Intel empfiehlt den Unternehmen, jetzt aktiv zu werden, um nicht unterzugehen, denn der digitale Umbruch erreicht gewaltige Ausmaße

Willkommen im Strudel des Wandels: Sind Sie dafür gerüstet, die Herausforderungen der 4. industriellen Revolution zu bestehen?

Der digitale Umbruch definiert die Regeln der Geschäftswelt neu und dies ist der Grund dafür, dass Intel eine ernste Warnung an jedes Unternehmen der Welt richtet, ob Megamarke oder Neugründer: Stellen Sie sich den Veränderungen jetzt oder sehen Sie der Tatsache ins Auge, dass Sie bald Geschichte sein werden. Seien Sie nur nicht so naiv zu glauben, dass das multinationale Unternehmen, für das Sie möglicherweise arbeiten, den digitalen Sturm schon deshalb übersteht, weil sich dessen Umsatz im Vierteljahr im zweistelligen Millionenbereich bewegt. Die sich rapide entwickelnde Digitalwelt ist zuweilen ziemlich gnadenlos und dies betrifft auch traditionelle Branchenriesen, weil sie im Allgemeinen langsamer auf den Wettbewerb reagieren. Erstaunliche 50 Prozent der heutigen S&P-500*-Unternehmen werden laut Schätzungen in den nächsten 10 Jahren von der Liste verschwinden. Es ist so gut wie sicher, dass es auch Opfer unter den großen Namen geben wird.

Weshalb? Weil es in jeder Branche, vom Finanz- bis zum Gesundheitssektor, vom Baugewerbe bis zum Verkehr, von der Landwirtschaft bis zur Kosmetik, zu einem Umbruch kommen wird. Das US-Finanzinstitut PNC* schätzt, dass ca. 40 Prozent der Unternehmen, die sich heute unter den Top 20 jeder Branche befinden, bereits im Jahr 2018 durch Konkurrenten, welche die digitale Transformation bereits hinter sich haben, gefährdet sind. Oder einfach ausgedrückt: Im Moment sind die Veränderungen noch am geringsten im Vergleich dazu, was uns in Zukunft erwartet.

Intel beschreibt diesen Zustand der extremen Umbrüche in der Geschäftswelt als Strudel des Wandels. Jim Henrys, Director of Business Solutions bei Intel, erläutert, weshalb die Fortschritte der Digitaltechnik das Monopol multinationaler Konzerne gebrochen haben: „Dass die Digitaltechnik immer mehr zur Massentechnik wurde, ist die wichtigste Triebfeder für den Umbruch. Die Cloud- und die Mobiltechnik haben viele Geschäftsmodelle praktisch auf den Kopf gestellt und geben Start-ups die Macht, ganze Branchen zu erschüttern und dies unabhängig von ihrer Größe. Dazu kommt, dass neue beispiellose technische Veränderungen bereits vor der Tür stehen und dies wiederum heißt, dass wir uns erst in einer frühen Phase befinden.

In dieser Welt, in der sich alles verändert und alles vernetzt wird, wäre der größte Fehler der, anzunehmen, dass man sich auf Dauer unbegrenzt an der Spitze halten könne. Diese Mentalität setzt Ihr Unternehmen Risiken aus und könnte sogar das Aus bedeuten. Es gibt zahlreiche Bespiele für richtungsweisende Unternehmen, die auf der Strecke geblieben sind, weil sie sich nicht verändert haben bzw. zu bequem wurden. Atari*, Blockbuster* und Kodak* gehören zu den Namen, die einem dabei sofort einfallen. Die Aufgabe der Führungskräfte in den Vorstandsetagen in aller Welt besteht darin, in diesem Strudel des Wandels nicht zum Opfer zu werden und erfolgreiche Strategien anzuwenden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Hallo Welt. Die 4. industrielle Revolution hat bereits begonnen

