Teaming mit Intel® Erweiterten Netzwerkleistungen

Dokumentation

Installation und Setup

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08.04.2019

Das Adapter-Teaming mit den Intel® Erweiterten Netzwerkleistungen verwendet einen zwischengeschalteten Treiber zur Gruppierung von mehreren physischen Ports. Sie können Teaming verwenden, um Funktionen für die Fehlertoleranz, den Lastenausgleich und die Link-Aggregation zu einer Port-Gruppe hinzuzufügen.

Hinweis
  • Die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen werden unter Windows Server 2016* nicht unterstützt. Microsoft Windows Server 2012 R2* ist die letzte Windows-Server-Betriebssystem-Version, die die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen unterstützt.
  • Falls Sie Windows® 10 Creators Update (RS2) ausführen und die Intel LAN-Software-Version v22.1 oder v22.2 verwenden, dann funktionieren die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen erst, wenn Sie auf die Intel® LAN-Software v22.3 oder neuer aktualisieren.

Klicken Sie auf oder das Thema, um weitere Informationen anzuzeigen:

Teaming-Software für Intel® Erweiterte Netzwerkleistungen herunterladen

Unter Treiber und Software für Intel® Ethernet-Adapter finden Sie die Treiber-Downloads für Intel® Ethernet-Adapter, die die Teaming-Software für die Intel® Erweiterten Netzwerkleistungen umfassen. Ein separater Download für Teaming-Software ist weder erforderlich noch verfügbar.

Die Treiber und Software für Intel® Ethernet-Adapter umfassen Treiber für die folgenden Betriebssysteme:

  • Windows® 10
  • Windows 8.1* und Server 2012* Treiber
  • Windows 8* und Server* 2012 Treiber
  • Windows 7* und Server 2008* R2-Treiber
  • Windows Vista* und Server 2008 Treiber
  • Windows XP* und Server 2003* Treiber

Ältere Windows und Linux* Treiber, Utilitys und andere Downloads

Installation der Teaming-Software für die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen

Intel Erweiterte Netzwerkleistungen ist standardmäßig zusammen mit Intel® PROSet für den Windows* Geräte-Manager installiert. Siehe Abbildung unten.

Teaming-Software für Intel® Erweiterte Netzwerkleistungen  installieren

Wenn Sie die Installation von der CD aus ausführen, die der Software beiliegt, oder über die heruntergeladene Software, werden Sie in den Einrichtungsoptionen gefragt, ob Sie die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen installieren möchten. Die Standardeinstellung ist Intel Erweiterte Netzwerkleistungen; Sie müssen während der Installation also nichts Besonderes unternehmen.

Wenn Sie die Markierung für die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen während der Installation aufheben, müssen Sie die Installation ändern und Intel Erweiterte Netzwerkleistungen als eine Installationsoption wählen.

Falls Ihr Adapter das Teaming unterstützt, wird im Windows Geräte-Manager nach der Installation der Software ein Teaming-Register angezeigt. Wählen Sie die Option Neues Team und befolgen Sie die Anleitungen des Assistenten, um ein neues Team zu erstellen.

Eigenschaften des Gigabit CT Desktop-Adapters

Unterstützte Adapter

Teaming-Optionen werden für Windows-Versionen unterstützt, in denen die folgenden Intel Adapter über volle Softwareunterstützung verfügen:

  • Intel® Server-Adapter
  • Converged-Network-Adapter
  • Intel® Gigabit CT Desktop-Adapter

Unterstützung für Intel® PROSet und Intel® Erweiterte Netzwerkleistungen liefert Informationen zu Adaptern mit voller Unterstützung für Windows* 7 und neuer.

Wenn auf einem unterstützten Adapter ein Team erstellt wird, können Ports auf nicht unterstützten Adaptern im Intel® PROSet Teaming-Assistent angezeigt werden. Alle Ports, die im Intel PROSet Teaming-Assistenten angezeigt werden, können einem Team hinzugefügt werden, selbst ältere Adapter oder Adapter von einem anderen Hersteller als Intel.

Intel® PRO/100 Adapter und PRO/1000 Adapter, die über PCI oder PCI-X* Steckplätze angeschlossen werden, unterstützen das Teaming für Intel® Erweiterte Netzwerkleistungen nicht in Windows-Versionen nach Windows Vista und Windows Server 2008.

