The Sinclair bietet erstmals vollständig digitales Hotelerlebnis

Das IoT-Team von Sinclair und Intel entwickelten innovative Technik, um den Geschäftsbetrieb zu transformieren und das Gesamterlebnis für Gäste zu verbessern.

Mit seiner einzigartigen Mischung aus historischem Art-Deco-Design und moderner, datengesteuerter Innovation ist The Sinclair heute das weltweit erste vollständig digitale Hotel – und mit Intels Hilfe gewährt es der Welt einen Blick in die Zukunft des Hotel- und Gastgewerbes. Mit einer Vielzahl neuester Intel® Technik, die den Aufenthalt im Hotel sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeiter zu einem intelligenten und auf ihre Bedürfnisse reagierenden Erlebnis macht, kann The Sinclair gleichzeitig unvergessliche, personalisierte Momente kreieren und verwertbare geschäftliche Erkenntnisse liefern. Von in den Räumen installierten Sensoren, die an die Bewegungen der Gäste angepasst sind, bis hin zur Nutzung von Energiespartechnik anstelle von Heizöl wurde kein Detail außer Acht gelassen. Intel unterstützt The Sinclair dabei, mit kleinen Ideen große Ergebnisse zu erzielen. Denn wenn es um Gastlichkeit geht, zählt jedes Detail.

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Farukh Aslam, CEO und Präsident von Sinclair Holdings, begann mit einer Telekommunikations-Infrastruktur und konzentrierte sich schon auf Voice over IP, als diese Technologie noch in den Kinderschuhen steckte. In jüngster Zeit fokussiert Farukh auf digitale Gebäude und IoT in Gewerbeimmobilien, um die Power-over-Ethernet-Technologie zu nutzen. In diesem Webinar wird Farukh seine Vision für das Hotel, für die Zukunft der Führung von Sinclair Holdings und für die Innovation der Internet-der-Dinge-Technologie bei der Bereitstellung hervorragender Dienste vermitteln. The Sinclair ist das erste Hotel seiner Art, das mit allem verbunden ist, von intelligenten Funktionen und nachhaltigerem und effizienterem Gebäudebetrieb bis hin zu zimmerinternen Umgebungen und personalisierten Erfahrungen für die Hotelgäste, und all das auf Basis innovativer Technologien.

Lesen Sie das Transkript unten:

Mary Killelea: Ich heiße Sie alle willkommen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Customer Spotlight-Serie von Intel. Diese Serie hebt innovative, branchenführende Unternehmen hervor, die mit Hilfe von datenzentrischen Technologien von Intel die digitale Transformation durchlaufen, geschäftliche und technische Herausforderungen behoben und neue Gelegenheiten geschaffen haben. Wir freuen uns, heute Farukh Aslam hier begrüßen zu dürfen, CEO und President von Sinclair Holdings, LLC. Wir wollen uns mit ihm über die digitale Transformation bei Sinclair unterhalten. Moderator ist heute Lucian Fogoros, IoT-Industrie-Influencer und Berater, der mit Unternehmensorganisationen zusammenarbeitet. Lucian, ich übergebe nun an Sie, damit wir mit dem heutigen Gespräch beginnen können.

Lucian Fogoros: Vielen Dank, Mary und Intel, für die Einladung, diese Gesprächsrunde zu moderieren. Ich heiße Lucian und bin Mitgründer von IIoT-World, der ersten digitalen Publikation, die sich ganz auf das industrielle IoT konzentriert. Unsere Mission ist die Entwicklung einer Kultur der Innovation und die Verbindung mit intelligenten, industriellen Technologiezentren und CxO-Entscheidungsträgern. Wir haben heute einen ganz besonderen Gast, Farukh Aslam, CEO und President von Sinclair Holdings. Ich habe Farukh vor Kurzem in Orlando beim Gartner Symposium kennengelernt.

Bevor wir loslegen, möchte ich Ihnen einige Informationen über unseren Redner geben. Er ist Gewerbeimmobilienmakler und Immobilienentwickler mit Sitz in Fort Worth, Texas, und konzentriert sich dabei auf Hotels, Bürogebäude und Luxuswohnungen. Im Jahre 1999 gründete er eine Telekommunikations-Infrastruktur und konzentrierte sich schon auf Voice over IP, als diese Technologie noch in den Kinderschuhen steckte. Damals gründete er ein Unternehmen in Übersee, um Asiens drittgrößtes Glasfasernetz für Privatwohnungen einzurichten. Das Unternehmen hat heute mehr als 800 Mitarbeiter.

In jüngster Zeit fokussiert er auf digitale Gebäude und IoT in Gewerbeimmobilien, um die Power-over-Ethernet-Technologie zu nutzen. Er arbeitet eng mit LG bei der Entwicklung von 55 LED-TV-Geräten und gebäudeinternen Klimaanlagen zusammen, die ebenfalls mit Power over Ethernet oder PoE gespeist werden, sowie an anderen Pilotprojekten wie z. B. motorisierte Fensterrollläden, digitale Spiegel und PoE-Minibars mit einer Vielzahl verschiedener Beleuchtungsdesigns. Außerdem besitzt Farukh die einzige UL-924-zertifizierte Lithium-Ionen-Batterie der Welt, die einen Dieselgenerator für Notfall-Gebäudestromversorgung ersetzt.