Wir befinden uns in einer Periode der menschlichen Geschichte, in der Neuerungen schneller umgesetzt werden, als dies je zuvor der Fall war. Historisch betrachtet, haben wichtige technische Umbrüche etwa alle hundert Jahre stattgefunden. Jede industrielle Revolution brachte große Umbrüche mit sich, aber eben auch Chancen für jene, die es verstanden, daraus ihre Vorteile zu ziehen. Begonnen hat dies in den Jahren um 1760 mit dem Aufkommen der Kohle und der Dampfkraft und setzte sich mit der Einführung der Elektrizität um 1860 fort. In den 1960er-Jahren ermöglichte die Einführung integrierter Schaltkreise und Mikroprozessoren eine Revolution der Informations- und Kommunikationstechnik. Die Datenverarbeitung hat entscheidend dazu beigetragen, den zeitlichen Aufwand für bahnbrechende Entwicklungen zu verkürzen und während die Nachwirkungen der 3. industriellen Revolution noch deutlich spürbar sind, dämmert bereits die 4. industrielle Revolution herauf.

„In dieser Welt, in der sich alles verändert und alles vernetzt wird, wäre der größte Fehler der, anzunehmen, dass man sich auf Dauer unbegrenzt an der Spitze halten könne“

2) Innovativ sein, anstatt zu zögern

Sie müssen sich mit Ihrem Unternehmen der Herausforderung gewahr sein, die nicht nur von der etablierten Konkurrenz auf dem Markt ausgeht, sondern auch von Unternehmen, die den Markt umwälzen, denen keine überkommene Betriebsstruktur und Trägheit im Wege steht und die deshalb neue Geschäftsmodelle zügig ausweiten können. Einfach mit dem Geschäft weiterzumachen, wie man es immer getan hat, kann in einem Zeitalter der ständigen Umwälzungen nicht mehr funktionieren. Innovatives Denken und Verhalten ist ausschlaggebend dafür, sich einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, es gibt aber viele Mitarbeiter, die ein derartiges Verhalten nicht gewohnt sind. Der Grund dafür ist, dass Innovationen Risiken mit sich bringen und den Mitarbeitern ist es wichtig, Karriere zu machen und Risiken zu vermeiden. Damit Innovation gedeihen kann, müssen Anreize und Motivation geboten werden.

Dies kann man sich bei Tesla* anschauen, einem Unternehmen, das wohl als Maßstab für Innovationen gelten kann. Tesla begann mit dem Ziel, Elektroautos für die breite Masse anzubieten. „Unser erstes Produkt war auf jeden Fall eine kostspielige Angelegenheit, unabhängig davon, wie es aussah, sodass wir uns entschieden, einen Sportwagen zu konstruieren, weil es so schien, als hätte dieses Auto die beste Chance, im Wettbewerb mit benzinbetriebenen Alternativen zu bestehen“, sagt Elon Musk, CEO von Tesla, bei der Frage nach dem Unternehmensleitbild.

Sobald Tesla seine Marke etabliert hatte und mit Profit wirtschaftete, setzte die Firma den Fokus auf Batterieladestationen und die Entwicklung erschwinglicher Elektroautos für den Massenmarkt. Richtig interessant an Tesla aber ist, dass das Unternehmen nicht den üblichen Regeln folgt. Stattdessen bricht die Firma diese Regeln ständig und findet innovative Wege, Probleme zu lösen. Und dazu scheut das Unternehmen nicht davor zurück, intensiv in Forschung und Entwicklung zu investieren. Tesla ist klar, dass selbst wenn sich seine Risikoprojekte wie die bevorstehende Produktion von Solardachziegeln nicht auszahlen, das Unternehmen daraus wichtige Erfahrungen ziehen und sich schnell fortentwickeln kann. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass sich auszahlende Risiken einen riesigen Gewinn versprechen.

