Der COVID-Effekt: Wie IoT-Technik Einzelhändlern dabei hilft, sich an die neue Normalität anzupassen

Während Geschäfte überall auf der Welt erneut öffnen, müssen sie sich auf ein gänzlich neues Einkaufserlebnis im Einzelhandel vorbereiten.

Die COVID-19-Pandemie hat die Gewohnheiten von Verbrauchern auf bislang ungekannte Weise verändert und das Einkaufserlebnis gänzlich neu definiert. Geschäfte, Banken und andere stationäre Anbieter müssen sich schnell anpassen und eine ganze Reihe von Maßnahmen einführen, beispielsweise Plexiglas-Scheiben, Bodenmarkierungen für Social Distancing und Schutzausrüstung für Mitarbeiter.

„Die Pandemie hat das Einkaufserlebnis gänzlich neu definiert und Einzelhändler dazu gezwungen, sich schnell an eine neue Realität anzupassen.“

IoT-Technik, die bereits seit einiger Zeit im Einzelhandel an Popularität zulegt, hilft dem Einzelhandel, sich an die neue Normalität anzupassen. Angesichts besonders strenger Hygienemaßnahmen erfolgt ein Umstieg zu kontaktlosem Bezahlen, und Einzelhändler werden das Potenzial weiterer berührungsloser Ansätze in Zukunft wohl eingehender erkunden. Gerade einmal zwei Jahre nach der Eröffnung des ersten kassenlosen Supermarkts Amazon Go* startete Amazon* jüngst mit der Lizenzierung seiner „Just Walk Out*“-Technik. Sie soll auch anderen Einzelhändlern den Zugang zu dem Ansatz ermöglichen, dass Kunden ihre Artikel einfach einpacken und das Geschäft damit verlassen können1.

Nach dem Lockdown werden nun immer mehr Geschäfte erneut geöffnet. Sie können dies jedoch nur tun, wenn sie die neuen behördlich festgelegten Richtlinien erfüllen. Eines der Hauptthemen ist Social Distancing, also die maximale Anzahl von Personen, die sich gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten dürfen. Viele Geschäfte haben diese Zählung während des Lockdowns und darüber hinaus manuell durchgeführt, indem sie im Eingangsbereich zusätzliche Mitarbeiter einsetzten, die die Anzahl der Käufer festhielten. Dies kann jedoch umständlich, ungenau und kostenintensiv sein und ein Ansteckungsrisiko bergen. Der Einsatz eines auf IoT-Technik basierenden automatisierten Systems könnte sicherer und deutlich wirtschaftlicher sein.

Intels Partner Crosscan* hat ein Tool entwickelt, das Einzelhändler dabei unterstützen kann sicherzustellen, dass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nur eine festgelegte Höchstzahl von Kunden im Geschäft aufhält. Die auf die digitale Transformation im Einzelhandel spezialisierte Firma lässt bereits seit langer Zeit mit ihren innovativen Ansätzen für den Einzelhandel aufhorchen, zum Beispiel mit der ersten Cloud-basierten Analyseplattform für den Einzelhandel, die 2013 entwickelt wurde. Das Unternehmen, das Kundenbedürfnisse mit IoT-Technik kombiniert, verzeichnet heute über 21.000 installierte Systeme in mehr als 49 Ländern, wobei über 800 Marken und Einzelhändler die Analyse ihrer Daten Crosscan* anvertrauen.

Das Crosscan-Tool „Occupancy Level Management in Real Time“ nutzt einen IoT-Sensor, um die Anzahl der Personen zu zählen, die ein Geschäft betreten oder verlassen, und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung der DSGVO. Einzelhändler können eine maximale Anzahl von Personen in das System eingeben. Wenn diese Grenze erreicht ist, löst das Tool eine Aktivität aus. Es sendet beispielsweise eine Nachricht an ein Smartphone oder es zeigt auf einem Display eine Meldung an, die Kunden darüber informiert, dass sie warten müssen, bevor sie das Geschäft betreten dürfen. Das neue Tool kann als eigenständige Lösung eingesetzt werden. Kunden, die bereits einen Crosscan 3D-Sensor besitzen, können es einfach als weitere Anwendung hinzufügen.

„Unser Occupancy Level Management in Real Time hilft Einzelhändlern, neue Sicherheitskonzepte einfach umzusetzen. Und es sorgt dafür, dass sich Mitarbeiter und Kunden beim Einkauf in einem Geschäft sicher fühlen“, sagt Thorsten Crosscan. „Die Kundenfrequenzdaten sind auch online innerhalb der ‚Cross Connect IoT‘-Plattform verfügbar, wo sie die Basis für weitere Einzelhandelsanalysen liefern. Occupancy Level Management in Real Time hat durch die aktuelle Situation einen Aufschwung erzielt, aber die Nachverfolgung von Kundenbewegungen mit 3D-Sensoren wird in Zukunft noch wichtiger werden.“

Das deutsche Einrichtungshaus Ostermann* arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit Crosscan und nutzt die Technik für Einzelhandelsanalysen. Seit dem Beginn der Pandemie hat Ostermann das System erweitert und verwendet nun auch das „Occupancy Level Management in Real Time“-Tool in seinen Filialen. Weitere wichtige Crosscan-Kunden sind Vodafone* und Deutsche Telekom*, die beide die Crosscan-Plattform einsetzen, um tausende Filialen zu kontrollieren.

Die Pandemie hat das Einkaufserlebnis gänzlich neu definiert und Einzelhändler dazu gezwungen, sich schnell an eine neue Realität anzupassen. IoT-Technik war bereits vor der COVID-Situation ein wichtiger Trend, aber die durch die Pandemie verursachten massiven Veränderungen dürften deren Einführung in Zukunft wohl weiter beschleunigen. Mithilfe von IoT-Sensoren können Einzelhändler Prozesse wie die Überwachung der Anzahl der in einem Geschäft anwesenden Personen automatisieren und so dazu beitragen, dass sowohl Mitarbeiter als auch Kunden geschützt sind. Da uns COVID-19 voraussichtlich noch einige Zeit begleiten wird, müssen Einzelhändler weiterhin nach Möglichkeiten suchen, die dafür sorgen, dass ihre Geschäftstätigkeit entsprechend weiterer Entwicklungen mit schützenden Maßnahmen einhergeht.

*Andere Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.