Einige erweiterte Funktionen, einschließlich Hardware-Offloading, werden automatisch deaktiviert, wenn Fremdadapter in das Team aufgenommen werden, um einen gemeinsamen Funktionssatz zu gewährleisten.

TCP Offload Engine (TOE) fähige Geräte können einem Team nicht hinzugefügt werden und werden nicht in der Liste der verfügbaren Adapter angezeigt.

Microsoft Windows Server 2012* NIC-Teaming

Windows Server 2012 fügt Unterstützung für das NIC-Teaming hinzu, auch bekannt als „Load Balancing and Failover" (LBFO, Lastenausgleich und Failover). Teaming für Intel Erweiterte Netzwerkleistungen und VLANs sind nicht mit Microsoft LBFO-Teams kompatibel. Intel® PROSet hindert Mitglieder eines LBFO-Teams daran, einem Team für Intel Erweiterte Netzwerkleistungen oder einem VLAN hinzugefügt zu werden. Fügen Sie niemals einen Port, der Teil eines Teams für Intel Erweiterte Netzwerkleistungen oder eines VLAN ist, einem LBFO-Team hinzu. Das Hinzufügen eines Ports kann zu Systeminstabilitäten führen.

Falls Sie ein Intel Erweiterte Netzwerkleistungen-Teammitglied oder VLAN in einem LBFO-Team verwenden, führen Sie die folgenden Schritte durch, um Ihre Konfiguration wiederherzustellen:

  1. Führen Sie einen Neustart des Servers durch.
  2. Entfernen Sie die LBFO-Gruppe. Selbst wenn die Erstellung des LBFO-Teams fehlgeschlagen ist, meldet der Server-Manager LBFO nach dem Neustart als aktiviert. Die LBFO-Schnittstelle ist im NIC-Teaming-GUI vorhanden.
  3. Entfernen Sie die Intel Erweiterte Netzwerkleistungen-Gruppen und VLANs, die Teil der LBFO-Gruppe sind, und erstellen Sie sie erneut. Dieser Schritt ist optional, wird jedoch dringend empfohlen. Alle Anbindungen werden wiederhergestellt, wenn das LBFO-Team entfernt wird.
Hinweis Wenn Sie einen für die Intel® Active-Management-Technologie (Intel® AMT) aktivierten Port einer LBFO-Gruppe hinzufügen, stellen Sie den Port in der LBFO-Gruppe nicht auf Standby. Wenn Sie den Port auf Standby einstellen, können Intel AMT-Funktionen verloren gehen.
Teaming-Funktionen

Zu den Teaming-Funktionen gehören der Failover-Schutz, die erweiterte Bandbreite durch Aggregation sowie die Verteilung des Datenverkehrs unter den Teammitgliedern. Die Teaming-Modi sind AFT, SFT, ALB, RLB (Receive Load Balancing), SLA und IEEE 802.3ad Dynamische Link-Aggregation.

Verfügbare Funktionen mit Intel Erweiterte Netzwerkleistungen:

  • Fehlertoleranz
    Wenn der primäre Adapter, seine Verkabelung oder der Verbindungspartner ausfallen, verwenden die Intel Erweiterten Netzwerkleistungen einen oder mehrere sekundäre Adapter, um die Aufgaben zu übernehmen. Diese Funktion stellt die Verfügbarkeit des Servers für das Netzwerk sicher.
  • Link-Aggregation
    Die Kombinierung mehrerer Adapter in einen einzigen Kanal für mehr Bandbreite. Die Erhöhung der Bandbreite ist nur verfügbar, wenn mehrere Zieladressen verbunden werden. Der ALB-Modus ermöglicht die Aggregation nur für die Übertragung, während die Modi RLB, SLA und IEEE 802.3ad dynamische Link-Aggregation die Aggregation in beiden Richtungen erlauben. Die Link-Aggregationsmodi erfordern Switch-Unterstützung, während die Modi ALB und RLB mit einem beliebigen Switch verwendet werden können.
  • Lastenausgleich
    Die Verteilung der Übertragungs- und Empfangsauslastung zwischen den aggregierten Netzwerkadaptern. Ein intelligenter adaptiver Agent im Intel Erweiterte Netzwerkleistungen-Treiber analysiert wiederholt den Datenverkehrsfluss vom Server und verteilt die Pakete auf der Grundlage der Zieladressen. In den IEEE 802.3ad Modi ermöglicht der Switch den Lastenausgleich bei eingehenden Paketen.
    Hinweis Der Lastenausgleich kann im Modus ALB nur mit Layer-3-gerouteten Protokollen (IP und NCP IPX) erfolgen. Im Modus RLB ist der Lastenausgleich nur für TCP/IP möglich. Nicht geroutete Protokolle werden nur über den primären Adapter übertragen.
Teaming-Modi
  • Adapter Fault Tolerance (AFT)
    Ermöglicht gemischte Modelle und gemischte Verbindungsgeschwindigkeiten, sofern mindestens ein Intel® PRO Server-Adapter zum Team gehört. Ein „ausgefallener“ primärer Adapter übergibt seine MAC- und Layer-3-Adresse an den sekundären (Failover-) Adapter. Alle Adapter im Team sollten mit dem gleichen Hub oder Switch verbunden und die Einstellung „Spanning Tree Protocol (STP)“ sollte ausgeschaltet (Off) sein.
  • Switch Fault Tolerance (SFT)
    Verwendet zwei Adapter, die mit zwei Switches verbunden sind. Bietet eine fehlertolerante Netzwerkverbindung, wenn der erste Adapter, seine Verkabelung oder der Switch ausfallen. Einem SFT-Team können nur zwei Adapter zugewiesen werden.
    Hinweis
    • Verbinden Sie keine Clients mit den SFT-Team-Verbindungspartner-Switches. Diese geben bei Ausfall ihre Funktionen nicht an den Partner-Switch weiter.
    • „Spanning Tree Protocol“ (STP) muss auf dem Netzwerk ausgeführt werden, um sicherzustellen, dass Schleifen eliminiert werden.
    • Deaktivieren Sie STP an den eingehenden Ports der Switches, die direkt mit den Adaptern im Team verbunden sind, oder konfigurieren Sie diese Ports für PortFast.
    • Nur der Modus 802.3ad DYNAMIC ermöglicht die Failover-Funktion zwischen verschiedenen Teams.

    Diagramm des SFT-Teams (Switch-Fehlertoleranz) mit STP (Spanning Tree Protocol)

    Diagramm des SFT-Teams (Switch-Fehlertoleranz) mit STP (Spanning Tree Protocol)

  • ALB (Adaptive Load Balancing)
    Stellt erweiterte Netzwerkbandbreite zur Verfügung, indem die Übertragung über zwei bis acht Ports an mehrere Zieladressen zugelassen wird. Umfasst AFT. Nur der primäre Adapter empfängt eingehenden Datenverkehr. Broadcasts/Multicasts und nicht geroutete Protokolle werden nur über den primären Adapter im Team übertragen. Die Software für Intel® Erweiterte Netzwerkleistungen führt den Lastenausgleich der Übertragungen auf Grundlage der Zieladresse aus. Sie kann mit jedem Switch verwendet werden. Gleichzeitige Übertragung erfolgt nur an mehreren Adressen. Dieser Modus kann mit jedem Switch verbunden werden.

  • RLB (Empfangslastenausgleich)
    • Stellt erweiterte Netzwerkbandbreite zur Verfügung, indem den Empfang über zwei bis acht Ports von mehreren Adressen ermöglicht wird.
    • Dieser Modus kann nur zusammen mit ALB verwendet werden.
    • RLB ist standardmäßig aktiviert, wenn ein ALB-Team konfiguriert ist, es sei denn, Sie verwenden Microsoft Hyper-V*.
    • Der RLB-Modus ist nicht mit Microsoft Hyper-V* kompatibel. Verwenden Sie den VMLB-Modus (Virtual Machine Load Balancing), wenn Sie sowohl den Übertragungs- als auch den Empfangsdatenverkehr ausgleichen möchten.
    • Nur die mit der höchsten Geschwindigkeit verbundenen Adapter werden für den Lastenausgleich des eingehenden TCP/IP-Datenverkehrs verwendet. Unabhängig von der Geschwindigkeit, empfängt der Primäradapter den übrigen RX-Datenverkehr.
    • Dieser Modus kann mit jedem Switch verwendet werden. Jeder Failover erhöht die Netzwerklatenz, bis die ARPs erneut gesendet werden. Gleichzeitiger Empfang erfolgt nur von mehreren Clients.
  • VMLB (Virtual Machine Load Balancing)

    Der VMLB Teaming-Modus wurde speziell zum Einsatz mit Microsoft Hyper-V* erstellt. VMLB liefert den Übertragungs- und Empfangslastenausgleich über Virtual Machines, die an die Team-Schnittstelle gebunden sind. Das LMLB-Team liefert zudem die Fehlertoleranz, wenn der Switch-Port, das Kabel oder der Adapter ausfallen. Dieser Teaming-Typ funktioniert mit jedem beliebigen Switch.