3) Messung des Erfolgs mit Ausrichtung am Drei-Säulen-Modell

Eine weitere, immer wichtigere Möglichkeit, wirkliche Veränderungen im Unternehmen zu bewirken, besteht darin, neu zu bewerten, wie Sie Ihren Erfolg messen und inwiefern der sich verändernde Kundenstamm Sie anders beurteilen könnte. Dies kann mit einem Konzept wie dem Drei-Säulen-Modell bewerkstelligt werden. Der Ausdruck wurde 1994 geprägt und gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Messung des Erfolgs in der Geschäftswelt. Dabei wird nicht nur der herkömmliche Maßstab für wirtschaftlichen Erfolg berücksichtigt, sondern auch die Leistung im ökologischen und sozialen Bereich. Selbst wenn Ihr Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht ungeheuer erfolgreich ist, werden sich mangelhafter Arbeitsschutz für die Mitarbeiter oder der Ruf, unverantwortlich mit der Umwelt umzugehen, schnell negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken. Die Verbraucher sind zunehmend besser informiert und eher geneigt, mit den Anbietern Geschäfte zu machen, denen verantwortungsvolleres Handeln nachgesagt wird.

Die Einstellung der Vorstandsetage zu Umweltinitiativen verändert sich bereits. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte (55 %) ist inzwischen der Ansicht, dass Nachhaltigkeit das Umsatzwachstum fördern kann und jeder Fünfte glaubt, dass Nachhaltigkeit Wettbewerbsvorteile bringt. Eines der Unternehmen, die von der Fokussierung auf Nachhaltigkeit profitiert haben, ist Unilever*. Die Umsätze mit Marken, die mit einem umweltbewussten Lebensstil assoziiert werden, wie Dove*, Hellman's*, Lipton* und Knorr*, stiegen um 30 Prozent schneller als mit dem übrigen Geschäft und erbrachten im Jahr 2015 fast die Hälfte des Geschäftswachstums. Und dies ist ein Bereich, auf den sich das Unternehmen auch weiterhin konzentrieren wird. Paul Polman, CEO von Unilever, erläutert: „Entsprechende Unternehmen werden von Verbrauchern, die Wert auf Verantwortlichkeit und sinnvolle sowie hochwertige Produkte zum richtigen Preis legen, geschätzt. Diese Zahlen beweisen es einmal mehr – Nachhaltigkeit und profitables Wachstum sind kein Widerspruch.“

Intel selbst bezieht seit 2014 konfliktfreie Mineralien aus dem Ostkongo. Das trägt dazu bei, die wirtschaftlichen Chancen der dortigen Bevölkerung und die Sicherheit der Bergarbeiter und ihrer Familien zu verbessern. Die Initiative hat auch geholfen, neue Mitarbeiter zu gewinnen: „Wenn wir Einstellungsgespräche führen und die Kandidaten fragen, weshalb sie für Intel arbeiten wollen, wird immer wieder unser Programm für konfliktfreie Mineralien genannt. Die Generation der Millennials legt mehr Wert auf CSR (Corporate Social Responsibility, die soziale Verantwortlichkeit der Unternehmen), und ein größer werdender Anteil von ihnen möchte in Unternehmen arbeiten, die einen positiven Beitrag zum Weltgeschehen leisten“, fügt Henrys hinzu.

4) Geschäftsmodell neu bewerten

Die moderne digitale Welt bringt eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle hervor. Ist Ihr Unternehmen optimal auf die Sharing-, Co-Creation-, Erlebnis- oder Kreislaufwirtschaft vorbereitet? Sie müssen dabei nicht nur bewerten, welches dieser Modelle für Ihr Unternehmen von Vorteil sein könnte, sondern sollten auch darüber nachdenken, wie Ihre Konkurrenten diese Strategien einsetzen könnten, um die Regeln für Sie zu ändern.