Die heutige Sitzung dreht sich um das Sinclair Autograph Hotel. In den nächsten 45 Minuten werden wir einige Einblicke gewinnen, wie die nächste Generation von digitalen Hotels entsteht. Farukh wird seine Vision für das Hotel, für die Zukunft der Führung von Sinclair Holdings und für Innovationen unter Verwendung der IoT-Technologie, oder Internet-der-Dinge-Technologie, bei der Bereitstellung hervorragender Dienste vermitteln. The Sinclair in Fort Worth, Texas, ist das erste Hotel seiner Art, das mit allem verbunden ist, von intelligenten Funktionen und nachhaltigerem und effizienterem Gebäudebetrieb bis hin zu zimmerinternen Umgebungen und personalisierten Erfahrungen für die Hotelgäste, und all das auf Basis innovativer Technologien. Farukh wird sich zur Nutzung der IoT-Technik von Intel bei der Transformation der Betriebsabläufe und des Kundenwerts bei Sinclair äußern.

Herzlich willkommen, Farukh! Können Sie uns etwas zum Sinclair Holding-Hotel sagen? Ich weiß, dass es sich dabei um Ihr Lieblingsprojekt handelt. Wann ging es los, wie hat es begonnen und wo befindet es sich jetzt?

Farukh Aslam: Vielen Dank für Ihre Einführung, Lucian! Das Sinclair-Gebäude wurde 1929 als Bürogebäude in der Innenstadt von Fort Worth gebaut. Damals war es das höchste Gebäude und das erste mit Gebäudeaufzügen sowie Klimaanlage in Fort Worth.

Als ich das Gebäude kaufte, befand sich der Originalaufzug immer noch im Gebäude. Viel davon war modernisiert worden, aber die Originalausrüstung aus dem Aufzugraum war nie entfernt worden. Die Original-Klimaanlagen-Kühleinheit befand sich ebenfalls noch im Keller des Gebäudes, und seit der Originalinstallation waren zwei weitere Kühleinheiten dazugekommen. Es war also ziemlich schön zu sehen, welche Fortschritte wir bei diesen Technologien gemacht haben, sowohl bei Aufzügen als auch Kühlanlagen.

Ich stellte außerdem fest, dass das Gebäude weiterhin seine ursrpüngliche elektrische Schaltanlage nutzte, die Hauptschaltkästen stammten noch von 1929, von Westhinghouse, und das Gebäude verwendete 2013 auch noch seine Original-Infrastruktur. Es war wirklich sehr faszinierend. Wir konnten sie erhalten und in unserem Schaltraum für unsere Lithium-Ionen-Batterie aufbewahren, um die Geschichte des Gebäudes zeigen zu können. Es ist faszinierend, das alles zu sehen. Das ist also der Beginn des Sinclair-Projekts. Wir erwarben das Gebäude 2013 und beschlossen, es in ein Luxus-Boutiquehotel umzuwandeln. Wir sahen uns um und entdeckten Marriott Autograph als angemessenste Marke für unser Projekt, das war der Anfang.

Lucian Fogoros: Vielen Dank für diese Informationen! Man hat also ein 90 Jahre altes Gebäude und beschließt, es zu digitalisieren. Wir wollen nun einige der Herausforderungen, aber auch Chancen ansprechen, die Ihnen zu Beginn der digitalen Transformation dieses Hotels begegneten.

Farukh Aslam: Interessanterweise hatten wir 2013 überhaupt keine Ahnung von Niederspannungs-Infrastruktur. Ich schloss gerade ein Projekt ab, oder vielmehr, hatte gerade mit dem Bau eines anderen Marriott-Hotels von Grund auf begonnen, eines fünfstöckigen Gebäudes 20 Minuten von Downtown Fort Worth. Das war das Leitzielprojekt. Es hatte ein Dimmer-Panel, ein 46-Ohm-Dimmer-Panel. Ende 2015 und Anfang 2016, als wir bereit waren, das Hotel zu eröffnen, funktionierte dieses Panel nicht richtig. Und der Anbieter, in diesem Fall Lutron, war nicht in der Lage, uns bei der Entstörung zu helfen. Das Panel ist immer noch da. Aber es funktioniert nicht. Das war wirklich frustrierend. Wir hatten 100 % LED-Beleuchtung und waren nicht in der Lage, sie designgerecht zu steuern.

Daher meine Motivation, mich nach anderen Optionen umzusehen. Bei diesen Nachforschungen stellte ich fest, dass jede LED-Leuchte weltweit eigentlich ein Niederspannungs-/Niederstromgerät ist. Wir nutzen aber Wechselstrom, um diese Lampen einzuschalten, weil wir in jedem Gebäude eine Wechselstrom-Infrastruktur haben. Niemand stellte dies in Frage und überlegte, warum man diese Wechselstrom-Infrastruktur nicht in eine Niederspannungs-Gleichstrom-Infrastruktur umwandeln sollte. Das war der Beginn unserer Überlegungen.