    Der Treiber analysiert die Übertragungs- und Empfangslast auf jedem Adaptermitglied und verteilt den Verkehr auf alle Mitgliederports. In einem VMLB-Team ist jede Virtual Machine mit einem Team-Mitglied-Port für seinen TX- und RX-Verkehr verknüpft.

    Beispiel: Wenn Sie drei virtuelle Maschinen und zwei Mitgliederports haben, und wenn VM1 doppelt soviel Datenverkehr wie die Kombination von VM2 und VM3 aufweist, dann wird VM1 dem Teammitglied-Port 1 zugewiesen, und VM2 und VM3 teilen sich Teammitglied-Port 2.

    Wenn eine virtuelle NIC an das Team gebunden ist oder Hyper-V entfernt wird, funktioniert das VMLB-Team wie ein AFT-Team.

    Hinweis
    • VMLB kann keine nicht steuerbaren Protokolle wie NetBEUI und bestimmten IPX*-Verkehr ausgleichen.
    • VLMB unterstützt zwei bis acht Ports pro Team.
    • Sie können ein VMLB-Team mit Adaptern gemischter Geschwindigkeit erstellen. Die Auslastung wird gemäß dem niedrigsten gemeinsamen Adapterfunktionen-Nenner und der Bandbreite des Kanals ausgeglichen.
  • Link-Aggregation (LA), Cisco* Fast EtherChannel (FEC) und Gigabit EtherChannel (GEC)

    • Modi, die durch den statischen Link-Aggregationsmodus (SLA-Modus) ersetzt werden.
    • Siehe IEEE 802.3ad Statischer Link-Aggregationsmodus unten.
  • IEEE 802.3ad
    Dieser Standard wurde auf zweierlei Weise implementiert:

    • SLA (statische Link-Aggregation):
      • Entspricht der EtherChannel- oder Link-Aggregation.
      • Muss mit einem für 802.3ad, FEC/GEC oder Link-Aggregation geeigneten Switch verwendet werden.
    • DYNAMIC-Modus
      • Erfordert 802.3ad DYNAMIC-fähige Switches.
      • Aktive Aggregatoren in der Software entscheiden zwischen dem Switch und der Software für Erweiterte Netzwerkleistungen (bzw. zwischen Switches) über die Zugehörigkeit zum Team.
      • Es besteht ein Maximum von zwei Aggregatoren pro Server, und Sie müssen sich entweder für eine maximale Bandbreite oder für ein Maximum an Adaptern entscheiden.
    • Beide 802.ad-Modi bieten Adapter-Fehlertoleranz und Lastenausgleich. Im dynamischen Modus ist der Lastenausgleich jedoch nur für jeweils ein Team möglich.

    • IEEE 802.3ad Link-Aggregation (LAG): Was es ist und was es nicht ist bietet weitere Informationen dazu.

Verfügbare Funktionen und Modi:

Produktmerkmale Modi Dynamic 802.3ad
AFT ALB RLB SLA
Fehlertoleranz X X X X X
Link-Aggregation   X X X X
Lastenausgleich   Tx Tx/Rx Tx/Rx Tx/Rx
Layer-3-Adressen-Aggregation   X Nur IP X X
Layer-2-Adressen-Aggregation       X X
Adapter mit gemischter Geschwindigkeit* X X X   X
  • Es können verschiedene Adaptertypen für jeden Modus gemischt werden, aber im Link-Aggregations-Modus müssen alle Adapter im Team mit der gleichen Geschwindigkeit betrieben werden. Gemischte Verbindungsgeschwindigkeiten sind in den Modi AFT, ALB, RLB, SFT und 802.3ad möglich.
  • Multi-Vendor-Teaming (MVT) gilt für alle Modi in Microsoft Windows.
Einstellungen (Rollen)

Für die Modi AFT, SFT, ALB und RLB können Sie für ausgewählte Adapter die primäre und die sekundäre Rolle wählen.