Sharing-Modell : Airbnb* ist mit seiner Vermittlung privater Übernachtungsangebote ein Vorzeigebeispiel für das „Sharing Economy“-Modell. Eine Studie über die Auswirkungen dieses Modells in New York hat ergeben, dass für jeweils 10 Prozent Wachstum von Airbnb die Einnahmen der herkömmlichen Hotels um 2 bis 3 Prozent zurückgehen. Interessanterweise rührt der Erfolg von Airbnb aber nicht daher, dass die Firma die traditionelle Konkurrenz unterbietet. In New York lag der durchschnittliche Preis für Hotelübernachtungen im Zeitraum der Untersuchung bei 125 Dollar, während Übernachtungen bei Airbnb durchschnittlich 145 Dollar kosteten. Das zeigt, dass die Kunden sich nicht immer für die preisgünstigste Möglichkeit entscheiden, sondern den Service wählen, der für sie am besten und angenehmsten ist.

Co-Creation : Co-Creation, also die gemeinsame Gestaltung von Produkten, Diensten, Angeboten usw. durch Anbieter und Kunden, hat viele Facetten, von der Anpassung von Produkten (Nike ID* Trainer) bis zur Umsatzbeteiligung (Apple App Store*). Daneben betreten sogenannte „Prosumenten“ (aus „pro“fessionell und Kon„sument“) die Spielfläche, zum Beispiel in Bereichen wie dem Energiesektor, wobei die Verbraucher nicht mehr nur Energie aus dem Netz beziehen, sondern auch Überschüsse aus ihren Solaranlagen gegen Entgelt ins Netz zurückspeisen. Außerdem arbeiten Firmen verstärkt mit Kunden zusammen, um bessere Produkte und Dienstleistungsangebote zu entwickeln. Beispielsweise entwickelte DHL* den „Paketkopter“, einen Zustelldienst mit Drohnen, nach einem Kundenworkshop. Während Amazon* mit seiner ersten Auslieferung per Drohne im Dezember 2016 Schlagzeilen machte, hatte DHL eine solche Zustellung bereits früher im selben Jahr durchgeführt, und zwar mit realen geschäftlichen Vorteilen. Die DHL-Umsetzung der Zustellung beim Endkunden („letzte Meile“) per Multikopter verkürzte die Zustellzeiten von 30 auf acht Minuten, erhöhte die Kundenzufriedenheit um mehr als 80 Prozent und den Anteil der pünktlichen Zustellungen auf 97 Prozent.

Erlebniswirtschaft („Experience Economy“): Dieses Geschäftsmodell gewinnt an Bedeutung, weil die Kundentreue im Vergleich zur Bezahlung eines einmal gekauften Produkts stärker ist. Um auf diesem Gebiet Erfolg zu haben, müssen die Unternehmen wirklich verstehen, was sich ihre Kunden im Ergebnis wünschen oder erhoffen, zum Beispiel Spaß zu haben, zu lernen oder gesünder zu sein. Es darf nicht nur vermittelt werden, dass sie „dieses Produkt besitzen“ müssen. Fitbit* und Nike* setzen das Modell beispielhaft in die Praxis um. Diese Firmen verkaufen mehr als einfach nur etwas zum Anziehen und Sportartikel, sie werben mit dem Streben nach einem gesunden Lifestyle.

Kreislaufwirtschaft : Im Zeitraum von 1970 bis 2010 hat sich unser Verbrauch an Erdressourcen laut International Resource Panel (IRP) verdreifacht (von 22 Milliarden Tonnen auf 70 Milliarden Tonnen). Diesem Trend gilt es dringend entgegenzuwirken, bevor unsere natürlichen Ressourcen verschwunden sind. Deshalb wird das Geschäftsmodell der Kreislaufwirtschaft immer bedeutsamer. Dahinter steht die Abkehr von einem linearen Produktzyklus mit „Produzieren, Nutzen und Entsorgen“ hin zu einem Kreislaufmodell mit Nutzungs- oder Gebrauchszyklen, bei dem Produkte so entwickelt und hergestellt werden, dass sie wiederverwendbar sind.