In der Zwischenzeit wurde das Sinclair als Hotel neu entworfen und bis 2015 war das Design fertig, mit Wechselstrom-Infrastruktur. Und jetzt stoppe ich die Arbeiten erst mal, während ich meine Niederspannungs-Gleistromnachforschungen betreibe, und als Erstes verwendeten wir AC/DC-Transformatoren und wandelten Wechselstrom in 24 Volt Gleichstrom um, und zwar nur mit Abspanntransformatoren. Das war keine so gute Idee, weil wir viele Transformatoren im Gebäude aufstellen mussten und die Beleuchtung immer noch nicht steuern konnten. Mit steuern meine ich, dass wir sie nicht in Zonen dimmen konnten, die gerade nicht belegt waren.

Eines Tages klingelte im Büro mein Telefon und ich blicke auf das Display und es leuchtet auf. Da kam mir der Gedanke, dass die Ethernet-Kabel ja auch Strom führten. Und natürlich war das 1999 so richtig mitten in der VOIP-Phase. Ich war also recht gut mit der Technologie vertraut. Ich googelte also nach „Verwendet jemand PoE-Strom für die Beleuchtung?“ Ich fand, dass Cisco mit PoE-Strom für die Beleuchtung experimentierte.

Ich wandte mich an Cisco. Das war im Sommer 2016. Bis Ende 2016 hatte das mir benachbarte Bürogebäude, das Nachbargebäude des Sinclair, bereits auf drei Stockwerken LED-Beleuchtung installiert, die mit PoE-Strom versorgt wurde. Das waren so um die 2800 Quadratmeter. Heute ist der Drogeriemarkt CVS der Anker-Einzelhändlermieter auf zwei Stockwerken, die mit PoE-Strom versorgt werden sowie mit digitaler Elektrizität, zu der ich später Weiteres sagen werde.

Im Herbst 2016 lernten wir also sehr viel dazu und entschlossen uns, das bei unserem Sinclair-Projekt ebenfalls auszuprobieren. In der Zwischenzeit hatten wir Kostenvoranschläge für den Ausbau des Sinclair mit Wechselstrom-Beleuchtungssystem erhalten. Als mich die Leute nach der Kapitalrendite fragten, und ob mehr Geld in diese PoE-Infrastruktur investiert werden müsste, war meine Antwort nein, denn ich hatte beide Zahlen zur Hand. Die für ein Wechselstromgebäude, und dann wurden wir spezifischer und weiteten Niederspannungs-Gleichstrom auf außerhalb des Beleuchtungssystems aus. Wir haben über 750 Fensterrollläden und Vorhänge. All diese Motoren werden jetzt mit PoE-Strom betrieben. Wir haben Minibars. Jedes Gästezimmer hat eine Minibar. Wir haben 164 Gästezimmer. Auch die verwenden alle PoE-Strom. Wir haben ausgefeilte Badezimmerspiegel mit Infotainment-System. Darauf können Sie Ihr Fernsehprogramm ansehen. Sie können aber auch Informationen anzeigen, wirklich coole Sache! All das wird mit PoE-Strom betrieben. Wir lernten so schnell dazu, dass wir uns mit den LG-Ingenieuren in Korea trafen.

Ich war in den letzten vier Jahren mehrmals in Seoul. Wir vereinbarten, in Zukunft als nächstes Projekt LED-TV-Geräte von bis zu 55 Zoll Größe herzustellen, die mit PoE-Strom betrieben werden, sowie Klimaanlagen. VRF-Klimaanlagen. Das Innenmodul in einem Gästezimmer oder in der Lobby und an anderen öffentlichen Orten kann mit PoE-Strom betrieben werden. Daran arbeiten wir mit ihnen, und wir machen auch in diesem Bereich tolle Fortschritte.

Lucian Fogoros: Vielen Dank für diese Informationen, Farukh. Das sind tolle Einblicke für alle, die im Gastgewerbe in die digitale Transformation einsteigen möchten. Wir wollen uns nun über einige der Technologien unterhalten, die zur Lösung des Problems eingesetzt wurden, vielleicht einige Datenanalysen oder ortsbasierte, personalisierte Gästebenachrichtigung. Falls Sie ins Detail gehen könnten.

Farukh Aslam: Aber sicher! Wir generieren natürlich sehr viele Daten. Wenn ein Gerät mittels PoE-Strom mit einem Endpunkt verbunden wird, versorgt man das Gerät oder den Endpunkt nicht nur mit Strom, sondern tauscht auch Daten aus. Dadurch erhalten wir Echtzeit-Informationen über den Stromverbrauch. Wir können dem Licht sagen, dass es dunkler werden soll. Wir können das Licht anweisen, heller zu leuchten. Je nach Programmierung können wir die Farbe des Lichts ändern. Das ist sehr faszinierend. Ich hatte im Frühsommer mehrere US-Bundesbehörden als Gäste in meinem Büro. Beamte von der GSA, dem US-Energieministerium und den vier nationalen US-Laboren. Ich glaube, es war für sie sehr faszinierend, unsere Ergebnisse beobachten zu können.

Eines der Nebenprodukte der Nutzung dieser Technologie in unserem Nachbargebäude ist, dass wir Stromeinsparungen von bis zu 40 % verzeichnen. Das wissen wir, weil uns das Gebäude seit mehr als 20 Jahren gehört. Wir haben also Verlaufsdaten zum Stromverbrauch nach Monat und konnten einen Vergleich anstellen. Dies ist das Ergebnis der Kombination von LED-Beleuchtung sowie Klimaanlage. Wir entfernten unsere Kühlaggregat-basierten Einheiten und ersetzen sie mit VRF-Klimaanlagen, die äußerst energieeffizient sind. Das sind einige der Lektionen, die wir gelernt haben.