  • Der primäre Adapter ist der Adapter, der den meisten Datenverkehr bewältigt.
    • In den Modi AFT und SFT ist dies der einzige Adapter, der verwendet wird, bis sein Link ausfällt.
    • Im Modus ALB und mit nicht gerouteten Protokollen (d. h. alle Protokolle außer IP oder Novell IPX) ist dies der einzige verwendete Adapter. Er ist auch der einzige Adapter, der für Broadcast- und Multicast-Datenverkehr verwendet wird.
    • Im Modus RLB wird jeder Datenverkehr mit Ausnahme von IP zum primären Adapter übertragen, unabhängig von der Geschwindigkeit.
    • Wenn Sie den primären Adapter anstatt die Software festlegen, und dieser zum Zeitpunkt des Ausfalls aktiv ist, wird ein Failback zum ausgewählten primären Adapter ermöglicht.
      Hinweis Wenn ein primärer Adapter aus einem Team entfernt ist, bleibt die MAC-Adresse beim Team, bis der Server neu gestartet wird. Fügen Sie den primären Adapter erst wieder zu diesem Netzwerk hinzu, wenn der Server, von dem er entfernt wurde, neu gestartet wurde.
  • Der sekundäre Adapter wird (wenn möglich) zum primären Adapter, wenn der primäre Adapter (oder sein Kabel bzw. sein Verbindungspartner) ausfällt.
  • Multi-Vendor-Teaming (MVT) erfordert, dass der Intel Adapter als primärer Adapter des Teams festgelegt wird.
Test-Switch-Konfiguration

Ein Utility in Intel® PROSet für Windows* Geräte-Manager auf der Seite der erweiterten Einstellungen für das Team ermöglicht es der Software für Intel® Erweiterten Netzwerkleistungen, die Switch-Partner für Konfigurationseinstellungen abzufragen. Wenn der Switch anders als für den Team-Modus nötig konfiguriert ist, wird eine Seite zur Fehlerbehebung angezeigt, die mögliche Abhilfemaßnahmen aufführt. Während der Durchführung dieses Tests verliert das Team kurzfristig die Netzwerkverbindung.

Informationen zu den Beschränkungen finden Sie in der Hilfe zu Intel PROSet für den Windows Geräte-Manager.