Michelin* liefert ein Beispiel aus der Praxis dafür, wie ein Unternehmen den Schritt in die Kreislaufwirtschaft vollziehen kann. Die Firma hat Sensoren in die Reifen integriert, die eine Überwachung der Leistungseigenschaften in Echtzeit und eine entsprechende Reaktion ermöglichen. So können etwa LKWs in den eigenen Standort zurückbeordert werden, wenn der Reifenverschleiß eine bestimmte Schwelle erreicht, und je nach Bedarf können die Reifen dann runderneuert, instandgesetzt oder ausgebessert werden. Die Rohmaterialkosten für die Runderneuerung und Instandsetzung eines Reifens liegen bei 50 % des Betrags, der für die Herstellung eines völlig neuen anfällt. Dadurch können die Reifen wiederverwendet werden, statt sie auf einer Deponie zu entsorgen. Im Grunde verkauft Michelin denselben LKW-Reifen zwei- oder dreimal und trägt dazu bei, die Umwelt zu schonen. Es wird in Zukunft voraussichtlich noch sehr viele weitere Anwendungsfälle für die Kreislaufwirtschaft geben. McKinsey* sagt voraus, dass die Kreislaufwirtschaft das Potenzial hat, bis 2025 Jahr für Jahr Materialkosten von 1 Billion USD einzusparen.

5) Hyperagilität: Innovationskraft und Schnelligkeit steigern

Wir erwähnten bereits die Bedeutung der Innovationskraft, wenn es darum geht, im Wettbewerb die Nase vorn zu behalten. Vorreiter zu sein, bringt zwar in allen Branchen oft große Vorteile, erfordert jedoch von den Mitarbeitern auch eine große Umstellung ihrer Arbeitsweise. „Bei unseren Kontakten mit Kunden, die diese Transformationen durchlaufen haben, stellen wir fest, dass jene Unternehmen, die ‚hyperagil‘ auftreten und sich rasch an neue Arbeitsmethoden und -modelle anpassen, die meisten Chancen auf Erfolg haben“, fährt Jim Henrys fort.

Henrys glaubt, dass sich ein hyperagiles Unternehmen durch drei charakteristische Eigenschaften definiert: 


- Die richtige Firmenkultur : Die Umsetzung einer Firmenkultur, die zu mehr Innovation seitens der Mitarbeiter führt, die Zusammenarbeit verstärkt und agiles Arbeiten ermöglicht, ist keine einfache Angelegenheit. Dazu müssen leitende Führungskräfte die Gründe einer Veränderung umreißen und darlegen, was sie von den Mitarbeitern erwarten.

Es ist praktisch unvermeidlich, dass auf dem Weg zu einem agilen Arbeitsumfeld auch Fehler gemacht werden, doch solange die Mitarbeiter Unterstützung haben, werden die Veränderungen erfolgreich verlaufen und für die Firma als Ganzes ein Gewinn sein. Ohne diese generelle Unterstützung einer Veränderung der Firmenkultur bleiben die Bemühungen auf Teilbereiche innerhalb einer Organisation beschränkt, was als notwendiger Impuls für einen wirklichen Wandel nicht ausreicht.

- Die richtige (moderne) Infrastruktur: Um einen Wandel erfolgreich herbeiführen zu können, muss Ihr Unternehmen über die geeigneten Systeme, Tools und Möglichkeiten verfügen. So wird beispielsweise eine Änderung der Firmenkultur mit dem Ziel einer verstärkt datenbasierten Entscheidungsfindung schnell wieder zum alten Muster zurückführen, wenn den Mitarbeitern kein einfacher und zeitgerechter Zugriff auf akkurate Daten ermöglicht wird. Entsprechend wird auch eine neue Unternehmenskultur, die eine intensivere Zusammenarbeit der Mitarbeiter anstrebt, nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn dafür nicht die geeigneten Geräte und Arbeitsbereiche vorhanden sind.