Zu den Daten: Bei all diesen Daten, die wir generieren, hilft uns Intel jetzt zu lernen, wie wir KI für deren Verarbeitung einsetzen können. Denn um KI in unser Gewerbeimmobilienprojekt zu integrieren, benötigen wir sehr viele Daten. Das ist ein weiteres Nebenprodukt, das wir jetzt sehen. Mit all diesen Daten und mithilfe von KI können wir ein neues BMS oder Gebäudemanagementsystem programmieren, oder wir benutzen auch den Begriff digitaler Zwilling. Ein völlig neues, IP-basiertes System, das all diese Daten verarbeitet und basierend auf dem Raum dann beginnt zu agieren. Falls es ein leerer Raum ist, der noch unbelegt ist, können die Lichter ausgeschaltet werden und die Klimaanlagen-Temperatur kann im Sommer steigen oder im Winter fallen, um Strom zu sparen. Wir hoffen, dass wir dazu jetzt in der Lage sein werden.

Lucian Fogoros: Vielen Dank! 40 % Energieeinsparung – wie viel mehr Kapitalrendite kann da jemand noch verlangen? Danke für die Einblicke und auch die Informationen zu den staatlichen Behörden sowie zur Roadmap für die Technologie.

Können Sie uns jetzt etwas über Ihre Beziehung mit Intel und vielleicht einigen der Intel Partner wie Cisco sagen, die Ihnen bei der Lösung geholfen haben? Und vielleicht zum Wert dieser Partnerschaft?

Farukh Aslam: Wir wandten uns vor ca. zwei Jahren an Intel. Vor genau zwei Jahren, im Januar 2018. Wir unterhielten uns mit ihnen über Standortanalytik. Intel brachte SaaS und die Meraki Division von Cisco ins Spiel. Wir haben überall im Gebäude mehr als 200 Cisco-Access Points installiert. Das bedeutet einen in jedem Gästezimmer. In unserem öffentlichen Bereich befinden sich mehrere. Mit SaaS und der Partnerschaft mit Intel sind wir jetzt in der Lage, Gäste in verschiedenen Bereichen zu identifizieren; ich möchte das Wort „registrierte Gäste“ benutzen. Falls Ihr Handy eingeschaltet ist und Sie es bei sich führen, können wir Sie im Gebäudebereich identifizieren. Wenn Sie in unsere Bar kommen, können wir eine Push-Nachricht senden, um Sie dort zu begrüßen, und Ihnen z. B. ein Getränkesonderangebot anbieten. Wir können uns daran erinnern, was Sie bestellt haben. Beim nächsten Mal können wir Ihnen dann z. B. einen Rabatt von 2 Dollar auf einen Martini anbieten, weil sie den beim letzten Mal bestellt haben. Intel war dadurch zum ersten Mal mit uns an einem Marriott-Hotel beteiligt. Wir freuen uns, das auszuprobieren, um das Gästeerlebnis zu verbessern. Meine gesamte Geschäftsphilosophie in diesem Hotel besteht darin, das Gästeerlebnis zu verbessern und Gäste zu beeindrucken.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Vielen Dank für diese interessanten Einblicke! Neben Menschen, die auf Technologie vertrauen, scheinen auch Partnerschaften für diese Entwicklung von Bedeutung zu sein. Ausgehend von der Art von Technologie, die Sie einsetzen, wie eröffnen diese Verbesserungen und Fortschritte in Zukunft neue Möglichkeiten? Und wie kann Sinclair KI und Analytik nutzen, um das Kundenerlebnis zu verbessern? Sie haben den reduzierten Getränkepreis angesprochen, aber wie kann die operative Effizienz verbessert werden?

Farukh Aslam: Mir wurde in einer Konferenz von jemandem von Marriott gesagt, dass einer internen Studie zufolge 30 % der Fläche in einem Hotel unbenutzt ist. Das könnten Konferenzzimmer oder große Säle sein oder auch für Gäste unzugängliche Bereiche, wo die Lichter eingeschaltet sind und die Klimaanlage läuft. Mithilfe unserer jetzigen Infrastruktur, und wir haben auch ein Bluetooth-Netz im gesamten Gebäude eingerichtet. Jedes Gästezimmer, öffentliche Bereiche, die alle mit unserer PoE-Infrastruktur verbunden sind. Das Tolle daran ist, dass wir erfahren, dass unsere jetzige Installation wie ein Weihnachtsbaum ist. Wir können ihn schmücken und die Lichter einschalten.

