithilfe von Patchverwaltungssystemen. Ein Patchverwaltungssystem ist eine Software, die speziell entwickelt wurde, um IT-Abteilungen bei der Orchestrierung und Nachverfolgung der Patch-Versionierung und Bereitstellung von Patches in einem Netzwerk zu unterstützen. PCs mit Intel vPro® Funktionsintegration und Microsoft Endpoint Configuration Manager (SCCM) ermöglichen Fernverwaltungsfunktionen für eine Flottensteuerung der Unternehmensklasse. Dies trägt zur Erweiterung der Patchverwaltungsfunktionen bei und erhöht die Verfügbarkeit von Endpunktgeräten für die Aktualisierung.

Fernverwaltung mit Intel vPro®

PCs mit Intel vPro® Enterprise für Windows bieten eine Reihe von Funktionen, die speziell für Unternehmen entwickelt wurden. Sie vereinen hohe Leistung, hardwaregestützte Sicherheitsfunktionen, Fernverwaltungsfunktionen und die Stabilität der PC-Flotte.

Intel® Active-Management-Technologie ist exklusiv für Intel vPro® Enterprise für Windows und bietet eine Vielzahl von Funktionen zur Verbesserung der Patchverwaltung. IT-Abteilungen können das Warnzeitgebermerkmal nutzen, um Geräte zu geplanten Zeiten zu wecken, um Patches aufzuspielen, oder Upgrades per Fernzugriff über Tastatur-, Video- und Maussteuerung (KVM) zu überprüfen. Die Speicherumleitung ermöglicht es IT-Technikern auch, Aktualisierungen und Korrekturen über eine eingebundene Image-Datei über das Netzwerk anzuwenden, die das Booten auf einer Festplatte oder einem USB-Flash-Laufwerk auf dem Endgerät simuliert. Diese Tools ersparen Unternehmen kostspielige Transportkosten für die Rücksendung betroffener Geräte zwecks einer Reparatur vor Ort.

Remote-Arbeit wird es immer geben, und Unternehmen, die flexibel bleiben wollen, müssen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Unternehmensfirewall Geräte-Patching und Risikomanagement einplanen. Intel® Endpoint Management Assistant (Intel® EMA) erweitert die Funktionen von Intel® AMT, indem eine Fernverbindung mit Geräten unter Intel vPro® über die Cloud bereitgestellt wird.

Patchverwaltung ist für die IT-Abteilung von entscheidender Bedeutung

Die Patchverwaltung bringt mehr Nutzen als Belastung. Ein verbesserter Zugang und eine optimalere Kontrolle über Ihre Geräte sowie die Möglichkeit, Patches und Reparaturen per Fernzugriff durchzuführen, verleiht Ihrer IT-Abteilung und Ihrem Unternehmen letztlich mehr Flexibilität. Auch wenn es viele Gefahren in Form von Hackern und Datendieben gibt, kann die Patchverwaltung dazu beitragen, dass Ihr Unternehmen reibungslos läuft.

Schutz vor Zero-Day-Exploits

„Zero-Day-Exploits“ oder „Zero-Day-Angriffe“ sind Schwachstellen in Ihrer Software oder Firmware, die ein Hacker ausgenutzt hat, bevor Ihre Organisation diese Schwachstellen entdeckt. Hardware-basierte Sicherheitsfunktionen können dazu beitragen, Zero-Day-Exploits zu verhindern, indem sie Malware daran hindern, die Softwareschicht auszuführen oder zu beeinträchtigen.

Intel® Control-Flow-Enforcement-Technik (Intel® CET) ist eine Hardwarefähigkeit, die dazu beiträgt, Entführungsversuche des Kontrollflusses, ein häufiges Verhalten von Malware, zu verhindern. Intel® Hardware Shield ist in alle Windows-PCs unter Intel vPro® integriert und bietet Schutz vor Angriffen unterhalb der Betriebssystemebene, Anwendungs- und Datenschutzfunktionen sowie fortschrittliche Technik zum Schutz vor Bedrohungen, um die Plattformsicherheit zu verstärken. Diese Funktionen tragen dazu bei, Geräte vor bekannten und unbekannten Bedrohungen wie Zero-Day-Exploits zu schützen.

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Zero-Day-Exploits sind Schwachstellen in Ihrer Software oder Firmware, die Sie noch nicht entdeckt haben. Sobald Sie auf eine Schwachstelle oder einen Exploit aufmerksam werden, können Sie diese(n) mittels Patchverwaltung entfernen.

In den meisten Unternehmen ist die IT-Abteilung dafür verantwortlich, dass die Geräte mit den von OEMs und Softwareanbietern bereitgestellten Updates gepatcht werden. In kleineren Unternehmen müssen einzelne Benutzer möglicherweise ihre eigenen Patches installieren.

Sicherheitsvorteile von Intel vPro®

Intel vPro® Enterprise für Windows bietet hardwarebasierte Sicherheitsfunktionen, die alle Computing-Stack-Ebenen schützen. Unternehmen profitieren von der Transparenz der Logistikkette und der Nachverfolgbarkeit von PC-Komponenten, fortgeschrittenen Speicherscans und hardwarebasiertem Support von Windows Sicherheitsdiensten. Darüber hinaus kann die IT-Abteilung schnell Software-Fehlerbehebungen für kritische Schwachstellen bei verwalteten PCs implementieren.

Produkt- und Leistungsinformationen

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Alle Versionen der Intel vPro® Plattform erfordern einen qualifizierten Intel® Core™ Prozessor, ein unterstütztes Betriebssystem, Intel LAN- und/oder WLAN-Silizium, Firmware-Erweiterungen und andere Hardware und Software, die erforderlich sind, um die Verwaltbarkeit, die Sicherheitsfunktionen, die Systemleistung und die Stabilität bereitzustellen, die die Plattform definieren. Einzelheiten siehe intel.com/performance-vpro.

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Die Leistung variiert je nach Verwendung, Konfiguration und anderen Faktoren. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.Intel.com/PerformanceIndex. Kein Produkt und keine Komponente bieten absolute Sicherheit. Ihre Kosten und Ergebnisse können variieren. Für die Funktion bestimmter Technik von Intel kann entsprechend konfigurierte Hardware, Software oder die Aktivierung von Diensten erforderlich sein. Intel hat keinen Einfluss auf und keine Aufsicht über die Daten Dritter. Sie sollten andere Quellen heranziehen, um die Genauigkeit zu beurteilen. © Intel Corporation. Intel, das Intel Logo und andere Intel Markenbezeichnungen sind Marken der Intel Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften. Andere Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.