Natürlich ist es bei diesen Veränderungen nicht mit der Bereitstellung geeigneter Technik getan; sie müssen vielmehr durch die „Zustimmung“ zu einer anderen Arbeitsweise unterstützt werden. In dem genannten Beispiel der datenbasierten Entscheidungsfindung muss den Mitarbeitern klar vermittelt werden, welche Autorität sie auf der Grundlage der jetzt zugänglichen Daten für Entscheidungen erhalten. In Bezug auf die Zusammenarbeit müssen Methoden der Anerkennung und Belohnung eingeführt werden, die Teamwork sowohl unterstützen als auch honorieren.

- Die richtigen (smarteren) Räumlichkeiten ... und Menschen : Es ist eine Tatsache, dass mit „smarteren“ Mitteln ausgestattete Menschen und Räumlichkeiten effizienter und produktiver sind. Smarte Besprechungsräume machen es einfacher, schnell ins Tagesgeschäft einzusteigen. Intelligent gestaltete Büroräumlichkeiten eignen sich für unterschiedliche Arbeitsstile, für die Arbeit Einzelner ebenso wie für die gemeinsame Arbeit zweier Personen oder für spontane Versammlungen größerer Gruppen. Der technische Fortschritt verspricht in naher Zukunft eigene Virtual-Reality-Arbeitsbereiche und -Besprechungsräume, die geografisch weit entfernte Standorte zusammenführen. Zusätzlich werden KI-Assistenten und -Roboter am Arbeitsplatz mithelfen, diesen in eine smartere und sicherere Arbeitsumgebung zu verwandeln.

Als Anregung können Sie sich an Netflix* orientieren, einem exzellenten Beispiel für eine wirklich hyperagile Firma. Das Unternehmen ist dafür bekannt, geltende Regeln für das Personalwesen neu zu schreiben und eine völlig einzigartige Firmenkultur zu entwickeln, die mitgeholfen hat, einen Abonnentenstamm mit 93 Millionen Nutzern und eine riesige Bibliothek mit preisgekrönten Titeln aufzubauen sowie einen Marktwert von 61 Milliarden USD zu erreichen. Zu den besonderen Strategien des Unternehmens zählt die Pflege einer höchst leistungsfähigen Firmenkultur, die Zahlung bester Gehälter auf dem Markt, das Angebot von unbegrenztem Urlaub und dass die Mitarbeiter große Freiheit genießen, um ihre Leistung entfalten zu können. Einzelheiten des Netflix-Modells erfahren Sie in der mehr als 120 Seiten umfassenden PowerPoint-Präsentation der Firma, die als eines der hervorragendsten aus dem Silicon Valley stammenden Dokumente gilt.

Zusammenfassend: Gehen Sie die Veränderungen jetzt an!

Wir haben in diesem Überblick über empfehlenswerte Vorgehensweisen für den Einstieg in die 4. industrielle Revolution viel Grundlegendes thematisiert. Die Kernpunkte sind, dass keine Branche vom digitalen Umbruch verschont bleiben wird, dass den Wandel beschleunigende Technik begrüßt und angenommen werden muss, um die Unternehmenstransformation zu unterstützen und dass die erfolgreichsten Firmen hyperagil, ständig innovativ und bereit sind, ihre Geschäftsmodelle zu verändern. John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten, fasste die Bedeutung von Veränderungen in einem Satz zusammen, als er sagte, dass der Wandel das Gesetz des Lebens sei: „Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit oder die Gegenwart schauen, sind dazu bestimmt, die Zukunft zu verpassen.“ Und in dieser durch einschneidende Umbrüche geprägten Welt sind diese Worte zutreffender denn je.

Achten Sie auf künftige Beiträge aus unserer Reihe, in der wir Ihnen Tipps für Erfolgsmethoden geben und weitere Beispiele aus der Praxis präsentieren, die aufzeigen, wie man sich erfolgreich im Strudel des Wandels zurechtfindet.

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