Die PoE-Infrastruktur ist also unsere Kern-Infrastruktur. Wir haben jetzt Treiber, mit denen die Beleuchtung gesteuert wird, können aber auch Sensoren anschließen. Bei den Bluetooth-Sensoren handelt es sich eine Gruppe von Sensoren, die wir jetzt bereitstellen. Wir haben jetzt ein Bluetooth-Netz in jedem Gästezimmer und im öffentlichen Bereich. Geht ein Gast in den Netzbereich, hilft uns das zu identifizieren, ob der Raum belegt ist. Das Hauswirtschaftspersonal muss also nicht an Ihrer Tür klopfen, um festzustellen, ob Sie gerade auf dem Zimmer sind. Es erkennt dann im System, dass jemand im Zimmer ist, und geht dann nicht rein, sondern kommt später wieder. Wenn niemand mehr im Zimmer ist. Es klopft dann lediglich kurz an der Tür, um zu schauen, ob Sie wirklich nicht da sind. Dann kann das Zimmer gereinigt werden.

Auf ähnliche Weise kann diese Technologie Menschen zählen. Wir können zählen, wie viele Personen ein Konferenzzimmer nutzen und wie oft es verwendet wird. All die von uns generierten Daten helfen uns zu ermitteln, dass dieses Konferenzzimmer z. B. nur zweimal in der Woche von dieser bis zu jener Zeit genutzt wird und nur sechs Leute anwesend sind. Anhand dessen können wir die Klimaanlage optimal einstellen, um Energiekosten zu sparen.

Mit PoE-Strom können wir auch messen, wie viele Einheiten von jedem Gerät, jeder Lampe, jedem Fernseher und jeder Klimaanlage verbraucht werden. Wir können also berechnen, wie viel Strom wir sparen. Wir können eine konkrete Zahl angeben: Wir sparen soundsoviel durch das Dimmen dieser Lampen oder durch das Einstellen dieser Klimaanlage auf eine höhere Temperatur im Sommer. Wenn wir von 22 auf 25 Grad umschalten, sparen wir eine ganze Menge Strom.

Wenn dann jemand den jeweiligen Bereich betritt, können wir schnell wieder auf 22 Grad reduzieren, das dauert zwischen sechs und acht Minuten. Man muss also nicht 25 Grad ertragen. Das fühlt sich warm an. Aber schon in wenigen Minuten wird die Temperatur gesenkt. Die Energieeinsparungen sind aber beträchtlich.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Tolle Beispiele, wie KI und Analytik das Kundenerlebnis verbessern und einen effizienteren Betrieb ermöglichen! Daher möchte ich auf unsere letzte Frage eingehen, bevor wir unserem Publikum die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Was steht für Sinclair-Immobilien als Nächstes an?

Farukh Aslam: Wissen Sie, ich stelle mir die aktuelle Phase als Phase 1 vor, wir haben alles installiert und das Hotel wurde eröffnet und kann gebucht werden. In Phase 2 werden wir all die Daten verarbeiten und einen digitalen Zwilling erstellen. Intel hilft uns auch bei der Schulung unserer Leute in KI. Mithilfe der Intel und SaaS-Partner werden wir Programmcode schreiben und ein völlig neues BMS auf IP-Basis entwickeln. Wir stellen uns ein sehr einfaches, IP-basiertes System vor, das dann die verschiedenen Zonen usw. steuert und reguliert. Man muss zunächst die Infrastruktur installiert haben, um sie dann steuern zu können. Phase 1 ist also mit dem Ende der Installationsarbeiten abgeschlossen. In Phase 2 werden jetzt all diese Geräte miteinander und der Software verbunden, um die von uns generierten Daten zu verarbeiten.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Können Sie vielleicht etwas mehr zum digitalen Zwilling sagen? Ich möchte sicherstellen, dass ich verstanden habe, welche Rolle Echtzeitdaten für die Simulation und Herstellung eines digitalen Zwillings spielen. Können Sie das etwas genauer ausführen?

Farukh Aslam: Der digitale Zwilling ist ein bei der Erstellung eines BMS verwendeter Begriff. Früher sprachen wir von BMS, Building Management System oder Gebäudemanagementsystem. Jetzt hat z. B. jede von uns installierte Technologie ihre eigene API. Die LG-Klimaanlage zum Beispiel hat ein Energiemanagementsystem auf dem neuesten Stand der Technik. LG nennt das AC Smart. Meine Beleuchtungssteuerung funktioniert ähnlich. Ich verwende ein Steuersystem auf dem neuesten Stand der Technik, um all meine Beleuchtung und alles was dazugehört zu regulieren.

Der Kern von all dem ist eine Technologie, die wir einsetzen: Digitale Elektrizität. Auf einer der vorherigen Folien war ein Rack mit Board-Servern zu sehen, das ist digitale Elektrizität. Sie wandeln Wechselstrom in Gleichstrom um und leiten ihn dann in Form von Energiepaketen von Punkt A zu Punkt B. Dabei handelt es sich dann um Strom der Klasse 2. Man muss kein Elektriker sein, um das installieren zu können. Auf der Rückseite des Board-Servers befindet sich der Wechselstromeingang. An der Vorderseite hat man dann Strom der Klasse 2. Meine Niederspannungstechniker können dann Leiter mit dem Board-Server verbinden und zu den Gästezimmern verlegen. Wir verlegen also ein Lautsprecher- oder ein 18-2- oder 18-Gauge-Kabel zu jedem Hotelzimmer. Das ist das Rückgrat unserer Infrastruktur im Sinclair.

