Digital Natives wünschen sich intelligente Läden

Einzelhändler beschäftigen sich mit einer neuen Generation von Technologien, um Online-Shops einen Schritt voraus zu sein.

Junge Menschen kaufen gerne in Läden ein, aber sie sehen sich anderweitig um, wenn das Einkaufserlebnis nicht ihren digitalen Ansprüchen entspricht.

Whitman Davis beobachtet, wie wieder jemand in der Buchhandlung heimlich sein Smartphone benutzt. Ihm ist klar, dass diese Person Preise auf amazon.com vergleicht, oder vielleicht sogar gleich vom Buchladen aus ein Exemplar des Buchs bestellt. Davis ist stolz auf sich, weil er mit seinem Einkauf zur Kasse geht und ein lokales Unternehmen unterstützt. Aber der 32-Jährige gibt zu, dass er beim Einkaufen normalerweise nicht so hohen Prinzipien folgt. „Wenn ich etwas Bestimmtes brauche, dann wähle ich den Weg des geringsten Widerstands und kaufe online“, sagt er.

Stationärer Handel dominiert noch immer

Davis geht in die Buchhandlung Lamplight Books in Seattle, da er nicht immer weiß, was er will. Er zieht es vor, durch die Gänge zu wandern, zu beobachten, was andere in die Hand nehmen und ein Buch vom Staub zu befreien, um ein paar Seiten zu überfliegen. Er glaubt, dass „das Erlebnis, ein Buch in einem besonderen Laden zu finden, zu seinem Wert beiträgt“.

Das mag altmodisch oder sogar romantisch klingen, aber Davis ist keineswegs ein Einzelfall. Laut der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young finden 93 Prozent der Einkäufe immer noch stationär statt1. Ernst & Young prognostiziert, dass Onlineshopping in drei Jahren nur 19 Prozent der Transaktionen ausmachen wird.

Das bedeutet, dass es den stationären Einzelhandel noch eine ganze Weile geben wird. Da aber tausende Filialen im ganzen Land geschlossen werden, entwickelt der Einzelhandel der Zukunft eine neue Art von Laden – einen solchen, der sich an Menschen richtet, die an das Onlineshopping gewöhnt sind.

Erfahrung vs. Komfort

„Der stationäre Einzelhandel sollte sich darauf konzentrieren, Erlebnisse zu ermöglichen, die online nicht erreichbar sind“, sagt Shepherd Laughlin, ein Trendforscher beim Marktforschungsunternehmen J. Walter Thompson Intelligence. „Ansonsten wird sich letztlich der Komfort [des Onlineshoppings] durchsetzen.“

Rachel Mushahwar, General Manager für Einzelhandel, Gastgewerbe und Konsumgüter bei Intel, drückt es folgendermaßen aus: „Junge Kunden wünschen sich, dass Einzelhändler anstatt Transaktionen Interaktionen bieten.“

„Der stationäre Einzelhandel sollte sich darauf konzentrieren, Erlebnisse zu ermöglichen, die online nicht erreichbar sind.“


– Shepherd Laughlin
Trendforscher, J. Walter
Thompson

„Einzelhändler konzentrieren sich ständig darauf, online und im Laden mit Innovationen zu experimentieren, um mit den sich ändernden Kundenwünschen Schritt zu halten.“


– Matthew Shay
President und CEO,
National Retail Federation

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Die vernetzten Käufer von heute sehnen sich nach einem authentischen und persönlich angepassten Gesamterlebnis, das die Versprechen eines Händlers in puncto kuratiertem Angebot und sofortiger Verfügbarkeit einlöst. Heute erkennen Einzelhändler, dass sie die Loyalität dieser Kunden nur mit maßgeschneiderten Lösungen bewahren können. Informieren Sie sich über die Ergebnisse der detaillierten Umfragen, die Forrester bei Entscheidungsträgern der Einzelhandelsbranche in den USA, Großbritannien, Deutschland, China und Japan durchgeführt hat.

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