Was ein aktueller Gaming-Monitor 2020 bieten sollte

Für dein Display-Upgrade:

  • Upgrade-Optionen

  • Höhere Aktualisierungsrate

  • Höhere Auflösung

  • Ultrabreit + 4K

BUILT IN - ARTICLE INTRO SECOND COMPONENT

Prozessor, Grafikkarte, Festplattenlaufwerk und Arbeitsspeicher arbeiten in einem ausgewogenen Gaming-System im Einklang miteinander – doch dein Monitor ist mindestens ebenso wichtig, damit das System nicht so leicht aus dem Gleichgewicht gerät. Nur mit dem richtigen Monitor kannst du die Performance, die du durch die Auswahl der Komponenten optimiert hast, auch erleben. Wenn du bereits Geld in ein leistungsstarkes, vorgefertigtes System für höhere Leistung investiert hast – oder wenn du vorhast, deinen eigenen maßgeschneiderten PC zu bauen –, dann lohnt sich die Überlegung, sich einen besseren Monitor zu leisten, um das ganze Potenzial deiner Hardware ausschöpfen zu können.

Aber worauf upgraden? Ein kurzer Blick auf die Seite jedes Online-Verkäufers zeigt, dass es Monitore und Displays mit allen erdenklichen Spezifizierungen gibt. Dazu zählen unter anderem:

  • Auflösung
  • Bildschirmgröße
  • Bildwiederholrate
  • Reaktionszeit
  • Bildschirmtyp

Wenn du Genaueres über alle technischen Daten wissen möchtest, die dir auf dem Monitormarkt begegnen, kannst du dich in unserem ausführlichen Monitor-Leitfaden informieren. Wenn es dir aber nur darum geht, möglichst gleich eine Entscheidung zu treffen, dann lies weiter diesen Artikel.

Viele dieser Faktoren hängen zwar von persönlichen Vorlieben ab – aber einige Game-Genres nutzen bestimmte Funktionen besser aus als andere. Es ist durchaus nützlich zu wissen, was die einzelnen Spezifikationen bedeuten, wenn du dich das nächste Mal für einen neuen Monitor entscheiden musst. Sehen wir uns zunächst die beiden Faktoren an, die am meisten von der Computer-Hardware abhängig sind: Auflösung und Bildwiederholrate.

Damit dir die Wahl deines neuen Monitors leichter fällt, werfen wir einen Blick darauf, wie diese Funktionen in Gaming-Monitore integriert werden und was du vor dem Kauf unbedingt beachten solltest. Nicht vergessen: Monitore mit genau den gleichen Spezifikationen können immer noch unterschiedliche Merkmale aufweisen, die vom jeweiligen Hersteller abhängig sind, wie beispielsweise I/O, Beleuchtung oder Ergonomie, auf die wir hier allerdings nicht näher eingehen können.

Das erste Upgrade: Mit einem Monitor mit höherer Bildwiederholrate die Vorteile einer höheren Bildfrequenz optimal nutzen

1080p + 144 Hz
Ein Display mit einer Auflösung von 1080p und einer Bildwiederholrate von 144 Hz bietet gegenüber Monitoren mit 1080p und 60 Hz einen unschlagbaren Vorteil: eine höhere Bildwiederholrate. Höhere Bildwiederholraten sind zu einem entscheidenden Charakteristikum von Gaming-Monitoren geworden. Das bedeutet, dass 144-Hz-Displays der Einstiegsklasse relativ kostengünstig und einfach zu haben sind und dazu eine Vielzahl unterschiedlicher ergonomischer Optionen bieten. (Displays mit einer Bildwiederholrate zwischen 120 und 180 sind ebenfalls verfügbar, doch 144 Hz ist aktuell am häufigsten vertreten.)

Der Hauptgrund für ein Upgrade auf 144 Hz: Mit einer höheren Bildwiederholrate kannst du die Vorteile höherer Bildfrequenzen genießen. Gaming-PCs sind in der Lage, eine höhere Anzahl von Bildern pro Sekunde (Frames per Second, FPS) zu generieren – aber ohne ein Monitor-Upgrade läufst du Gefahr, dass überhaupt nicht erkennen zu können. Ein 144-Hz-Monitor kann bis zu 144 Bilder pro Sekunde anzeigen, also mehr als doppelt so viele wie ein standardmäßiges 60-Hz-Display, dessen Maximum demnach bei 60 Bildern pro Sekunde liegt. Anders ausgedrückt reduzieren Monitore mit niedriger Bildwiederholrate die Anzahl der sichtbaren Bilder pro Sekunde, während dein Gaming und deine Erlebnisqualität von Monitoren mit höherer Bildwiederholrate profitiert. Selbst wenn dein Computer mehr als 100 FPS (frames per second) unterstützt, werden dir diese zusätzlichen Bilder pro Sekunde auf einem Display mit 60 FPS natürlich nicht angezeigt. Klicke hier, um zu erfahren, wie du höhere Bildraten erreichen kannst.