All diese Technologien verfügen über ihre eigenen, modernsten Management-Tools. Ein digitaler Zwilling besteht darin, all diese Management-Tools zu vereinen, wir nennen das gemeinsame Klasse oder „Common Class“, auf einem zentralen Bildschirm, auf dem ich alles eingeben und verwalten kann. Wenn ich eine Änderung vornehme, wird dies auf all diesen verschiedenen Ebenen und unterschiedlichen Systemen wiedergegeben. Das ist unser Ziel.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Eine Frage, die sich stellt, ist, wie wichtig ist die Servergeschwindigkeit und -leistung für Ihren Betrieb, und warum ist das so?

Farukh Aslam: Da Echtzeitdaten generiert werden, und zwar in riesigem Umfang, ist eine schnelle Verarbeitung unabdingbar. Um nur ein Beispiel zum Bluetooth-Netzwerk zu nennen: Wird dieses Bluetooth-Netzwerk gestört, erzeugen wir Daten, wie es gestört wurde. Diese müssen dann mit den gespeicherten Daten verglichen werden. In dieser Datei könnten 100 verschiedene Datenobjekte gespeichert sein. Wir müssen diese Störung also sofort mit dem Inhalt unserer Bibliothek vergleichen, um feststellen zu können: „OK. Das haben wir bereits gespeichert. Wenn jemand durch dieses Netz schreitet, ist das ein Störungsmuster.“ Wir bringen diese neue Störung mit allen von uns gespeicherten Störungsmustern in Einklang und können das abstimmen und dann entscheiden, „OK, ein Mensch hat diesen Bereich gerade betreten.“

Sie können sich jetzt vorstellen, wie schnell diese Verarbeitung stattfinden muss. Wenn Sie den Bereich betreten, möchte ich sofort die Beleuchtung einschalten, weil ich feststelle, dass jemand den Bereich betreten hat. Es darf keine Verzögerung um zwei Sekunden geben, um diese Informationen zu verarbeiten, bevor die Lichter eingeschaltet werden. Für das nackte Auge sollte es also nicht möglich sein, festzustellen, dass man drei, vier Schritte in einen Raum oder Bereich gegangen ist, bevor die Beleuchtung angeht. Das sollte vielmehr sofort erfolgen. Wenn Sie den ersten Schritt durch die Tür machen, müssen die Lichter angehen. Wir testen das und es funktioniert wirklich ganz hervorragend. Wir platzierten Intel® NUCs mit Vierkern-Prozessoren mit einem Terabyte Datenspeicher und 32 GB RAM strategisch in unserem Gebäude, um Daten zu erfassen und sie auf all diesen [Intel®] NUCs zu verarbeiten.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Um für Zuhörer mehr ins Detail zu gehen, die an den [Intel] NUCs interessiert sind, was genau ist das? Vielleicht können Sie etwas Genaueres dazu sagen.

Farukh Aslam: Sie sind faszinierend: handflächengroße Server. Sie haben so viel Leistung, dass man vor ein paar Jahren dafür einen brandneuen, rackmontierten Server benötigt hätte. Unsere entstanden in Zusammenarbeit mit Intel, um die PoE-Stromversorgung ebenfalls zu unterstützen. Im Prinzip also ein Prozessor mit vier Kernen, der 30 Watt Strom verbraucht. Das könnte ein [Intel®] Core™ i7 Prozessor mit vier Kernen und 32 GB RAM sein. Ich glaube, die gibt es bis zu 2 Terabyte Speicherkapazität. Ich verwende welche mit 1 Terabyte Datenspeicher. Vor Kurzem erhielt ich meinen ersten [Intel] NUC, der keinen Lüfter verwendet. Er hat unten einen Wärmeableiter. Er kann sich also in einem Raum befinden und erzeugt keinerlei Lüftergeräusche.

Wirklich bemerkenswert! Lüfterlos bedeutet auch, dass der Stromverbrauch weiter sinkt. Ich hoffe, er liegt unter 25 Watt. Vor fünf Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, einen Server mit dieser Geschwindigkeit zu verwenden, der weniger als 25 Watt Strom verbraucht.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Vielen Dank! Sie haben von Ihren Gästen gesprochen. Aus Datenschutzgründen müssen sie all dem zustimmen, damit Sie all diese Dinge verfolgen können. Was ist mit Gästen, die dabei nicht mitmachen? Wie funktioniert Ihr System, wenn die Gäste sich nicht für das Programm registrieren?

Farukh Aslam: Wenn wir Ihnen die erste Nachricht senden, um Sie zu begrüßen, haben Sie auch eine Opt-out-Option. Sie können durch einfachen Klick per Opt-out aussteigen und wir werden Sie nicht mehr damit stören.

Natürlich generieren wir trotzdem Daten. Wenn Sie heute in Einzelhandelsgeschäfte gehen, werden Sie ebenfalls erfasst. Diese Technologie gibt es schon seit einigen Jahren. Ihre Handy-ID kann abgelesen und Ihre Handynummer mit der eines registrierten Gastes oder Einkäufers im Lebensmittelgeschäft oder Baumarkt in Verbindung gebracht werden. Solche Daten werden also bereits erfasst. Man sitzt mit 60.000 anderen Leuten im Sportstadium und die lesen Ihre Handynummer ab, falls es eingeschaltet ist, und Sie erhalten lokale Werbeanzeigen. Vielleicht hat ja jemand ein besonderes Angebot auf der Mittagskarte anzukündigen.

