Von Intel getriebene AI hilft beim Auffinden vermisster Kinder

Das Wichtigste im Überblick

  • Internet-Serviceprovider können Fälle von verdächtigen Online-Aktivitäten erfassen, die auf Kinderausbeutung verweisen

  • Jedes Jahr werden Millionen dieser Cybertipps einer Organisation zugestellt, die sich mit der Rettung vermisster und ausgebeuteter Kinder befasst

  • Fortschrittliche Analyse und künstliche Intelligenz können Analysten bei der Verarbeitung dieser Hinweise unterstützen, damit sie schneller an die richtigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden können

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Im vorigen Jahr berichtete der FBI 465.676 Einträge zu vermissten Kindern in den USA1. Viele dieser Kinder sind Ausreißer, entweder von Zuhause oder aus der Betreuung durch einen Sozialdienst.

Eine gemeinnützige Organisation fungiert als Clearingstelle für wichtige Informationen, die zum Auffinden dieser Kinder beitragen können2. Wenn Anbieter von elektronischen Diensten verdächtige Aktivitäten erfassen, die möglicherweise Anhaltspunkte zum Verbleib eines vermissten Kinds geben, leiten sie den Hinweis an die Organisation weiter. Dort versuchen Analysten, den Aufenthaltsort des mutmaßlichen Täters ausfindig zu machen, und stellen diese Informationen dann so schnell wie möglich der richtigen Strafverfolgungsbehörde zu.

Das Volumen von Hinweisen ist riesig. Im vorigen Jahr erhielt die Organisation 8,2 Millionen Hinweise, die durch ein Team von nur 25 Analysten priorisiert und überprüft wurden. Manche Hinweise stammen von der Identifizierung kinderpornographischer Bilder, die mithilfe der Hashing genannten Technik gekennzeichnet wurden. Diese Tags ermöglichen es dann, illegale Bilder zu verfolgen, die online zwischen Pädophilen ausgetauscht werden.

Damit dieses Problem beseitigt werden kann, liefert Intel eine hohe Rechenleistung, die das Analysieren der Hinweise effizienter und ihre Verwaltung einfacher macht. Bob Rogers, Intels Chief Data Scientist, leitet dieses Bestreben.

Rogers erklärte, wie Intel fortschrittliche Technologie dazu einsetzt, beim Auffinden vermisster und ausgebeuteter Kinder zu helfen.

Bob Rogers: „Wir entwickelten eine Unternehmensdatenstrategie, die es der Organisation ermöglichte, buchstäblich Hunderte von Datenbanken und Datenquellen zu integrieren. Wir modernisierten ihre IT-Infrastruktur mit einer neuen Architektur und neue Hardware wird die Organisation bei der Verarbeitung von Cybertipps unterstützen. Wir konnten ihre Fähigkeit, eine roten Markierung in einem Bild zu erfassen, um das 70-Fache beschleunigen.“

Frage: Die Organisation erhält jeden Tag eine unglaubliche Anzahl von Hinweisen und es wird erwartet, dass dieses Volumen weiter wächst. Was ist für die wachsende Zahl verantwortlich?

Bob Rogers: „Die Zahlen erhöhen sich drastisch, weil sie von der innovativen Technik getrieben werden. Anbieter elektronischer Dienste setzen AI in größerem Umfang zur Bestimmung von verdächtigem Verhalten ein, beispielsweise das Chat-Protokoll zwischen einem Erwachsenen und einer minderjährigen Person mit explizit sexuellem Inhalt. Zwar wird AI bereits zur Erkennung von Kinderpornographie eingesetzt, doch ist dieser Anwendungsbereich noch sehr primitiv. Wir hoffen, die Organisation in Zukunft beim Ausrichten eines Innovationslabors zu unterstützen, in dem Technologieunternehmen neue AI-Tools zur Identifizierung von Kinderpornographie entwickeln können. Darüber hinaus wird eine Koalition von Online-Serviceprovidern ständig besser beim Bündeln ihrer Ressourcen, sodass Hinweise die Organisation schneller erreichen. Sie werfen ein breiteres und engmaschigeres Netz häufiger aus.“

„In dieses Modell haben wir Hunderttausende von Fällen aus der Vergangenheit eingebracht, die Analysten bereits analysiert haben, und verwenden diese als Schulungsdaten zur Erstellung eines Modells, das dem Bericht Daten wie IP-Adressen, Telefonnummern und Text entnehmen kann, um den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen zu bestimmen.“


– Bob Rogers,
Chief Data Scientist, Intel

Frage: Welche neuen technischen Hilfsmittel sind für die Organisation in Vorbereitung?

Bob Rogers: „Das Hauptziel der Organisation besteht darin, die richtigen Informationen der zuständigen Behörde zu übergeben. Bisher erfolgte das auf manuellem Wege. Deshalb haben wir zunächst ein grundlegendes Modell von maschinellem Lernen erstellt und sind jetzt mit der Erstellung eines Modells befasst, das vorhersagen kann, an welche Behörde der Bericht gesendet werden soll. In dieses Modell haben wir Hunderttausende von Fällen aus der Vergangenheit eingebracht, die Analysten bereits analysiert haben, und verwenden diese als Schulungsdaten zur Erstellung eines Modells, das dem Bericht Daten wie IP-Adressen, Telefonnummern und Text entnehmen kann, um den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen zu bestimmen.“

Künstliche Intelligenz hat sich dem Kampf gegen die Kinderausbeutung um keine Minute zu früh angeschlossen. Laut Rogers wird die Organisation in diesem Jahr voraussichtlich 15 Millionen Hinweise erhalten.

Produkt- und Leistungsinformationen

22016 erhielt eine gemeinnützige Organisation 8,2 Millionen Hinweise, die durch ein Team von nur 25 Analysten priorisiert und überprüft wurden: https://www.missingkids.org/keyfacts