Was sollte ein HDR-Gaming-Monitor bieten

Highlights:

  • Was ist HDR?

  • HDR-Setup

  • VESA-Display HDR-Programm

  • Spitzenhelligkeit

  • Farbtiefe

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Was ist HDR und warum ist es wichtig? Wir behandeln alles, was du wissen musst, um diese leistungsstarke Display-Technik und den Gaming-Monitor optimal nutzen zu können.1 2 3 4

Mit einem Angebot von über 150 Monitoren, die verifizierbar HDR-Video (High Dynamic Range)5 bieten, sowie zahlreichen anderen, die mit visuellen HDR-Verbesserungen werben, werden HDR-PC-Monitore gegenwärtig zum Standard. Dazu gehören 4K HDR-Gaming-Monitore.

ASUS, Acer, MSI und AOC haben alle HDR-Gaming-Monitore in ihrem Produktsortiment, neben SDR-Monitoren (Standard Dynamic Range), die noch weit verbreitet sind. Unter den aktuellen HDR-Monitoren für Gamer bieten einige nur kleinere Verbesserungen gegenüber SDR. Andere sind in der Lage, ein echtes HDR-Erlebnis zu vermitteln. Es kann schwer sein, den Unterschied zwischen einem hochwertigen und einem minderwertigen HDR-Monitor zu erkennen, da beide als HDR-fähig angeboten werden.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es wichtig, zu erfahren, was man beim Kauf berücksichtigen muss. Um HDR optimal zu nutzen, muss man sicherstellen, dass der jeweilige Monitor die richtige Kombination von Funktionen bietet.

HDR-Technologien

Was ist HDR überhaupt? Im Grunde bieten HDR-Monitore ein verbessertes Kontrastverhältnis – also mehr Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen. Sie verwenden eine erhöhte Helligkeit und tiefere Schwarzwerte, um dadurch kontrastreichere Bilder zu erzeugen.

Neben verbesserter Helligkeit und Dunkelheit verfügen HDR-Monitore oft auch über fortgeschrittene Farbtechnologien. Monitore mit erhöhter Bittiefe, wie 10-Bit-Farbunterstützung, können eine höhere Anzahl von Farben anzeigen und dadurch einen fließenderen Übergang zwischen Farbtönen ermöglichen.

Eine erhöhte Bittiefe verbessert auch die Farbwiedergabe, um die Effekte des Lichts auf Farben realistischer zu reproduzieren.

Monitore mit einem breiteren Farbraum (Gamut) wiederum können lebhaftere, farbenfrohere Bilder produzieren.

HDR-Setup

HDR-Beleuchtung und Farbtechnologien lassen Spiele einfach besser aussehen. Für das Gaming in HDR benötigt man drei Dinge:

  • Ein Spiel, das HDR unterstützt
  • Einen Computer mit einem Prozessor und einer Grafikkarte, die HDR-Inhalte ausführen können
  • Einen HDR-Monitor

HDR-Spiele

Ein Spiel muss native HDR-Unterstützung bieten, um einen HDR-Gaming-Monitor nutzen zu können. Die meisten vor 2017 veröffentlichten Spiele bieten keine HDR-Unterstützung. Allerdings ist seitdem die Gruppe der HDR-Spiele ständig gewachsen. Zu den Spielen, die HDR6 unterstützen, zählen Far Cry 5, Destiny 2, Battlefield 5, PlayerUnknown’s Battlegrounds und Metro Exodus, um nur einige zu nennen.

HDR-System

Dein System sollte dieser Aufgabe gewachsen sein. Die Hardwareanforderungen für die HDR-Videoausgabe sind relativ bescheiden, und in neuen PCs finden sich häufig HDR-fähige Komponenten. Ein System mit folgender Hardware kann einen 4K HDR-Monitor unterstützen:

  • Ein Intel® Core™ Prozessor der 7. Generation oder neuer7
  • Eine Videokarte der Nvidia* GTX 10-Reihe, Nvidia* RTX 20-Reihe oder eine AMD* der 5er-Reihe, oder besser

Während die Wiedergabe von HDR-Inhalten nicht unbedingt ein leistungsfähiges System erfordert, stellt das Gaming in HDR mehr Anforderungen an dein System. Diese Anforderungen sind für Ultrawide-Bildschirme und Monitore mit höheren Auflösungen wie 1440p oder 4K sogar noch höher.

HDR-Monitor

Zunächst sollte ein HDR-Gaming-Monitor eine Bildfrequenz und eine Reaktionszeit bieten, die du dir für deine Spiele wünschst. (Weitere Hinweise über die Monitortechnologie findest du hier.) Viele HDR-Monitore auf dem Markt verwenden ISP-Displays mit langsameren Reaktionszeiten und niedrigeren Bildfrequenz als TN-Displays, die traditionell für Gaming-Monitore verwendet werden, daher solltest du einen speziell für das Gaming konzipierten HDR-Monitor suchen. HDR-Monitore mit 144-Hz-Bildfrequenz und Reaktionszeiten von 4 ms sind verfügbar, kosten aber mehr.

Ein HDR-Monitor sollte ein HDR-Format unterstützen, wie HDR10, HDR10+, DolbyVision und HLG. Dabei handelt es sich um Codierungsstandards zur Komprimierung und Dekomprimierung der Videodatei, die jeweils bestimmte Vorteile bieten.