Lucian Fogoros: Vielen Dank! Diese transformierende Technologie und Anwendung wird also im Gastgewerbe genutzt. Sie haben uns hier ganz viel Interessantes gezeigt. Welche andere Branche könnte Ihrer Meinung nach von den gleichen Technologien und Innovationen profitieren?

Farukh Aslam: Gnowbe hat gerade die digitale Elektrizitätskomponente getestet, das war sehr faszinierend. Wir arbeiteten zusammen und jetzt können sie auch Daten zu Ihrem Energiepaket hinzufügen. Das ist also auch eine PoE-Strom-Funktion. D. h. ich kann ein Ethernetkabel benutzen, um digitale Elektrizität von Punkt A zu Punkt B zu leiten. Das ist im Grunde 336-Board-DC-Strom, der in Paketform von Punkt A zu Punkt B geleitet wird. Wir nennen das auch Impulsstrom. In einer Minute konnten sie 700 Pakete versenden. Am anderen Ende nimmt ein Empfänger diese Pakete entgegen und liefert konstanten Gleichstrom, und zwar sofort. Wir haben auch schon Küchengeräte erfolgreich getestet, bislang glaube ich haben wir das mit 17 LG-Geräten gemacht. Dazu zählen Ihre Geschirrspülmaschine, Ihre Mikrowelle, der Kühlschrank, Herd, Waschmaschine/Trockner, Sie wissen schon, ganz normale Haushaltsgeräte. Wir können sie mit digitaler Elektrizität oder DE versorgen.

DE kann dann bei Klasse-2-Strom mit „Wie Niederspannung eingestuft“ werben. Wir können also diese Geräte mit Strom versorgen und ich hoffe, dass irgendwann in Wohnungen oder Gebäuden gar kein Wechselstrom mehr benötigt wird. Und „irgendwann“ könnte wirklich bereits das Ende dieses Jahres oder den Anfang des nächsten bedeuten. So bald schon. Denn das geschieht bereits jetzt. Diese Geräte durchlaufen seit sechs Monaten die Testphase, und die Ergebnisse sind ganz ausgezeichnet. Erstens ist die elektrische Installation viel sicherer. Zweitens führt es zu noch mehr Energieeinsparungen. Wir können ein sehr energieeffizientes Gerät nehmen, das normalerweise als „Wechselrichterbasierte Technologie“ gekennzeichnet ist und Strom mit DE verwendet, was dann zu mehr Energieeinsparungen führt.

Lucian Fogoros: Vielen Dank! Noch eine Frage: Was hat Sie dazu gebracht, so sehr auf erneuerbare Energien zu setzen, Farukh?

Farukh Aslam: Ich bin ein großer Fan von Elon Musk und Tesla. Nachhaltigkeit war eine seiner Hauptmotivationen, als er Anfang der 2000er Jahre in dieses Geschäft einstieg. Ehrlich gesagt bin ich fest davon überzeugt, dass wir unseren Planeten kommenden Generationen in einem guten Zustand hinterlassen sollten. In unserem Alltagsleben gibt es ganz viel Innovation, von Smartphones über alle möglichen Geräte bis hin zu Elektroautos. Ich bin stolz darauf, dass ich jetzt meinen ersten Tesla bestellt habe.

Die neue Generation der Millenials ist auf jeden Fall viel umweltbewusster. Nachhaltig zu leben ist Millenials sehr wichtig. Wir haben hier direkt eine Lösung, die unsere Welt umweltfreundlicher machen kann. Technologien wie diese, DE ist Gleichstrom. Wir können Solarzellen verwenden, um 48 Volt Gleichstrom zu erzeugen, und diese Energie z. B. in wandmontierten Batterien in einem Haus speichern. Dann verwenden wir DE, die eine Eingangsspannung von 48 Volt in diesen Batterien in 336 Volt intern umwandelt und die Geräte in Ihrem Haus speist.

Wir müssen also keine neue Reihe von Geräten entwickeln. Bei diesem Prozess haben wir all diese Verluste eingespart. Heutzutage haben die Leute Solarzellen auf dem Dach, aber der damit erzeugte Strom wird mit Invertern in Wechselstrom umgewandelt. Durch die Umwandlung entsteht ein Energieverlust von 13 bis 15 % in Form von Abwärme. Durch die Erzeugung von Gleichstrom mit erneuerbarer Energie vermeiden wir diese Verluste und leiten und speichern Gleichstrom, ohne ihn in Wechselstrom umwandeln zu müssen.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Haben Sie sonst noch Anmerkungen, Farukh, oder etwas Besonderes, das Sie dem Publikum mit auf den Heimweg geben möchten?

Farukh Aslam: Wie ich bereits gesagt habe, geben wir dieses Wissen an die US-Bundesregierung weiter. Wir arbeiten offiziell mit drei staatlichen Laboren zusammen: Lawrence Berkeley Lab, NREL (National Renewable Energy Labs) und MNCEE (Minnesota Center of Energy Excellence). Diese Labore werden alle vom US-Energieministerium betrieben.

