PC oder Mac: Der große Disput

Die Unterschiede zwischen den beiden Computeralternativen sind kleiner geworden und es geht dabei zumeist um den persönlichen Geschmack.

Computer-Interessenten haben heutzutage die Wahl zwischen zwei großen Standards für Software-Plattformen – Windows und Mac – doch die Grenzen zwischen den Hardware-Typen, die meist beide mit Intel®-CPUs arbeiten, haben sich beinahe aufgelöst.

In Computerkreisen war „PC oder Mac“ seit langem ein Streitthema, bei dem die Befürworter auf beiden Seiten sich so heftig engagierten, dass es besser war, dieses Thema erst gar nicht anzuschneiden, wenn man nicht in eine wütende Auseinandersetzung geraten wollte. Zwar haben Macs und PCs nach wie vor ihre leidenschaftlichen Anhänger, die Unterschiede zwischen den beiden Computertypen haben sich im Lauf der Jahre jedoch gravierend verringert. Und das bedeutet, dass Sie Ihre Entscheidung wohl mehr nach detaillierten Vorlieben treffen, aber weder mit der einen noch mit der anderen Option falsch liegen werden. Die Auswahl macht sich heute weniger an der Hardware oder der Software fest, sondern eher am Stil und am persönlichen Geschmack.

Das Technologieumfeld: Glauben Sie, dass weniger mehr ist oder dass mehr auch mehr bringt?

Beim Kauf eines Mac erstehen Sie sowohl ein Stück Philosophie als auch Computertechnik. Hardware und Software stammen von ein und derselben Firma und die Computer vermitteln dasselbe ästhetische Gefühl wie die Smartphones und Tablets von Apple*. Für Macs gibt es nur sechs Computerversionen mit einer begrenzten Anzahl von Konfigurationen – ein „das Beste vom Besten“-Konzept, das einem die Qual der Wahl aus einer Unzahl möglicher Optionen erspart. Wenn es Ihnen lästig ist, sich über Arbeitsspeicher, Festplattenkapazität und andere Hardwarekomponenten Gedanken machen zu müssen, erledigt das Mac-Angebot vieles davon für Sie.

Für PCs gibt es grob ein Dutzend große Hardware-Hersteller und die meisten Geräte arbeiten mit dem Windows-Betriebssystem. Was den Stil und die Konfigurationen anbelangt, stehen Hunderte von Versionen zur Auswahl, und Sie können sich genau das aussuchen, was Sie sich wünschen; dafür benötigen Sie allerdings mehr Zeit und müssen sich mehr überlegen. Ob nun mehr auch mehr bedeutet oder weniger, ist zumeist eine subjektive Bewertung.

Preis: Schauen Sie nicht nur auf das Preisschild.

Schon seit langer Zeit haben Macs den Ruf, deutlich teurer als PCs zu sein, obgleich die Fürsprecher sagen würden, dies sei nur den Kosten der höherwertigen Komponenten zuzuschreiben, die für höhere Leistung und Zuverlässigkeit sorgen würden.

Beim Preisvergleich von PCs mit Macs nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, war allerdings immer problematisch, weil PCs und Macs üblicherweise mit verschiedenen vorinstallierten Software- und Hardwarekomponenten, wie Grafikcontrollern, Anschlüssen und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Prozessors geliefert werden. Die Mac-Standardmodelle haben eher weniger Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität, man muss also die technischen Daten genauer berücksichtigen. 

Wegen der niedrigeren Kosten entschieden sich Benutzer, die den Computer für grundlegende Funktionen wie Textverarbeitung und Web-Browsing benötigten, häufig für einen PC, während Fachleute im Kreativbereich, die sich beispielsweise mit Design oder Videobearbeitung beschäftigen, gerne den Mehrpreis für ihr Ideal bezahlten. Dieser Mehrpreis für das Apple-Know-how ist inzwischen auf ein paar hundert Euro geschrumpft, weshalb dem Preis keine so hohe Bedeutung mehr beigemessen wird.

Instandhaltung: Sind Sie ein „Troubleshooter“?

Bei den Macs gibt es nicht nur weniger Auswahlmöglichkeiten, die Systeme bleiben meist auch auf Dauer in ihrem Ursprungszustand – üblicherweise sind Upgrades nur bei Arbeitsspeicher und Festplatte möglich. PCs, die in so vielen Modellen von derart vielen Herstellern angeboten werden, ermöglichen normalerweise das Auswechseln jeder der einzelnen Hardware-Komponenten, vom Prozessor (CPU) bis zum Bildschirm. Ob das eine Rolle spielt, mag davon abhängen, wie Sie den Computer verwenden, wie lange Sie ihn nutzen wollen und ob Sie sich ausreichend auskennen, um einige Wartungsaufgaben selbst zu übernehmen.