Verständlicherweise entscheiden sich die meisten Pro Gamer für Monitore mit höheren Bildwiederholraten. Viele Gamer schwören sogar darauf, dass 144-Hz-Monitore ihnen einen Vorteil über ihre Gegner verschaffen.

„Der Wechsel von einem 60-Hz-Monitor auf einen 144-Hz-Monitor hat mir sehr weitergeholfen, weil ich so Geschehnisse auf dem Bildschirm wesentlich schneller wahrnehmen konnte und auch physisch deutlich schneller auf das Gesehene reagieren konnte“, erzählte Tyler „Adaro“ Oliver, Pro Gamer des Spiels Counter-Strike: Global Offensive* (CS:GO), Eve Tech*.

In der CS:GO* Dust2-Map (Spielfeldszenario) beispielsweise gibt es einen schmalen Spalt in einer Doppeltür, durch den Sniper sehr gerne spähen. Hier heißt es schnell sein, denn der Gegner entwischt einem in nur wenigen Millisekunden. Hier kann eine höhere Bildwiederholfrequenz eine große Hilfe sein. Spieler auf einem Monitor mit 1080p und 144 Hz sehen mahr als doppelt so viele Frames wie Spieler auf einem Monitor mit 1080p und 60 Hz und haben dadurch eine höhere Chance, einen Treffer zu landen. Das mag auf den ersten Blick zwar nicht viel erscheinen, aber in einem derart schnellen Spiel wie CS:GO* zählt jeder Frame.

Und selbst wenn du keine Pro-Gamer-Ambitionen verfolgen solltest, kannst du durch eine höhere Bildwiederholfrequenz dein Gaming besser genießen. Da mehr Bilder auf dem Bildschirm angezeigt werden, erscheinen die Bilder schärfer und Bewegungen flüssiger. Gaming mit einer höheren Bildfrequenz als 60 FPS ist einer der bekanntesten Vorteile des Gamings auf Desktop-PCs.

Nächstes Level: Höhere Auflösung und Bildwiederholrate

1440p + 144 Hz
Zusätzlich zu den Vorteilen einer höheren Bildwiederholrate bietet dir ein 144-Hz-Monitor mit 1440p eine höhere Auflösung, die die Qualität deiner Bilder steigert.

Egal, ob im Spiel oder außerhalb – die Vorteile von 1440p sind nicht zu übersehen. Die Fenster, Symbole und Taskleisten lassen sich alle skalieren, wodurch der Bildschirmplatz erhöht wird. Davon wiederum profitiert deine Produktivität. Doch die Möglichkeit, mehr Informationen auf dem Bildschirm unterzubringen, beschränkt sich nicht auf den Desktop: der platzsparende Effekt ist auch bei Games mit skalierbaren Benutzeroberflächen bemerkbar. So nimmt zum Beispiel in World of Warcraft* die Benutzeroberfläche bei einer höheren Auflösung weniger Platz auf dem Bildschirm ein. Das bedeutet im Klartext, dass du mehr von Azeroth* sehen kannst, weil dir auf deinen Streifzügen keine großen UI-Elemente mehr die Sicht versperren.

Einen Punkt solltest du nicht vergessen: Je höher die Auflösung, desto mehr Leistung wird von deiner Hardware gefordert. Dies kann sich unter Umständen auf die Anzahl der FPS auswirken. Bei der Aufrüstung von einem 144-Hz-Monitor mit 1080p auf einen 144-Hz-Monitor mit 1440p kann es sein, dass du dein System mit aufrüsten musst, wenn du die gleiche Bildfrequenz aufrechterhalten willst.

1080p + 240 Hz
Monitore mit sehr hohen Bildwiederholraten, wie beispielsweise 240-Hz-Displays mit 1080p, können 240 FPS unterstützen – also viermal so viele Bilder pro Sekunde wie ein einfacher 60-Hz-Monitor. In unserem Beispiel des Snipers in CS:GO*, der durch einen Spalt späht, hätte ein Gamer auf einem 240-Hz-Monitor viermal so viele visuelle Informationen zum Anvisieren des Ziels, und beinahe doppelt so viele wie Spieler auf einem 144-Hz-Monitor. Dies kann einen Vorteil darstellen – allerdings herrscht in Online-Communities Uneinigkeit darüber, inwieweit Monitor über 144 Hz wirkliche Verbesserungen bieten. Hier lohnt es sich, das Ganze selbst zu testen. Denn nur so kannst du herausfinden, welchen Unterschied du wirklich bemerkst.