Beachte aber, dass Codierungsstandards irreführend sein können. Ein Monitor, der eine Unterstützung für HDR10, HDR10+, DV oder HLG Input anzeigt, garantiert damit weder seine Fähigkeiten noch die tatsächliche Leistung, sondern nur, dass er die HDR-Inhalte erfolgreich in ein Videosignal decodieren kann. Ein Bildschirm muss tatsächlich fähig sein, die HDR-Inhalte zu präsentieren, und viele als HDR-fähig beworbene Monitore schaffen das nicht.

Tipp: Da die meisten HDR-Spiele das HDR10-Format unterstützen, solltest du einen Monitor suchen, der Support für HDR10 bietet.

Du solltest aber nicht nur nach einem Monitor suchen, der ein HDR-Signal empfangen kann, sondern einen mit den geeigneten Hardwarefunktionen wählen. Für die HDR -Ausgabe sollte ein Monitor folgende Hardware-Spezifikationen aufweisen:

  • Maximale Helligkeit: 400 cd/m² oder vorzugsweise höher
  • Schwarzwerte (Pixelabstand): 0,40 mm oder niedriger
  • Farbtiefe: 10-Bit (8+2-Bit)
  • Farbraum: 90 % DCP3-Abdeckung oder höher
  • Lokales Dimmen der Hintergrundbeleuchtung

VESA-Grafikstandards

Die einfachste Möglichkeit, zu bestimmen, ob ein Monitor wirklich HDR-Output erzeugen kann, ist nach dem VESA* DisplayHDR Logo zu suchen. Dieses Logo bestätigt, dass die Spezifikationen des Monitors durch das VESA Display HDR-Programm getestet und verifiziert wurden, den einzigen globalen, offenen Standard für HDR. Das Programm wurde entwickelt, um die auf dem Markt befindlichen stark unterschiedlichen Spezifikationen für HDR-Monitore zu vereinheitlichen.

Das Programm stuft HDR-Monitore in sieben Kategorien ein. Diese werden primär durch die maximale Helligkeit definiert, enthalten aber auch Anforderungen für lokales Dimming, Farbtiefe und Farbraum. Ein Monitor in der ersten Kategorie – DisplayHDR 400 – hat die minimalen Spezifikationen erfüllt, um HDR-Inhalte zu präsentieren, während ein Monitor einer höheren Kategorie über bessere HDR-Fähigkeiten verfügt.

Maximale Helligkeit

Die maximale Helligkeit ermöglicht es, kleine, hervorgehobene Bereiche eines Bildes heller zu machen, ohne die umgebenden Bereiche zu beeinflussen. Beispielsweise könnten einzelne Sterne aufgehellt werden, während der sie umgebende Nachthimmel kohlrabenschwarz bleibt.

Ein Monitor mit 600 cd/m² Spitzenhelligkeit – ein Maß dafür, wie viel Licht vom Bildschirm ausgegeben werden kann – sollte als das Minimum für echtes HDR betrachtet werden. Die meisten HDR-Monitore der Einstiegsebene haben eine Helligkeitsstufe von 400 cd/m². Sie bilden die nächste Stufe nach SDR-Monitoren, die in der Regel eine Helligkeitsstärke von 250 bis 350 cd/m² haben, aber denen es an „lokalen Dimming-Zonen“ mangelt, eine Schlüsselfunktion von hochwertigen HDR-Monitoren.

Das lokale Dimming ermöglicht es der Hintergrundbeleuchtung des Monitors, den Bildschirm in einzelnen Zonen zu dimmen, um den Kontrast zwischen Dunkelheit und Helligkeit in einem Bild zu verbessern. Es ist nicht immer offensichtlich, ob ein Monitor lokales Dimming unterstützt, aber wenn es der Fall ist, dürfte das in den technischen Daten erwähnt werden.

Farbtiefe

Obwohl das irreführend ist, ist ein Monitor mit 8+2-Bit Farbtiefe kein Hinderungsgrund. Fast jeder HDR-Monitor verwendet ein 8-Bit-Panel mit 2-Bit-Dithering, um den höheren Farbwerten der echten 10-Bit-Farbtiefe nahezukommen. Diese Panels werden als 8+2-Bit-Displays bezeichnet.

Obwohl 8+2-Bit-Displays häufig als 10-Bit-Displays vermarktet werden, sind sie nicht mit echten 10-Bit-Displays vergleichbar, die momentan den doppelten oder dreifachen Preis kosten. Allerdings stellen 8+2-Bit-Monitore eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu SDR-Monitoren dar, die normalerweise 6+2-Bit-Displays verwenden. Hier erfährst du mehr über die Farbtiefe.

Abspann: Ein echtes HDR-Gaming-Erlebnis

Mit lebhafter Helligkeit, einem tiefen Schwarz und Schwärmen von Farben kann ein HDR-Gaming-Monitor das visuelle Spielerebnis viel besser darstellen als jeder SDR-Monitor, aber nur wenn er über die richtigen Funktionen und Spezifikationen verfügt. Stelle sicher, dass dein HDR-Monitor ein echtes HDR-Erlebnis bieten kann.

Umfassende Informationen über HDR-Hardwarespezifikationen, einschließlich Farbtiefe, Farbraum, Schwarzwerte und lokale Dimming-Zonen bietet unser umfassender Leitfaden für Gaming-Monitore, der alles behandelt, was du über die Technologie von Gaming-Monitoren wissen musst.

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