Weil Apple sowohl die Hardware als auch die Software produziert, müssen Sie sich bei Problemen nur an eine Stelle wenden und die Probleme können üblicherweise schnell gelöst werden. Bei PCs stammt die Hardware und die Software von verschiedenen Anbietern und die Problemlösung kann komplizierter sein. Zum Teil ist dies ein Grund dafür, dass Apple von Mac-Besitzern immer gute Noten für den Kundenservice erhalten hat.

Software: Ihre Wahl könnte durch die Cloud beeinflusst werden.

In vergangenen Zeiten war es einfach, sich aufgrund der Art von Software, die man brauchte, für einen Mac oder einen PC zu entscheiden. Programme für geschäftliche Anwendungen waren die Domäne des Windows-Betriebssystems, dagegen gehörten die Bearbeitung von Inhalten, Fotos und andere Aufgaben im Kreativbereich eindeutig in die Mac-Welt.

Doch obgleich der PC in der Geschäftswelt dominiert, gibt es von vielen Software-Programmen für professionelle Anwender, wie Microsoft Office* und Adobe Creative Suite*, Versionen für beide Betriebssysteme. Die Software ist auch deshalb kein großes Problem mehr, weil viele Anwender ihre Software nicht mehr fest auf ihrem Computer installieren, sondern Software-Abonnements abschließen, auf die sie über die Cloud zugreifen. Wenn Sie beispielsweise Videos über YouTube streamen, ist es für den Browser unerheblich, welche Art von Computer oder Betriebssystem Sie dabei nutzen.

Computerspiele: Hier ist alles klar.

Computerspieler waren schon immer den PCs zugewandt, und das wird sich in nächster Zeit auch nicht ändern. PCs können jetzt Spiele von der Xbox One und der PlayStation 4 streamen, und die Zahl der verfügbaren Spieletitel für den PC stellt den Mac in den Schatten. Wenn Gaming für Sie also mehr bedeutet als nur Spiel und Spaß, gewinnt der PC auf jeden Fall.

Gefühlsbetont: PCs legen Wert auf Sprache und Berührung.

Bei aller Leidenschaft der Mac-Benutzer können die PC-Fürsprecher jetzt ernsthaft behaupten, sie hätten ein gefühlsbetonteres Verhältnis zu ihren Computern. Die neueren Versionen des Windows-Betriebssystems bieten Sprach- und Touch-Funktionen, wie beispielsweise die digitale Assistentin Cortana* in Windows* 10, die Sprachbefehle für die Terminplanung akzeptiert. Apple hat in seine Desktop-Modelle zwar die Spracherkennungssoftware Siri integriert, unterstützt mit seinem Betriebssystem OS X* aber noch keine Touch-Technik.

Wenn es Ihnen also lieber ist, mit Ihrem Computer zu sprechen oder mit Gesten auf dem Touchscreen zu arbeiten, anstatt Maus und Tastatur zu benutzen, dann bieten PCs einen klaren Vorteil.

Sicherheit: Der Mac ist immer noch im Vorteil.

Dereinst waren PCs für häufige Abstürze bekannt, doch die Zuverlässigkeit des Windows-Betriebssystems hat sich erheblich verbessert. Die Stabilität der Hardware und Software des Mac ist geradezu sprichwörtlich, aber die Unterschiede haben sich inzwischen verringert.

Dass es mit einem PC nach wie vor wahrscheinlicher als bei einem Mac ist, sich einen Virus oder Malware einzufangen, liegt mehr an den bloßen Zahlen als an der Technik. Laut IDC sind rund 7,5 % der in Gebrauch befindlichen Computer Macs, weshalb die Hacker mehr Zeit und Kreativität für das Attackieren von PCs aufwenden.

Abgesehen davon gab es nun auch einige wenige Mac-Attacken, wie etwa im letzten Jahr die Ransomware Keyranger, die das Betriebssystem OS* X angriff und alle Dateien auf der Festplatte solange verschlüsselt hielt, bis die betroffenen Benutzer eine erpresste Summe bezahlten. Das geeignete Antivirenprogramm und andere Schutzmaßnahmen werden die Sicherheit beider Systeme verbessern; dennoch werden PCs größeren Risiken ausgesetzt sein.

Die Entscheidung:

PCs und Macs weisen bei einigen Eigenschaften klare Unterschiede auf. Welche davon die bedeutendsten sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hinsichtlich Preis und Verfügbarkeit liegt der PC vorne, während der Mac für Benutzer, die sich von anderen abheben möchten und Windows gegenüber eher abgeneigt sind, die erste Wahl bleibt. Wie auch immer, Sie können praktisch nicht aufs falsche Pferd setzen. Wir leben wirklich im goldenen Zeitalter der Computer.

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