Wir teilen unsere Stromverbrauchsdaten in Echtzeit mit ihnen und sie erstellen ein Whitepaper mit ihren Ergebnissen. Dadurch wird offiziell bestätigt, was wir in der Praxis beobachten konnten. Dies wird bestätigt und dann veröffentlicht. Ich weiß, dass die US-General Services Administration sehr an dieser Technologie interessiert ist, doch erfordert sie, dass diese Labore den Anspruch bestätigen, dass damit Energie gespart wird und die Technologie zuverlässig und sehr sicher ist. Die Regierung kann diese Technologien dann in staatlichen Gebäuden anwenden.

Die General Services Administration ist nämlich der größte Immobilieneigentümer der Welt. Ihr gehören Immobilien auf der ganzen Welt. Jede US-Botschaft ist eine ihrer Immobilien. Das Weiße Haus gehört der GSA. Alles Mögliche gehört der GSA.

Lucian Fogoros: Ja. Sollten wir ein Benchmarking für diese Energieeinsparungen erwarten, wenn die Labors ihre Zahlen bekanntgeben?

Farukh Aslam: Aber sicher! Ein weiterer Punkt, bei dem ich im vergangenen Jahr viel dazugelernt habe, ist die Effizienz von LED-Beleuchtung, die inzwischen wirklich rapide gestiegen ist. Leider sind die für uns in Katalogen und Einzelhandelsgeschäften erhältlichen Lampen nicht gerade besonders energieeffizient. 2016 bot die energieeffizienteste LED 135 Lumen pro Watt. Im Januar 2019, also vor einem Jahr, testeten wir LEDs mit 220 Lumen pro Watt. Und ich glaube, dieser Wert wurde inzwischen überschritten. Wir erwarten, unsere bestehenden LEDs in den nächsten Jahren durch LEDs viel höherer Effizienz zu ersetzen und dadurch den Energieverbrauch in Gebäuden weiter zu verringern.

Und wir arbeiten auch noch an einigen anderen Dingen. Wir testen jetzt 4500-Nanometer-Leuchten, LED-Leuchten, die sich als Desinfektionsgeräte erwiesen haben. Das ist blaues Licht. Nicht Infrarot. Blaues Licht. Wenn ein Gast nicht im Badezimmer ist oder sein Zimmer verlassen hat, wird automatisch dieses blaue Licht aktiviert und das Bad desinfiziert. Solche Leuchten könnten unter Küchenanrichten angebracht werden. Oder in Fitnessstudios. Oder Krankenhäusern. Sobald ich in den nächsten Wochen mit dem Sinclair-Projekt fertig bin, werde ich mit der Entwicklung von Lampen mit integrierten 4500-Nanometer-LEDs als Desinfektionsgeräte beginnen. Wir nutzen also Technologie, um eine Küche in einem Restaurant oder z. B. öffentliche Toiletten hygienisch zu machen, sauber und sicher.

Lucian Fogoros: Ich verstehe. Ihre Anmerkungen zur schnellen Entwicklung der LEDs hat Echo gefunden. Ich erinnere mich daran, was Dr. Peter Diamandis zur Entwicklung der LED gesagt hat, dass damit der Hunger auf der Welt behoben werden könnte, weil Pflanzen 350 Mal schneller wachsen können. Irgendeine Idee, wie weit wir davon entfernt sind, in einem Hotel zu sitzen und vielleicht Pflanzen anbauen?

Farukh Aslam: Ich weiß nicht. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass LED-Technologie einfach erstaunlich ist. Die Entwicklung macht sehr rasante Fortschritte, und LEDs werden immer energieeffizienter. Je mehr wir uns darin vertiefen, desto faszinierender wird dieses Thema. Ich weiß, dass digitale Elektrizität und LEDs umfassend in der Hydrokultur eingesetzt werden, also beim Anbau in Innenräumen, Sie haben bestimmt schon gehört, dass das ein Trend ist. Alte Lagerhäuser am Stadtrand überall in den USA, vor allem an der Ostküste, werden in Innengewächshäuser umgewandelt. Dort wird Gemüse in Innenräumen angebaut, und es wächst dreimal so schnell bei 90 % weniger Wasserverbrauch, indem Tageslicht mithilfe von LEDs hoher Leuchtkraft simuliert wird. Digitale Elektrizität spielt dabei eine wichtige Rolle. Und auch Klimaanlagen werden umfassend eingesetzt. Es ist faszinierend zu beobachten, dass uns nicht der Platz zum Anbau von Nutzpflanzen ausgehen wird. Wir können sie jetzt in Innenräumen und sogar vertikal anbauen. Das ist ein beachtlicher technischer Fortschritt in den vergangenen Jahren.

Lucian Fogoros: Vielen Dank, Farukh Aslam, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben und uns über die digitalen Hotels und KI und Analytik zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und der Effizienz bei nachhaltigen Operationen informiert haben. Und für die wirklich interessanten Einblicke zur Rolle von Intel als vertrauenswürdiger Berater bei der digitalen Transformation des ersten vollständig digitalen Hotels! Verfolgen Sie auch unsere anderen informativen Webcasts von Intel. Dies schließt unser Programm für heute ab.

Mary Killelea: Nochmal vielen Dank an alle Teilnehmer! Bitte achten Sie auf weitere interessante, kommende Customer Spotlights, in denen datenzentrische Innovationen vorgestellt werden.

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