Berücksichtigungen bei der Implementierung (einschließlich Durchsatz- und Ressourcenprobleme)
  • Sie können für die meisten Server, einschließlich einem Server mit einem Team von NICs, statische IP-Adressen verwenden. Außerdem können Sie DHCP für die Server 2012-Konfiguration verwenden. Falls Sie kein DHCP haben, müssen Sie Ihren Teams bei deren Erstellung manuell IP-Adressen zuweisen.
  • Deaktivieren Sie für alle Teamtypen mit Ausnahme von SFT das Spanning Tree Protocol (STP) auf Switch-Ports, die mit Team-Adaptern verbunden sind. Durch die Deaktivierung von STP wird Datenverlust verhindert, wenn der primäre Adapter am dem Service zurückgegeben wird (Failback). Alternativ kann eine Aktivierungsverzögerung auf den Adaptern konfiguriert werden, um bei Verwendung von STP Datenverlust zu verhindern. Stellen Sie die Aktivierungsverzögerung im Register „Erweitert“ der Team-Eigenschaften ein.
  • Nicht alle Team-Typen stehen auf allen Betriebssystemen und auf allen Adaptern zur Verfügung.
  • Hot-Plug-Vorgänge mit nicht von Intel hergestellten Adaptern, die Teil eines Teams sind, führen zu Systeminstabilität. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass Sie das System neu starten oder das Team neu laden, nachdem Sie Hot-Plug-Vorgänge mit einem Team durchgeführt haben, das Fremdadapter enthält.
  • Sie können für die Intel® Active-Management-Technologie (Intel® AMT) geeignete Geräte zu AFT(Adapter Fault Tolerance)-, SFT(Switch Fault Tolerance)- und ALB(Adaptive Load Balancing)-Gruppen hinzufügen. Alle anderen Gruppentypen werden nicht unterstützt. Der für die Intel AMT vorgesehene Adapter muss als primärer Adapter dieser Gruppe festgelegt werden.
  • Teams werden in Windows als „virtuelle Adapter“ angezeigt. Verwenden Sie die Optionen zur Entfernung von Teams in Intel PROSet für den Windows* Geräte-Manager, um virtuelle Adapter zu deaktivieren oder zu entfernen. Das Löschen von virtuellen Teams im Windows Geräte-Manager kann zu schwerwiegenden Konsequenzen führen.
  • Deaktivieren Sie zur Vermeidung unnötiger häufiger Failovers das Spanning Tree Protocol (STP) für alle Modi, mit Ausnahme von SFT.
  • Einige Betriebssysteme erfordern einen Neustart nach jeder Änderung der Systemkonfiguration.
  • Konfigurieren Sie die Merkmale der Team-Mitglieder auf ähnliche Weise oder es können schwerwiegende Konsequenzen für Failover und das Funktionieren des Teams auftreten.
  • Virtuelle Adapter erfordern mehr Speicherressourcen über die physischen Adapter hinweg. Die Puffer oder Deskriptoren physischer Adapter müssen bei der Zusammenfassung zu einem Team möglicherweise erhöht werden. Falls das System stärker beansprucht wird, ist es empfehlenswert, die Einstellungen für sowohl den Basisadapter als auch den virtuellen Adapter für entweder RX- oder TX-Datenverkehr anzupassen.
  • Sie können bis zu acht Ports in einem Team haben. Sie können integrierte und PCIe-Ports kombinieren, aber Umweltfaktoren wie BS, CPUs, RAM, Bus oder Switch-Funktionalitäten können die Vorteile von mehr Adaptern begrenzen und Ihre Gesamtdurchsatzfähigkeit bestimmen. Im Modus SFT können nur zwei Adapter verwendet werden.
  • Für Link-Aggregation/FEC/GEC/802.3ad müssen Sie die Switch-Kapazitäten an die Aggregation anpassen. Verwenden Sie den Modus 802.3ad DYNAMIC nur mit Switches, die für die aktive DYNAMIC-3ad-Aggregation geeignet sind.
  • In den Modi AFT und SFT ist jeweils nur ein Adapter aktiv. Im Modus ALB empfängt nur ein Adapter, während alle Adapter IP- oder NetWare1 IPX-Pakete senden (jedoch nie gleichzeitig an dieselbe Zieladresse).
  • Der Durchsatz ist bei mehreren Adressen immer höher als an eine einzelne Adresse, unabhängig von der Zahl der Adapter.
  • Unter Windows NT* 4.0 gibt es für jeden Adapter einen Timer, der verhindert, dass ein nicht in Betrieb befindlicher Team-Adapter den Bootvorgang zum Desktop aufhält. Wenn Sie Adapter mit gemischten Geschwindigkeiten verwenden (Intel® PRO/100 mit PRO/1000) und Teaming oder eine große Zahl von VLANs verwenden, kann es sein, dass die Ladezeit die Zeit des Timers überschreitet. Deaktivieren Sie in diesem Fall den Timer für jeden Adapter im Team in der Registrierung unter DWORD BindTimerTimeout:
\parameters\iansprotocol\BindTimerTimeout
stellen Sie den Wert auf 0 ein
wobei N = die Karteninstanz

Wiederholen Sie diese Schritte bei jeder Änderung von Intel PROSet für Windows Geräte-Manager.

  • Zur Gewährleistung der optimalen Funktionalität beim Einsatz von mit Multi-Vendor-Teaming (MVT) stellen Sie bitte sicher, dass die Treiber auf Ihrem Intel Adapter und dem nicht von Intel stammenden Adapter auf dem aktuellen Stand sind. Erfragen Sie beim Hersteller des nicht von Intel stammenden Adapters, ob das Teaming mit Adaptern anderer Hersteller unterstützt wird.
  • Jumbo-Frames, Offload Engines und QoS-Prioritäts-Tagging werden beim Multi-Vendor-Teaming (MVT) nicht unterstützt.
  • VLAN über Multi-Vendor-Teaming (MVT) wird unter Windows* XP/2003 nicht unterstützt.
Linux Ethernet Bonding (Kanalbündelung oder Teaming) in Linux

Dokumentation zur Kanalbündelung finden Sie in der Linux Kernel-Quelle, Linux Ethernet Bonding Driver HOWTO.

1Die Funktionen der Erweiterten Netzwerkleistungen sind nicht verfügbar für Novell NetWare ab Intel® Netzwerkadapter-Softwareversion 12.1 und neuer. Softwareversion 12.0, ANSNWARE.EXE, kann heruntergeladen werden und enthält die aktuelle Version der Treiber, die die Erweiterten Netzwerkleistungen in Novell NetWare implementieren.

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