Und behalte auch im Hinterkopf, dass dieses Level an Leistung viele Ressourcen verbraucht. Wenn du einen 240-Hz-Monitor optimal nutzen möchtest, brauchst du ein System, das auch in etwa 240 FPS in deinen Lieblingsspielen aufrufen kann.

Höhere Upgrades: Ultrabreit-Monitore und 4K-Gaming

Ultrabreit mit 100 Hz und mehr
Ultrabreite Monitore vergrößern die Displaygröße. Während die meisten Standardmonitore ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweisen – bei denen sich also Breite und Höhe in einem Verhältnis von sechzehn zu neun Messeinheiten befinden – warten ultrabreite Monitore mit einem Seitenverhältnis von 21:9 oder sogar 32:9 auf. Sie sind in einer vertikalen Auflösung erhältlich, die 1080p und 1440p entspricht, und verfügen über zusätzliche Bildschirmplatz an den Seiten. Wenn diese Option für dein Gaming interessant sein könnte, solltest du nach ultrabreiten Monitoren mit einer hohen Bildwiederholrate Ausschau halten.

Der Vorteil eines größeren Displays liegt auf der Hand: Du kannst mehr von deinem Spiel sehen. Mit ultrabreiten Monitoren erhalten Gamer ein breiteres Blickfeld, da die sichtbare Umgebung der jeweiligen Gaming-Welt deutlich vergrößert wird. So entspricht ein Monitor mit Seitenverhältnis 32:9 zwei nebeneinander aufgebauten 16:9-Monitoren, mit einem Unterschied: Es gibt weder Bildschirmränder, die dein Blickfeld unterbrechen, noch zusätzliche Kabel.

Du solltest dir allerdings im Klaren sein, dass nicht alle Spiele dieses breitere Anzeigeformat unterstützen, auch wenn es durchaus einige gibt. Mortal Kombat* 11Dirt Rally* und Destiny 2* (als einige Beispiele unter vielen) unterstützen allesamt nativ größere Seitenverhältnisse. Für viele Spiele ohne diese native Unterstützung gibt es entsprechende Mods. Wenn du dich für ein ultrabreites Display entscheidest, solltest du auf jeden Fall noch einmal überprüfen, ob deine Lieblingsspiele das Seitenverhältnis des Monitors unterstützen, der dir vorschwebt.

Ultrabreite Monitore eignen sich in der Regel hervorragend für das Multitasking abseits der Gaming-Welten, aber Achtung: Bei der Verwaltung von Fenstern auf dem zusätzlichen Bildschirmplatz macht nur Übung den Meister.

4K + 120 Hz
Die Standardauflösung für 16:9-Monitore wechselt langsam von 1080p (1920 x 1080) auf 1440p (2560 x 1440), und der Standard verbessert sich mit der 4K-Technologie (3840 x 2160) als Nachfolger von 1440p kontinuierlich weiter. 4K-Monitore sind zwar bereits weit verbreitet, aber Modelle mit hohen Bildwiederholraten kommen gerade erst auf den Markt. Und auch bei moderner Monitortechnologie ist 4K bei 120 FPS in beliebten Spieltiteln nur auf der besten Computer-Hardware möglich. Aktuell sind diese Displays das modernste, das der Markt zu bieten hat – das bedeutet, sie sind unter Umständen teuer, bieten viele Premium-Funktionen und sind sowohl in der Verfügbarkeit als auch in der Ausführungsvielfalt begrenzt. Das sollte sich in den nächsten Jahren ändern.

Besseres Gaming auf einem besseren Monitor

Auch in Zukunft werden unsere Gaming-Erlebnisse durch die entsprechenden Monitore weiter verbessert. Bildschirmtechniken wie OLED*, HDR* und 8K-Auflösungen sind bereits im Kommen.

Aber auch in der Zwischenzeit gibt es bereits eine ganze Reihe an Auswahlmöglichkeiten. Egal ob du mit einer höheren Auflösung, einer schnelleren Bildwiederholrate oder beidem spielen möchtest – ein Upgrade deines Monitors hat einen erheblichen Einfluss auf dein Gaming-Erlebnis.

Und egal, für welches Upgrade du dich letztendlich entscheidest: Vergewissere dich, dass der Monitor deiner Wahl auch zu den Kapazitäten deiner Hardware passt. Denn leistungsstarke Monitore erfordern nicht selten auch einen leistungsstarken Computer. Ein besserer Monitor könnte ein Schritt auf dem Weg zum optimalen Gaming-Tisch-Setup sein.