Counter-Strike: Global Offensive – Der König im E-Sport

Der Taktik-Shooter zieht seit Jahrzehnten Spieler und Fans in seinen Bann. Wir zeigen dir, welchen Weg das Spiel hinter sich hat und versorgen dich mit frischen Updates zur aktuellen Saison.

Vor 21 Jahren schallte im Taktik-Shooter Counter-Strike* erstmals der markante Startschuss zu Rundenbeginn mit einem blechernen „Go, go, go“ durch Lautsprecher und die Headsets der Spieler. Bei den damaligen Top-Clans TAMM, Ocrana, oder aLosers hätte es wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass eines Tages Millionen-Preisgelder wie bei der ESL One* oder den Intel® Extreme Masters (IEM) in einem PC-Spiel ausgeschüttet werden würden. Als im Jahr 2002 beispielsweise die ESL Pro Series* (EPS*) ins Leben gerufen wurde, erhielt dessen erstplatzierter Clan mousesports in der Auftaktsaison gerade einmal 15.000 Euro Siegprämie. Doch schon bald machte sich der Titel daran, eine neue Sport- und Unterhaltungsart zu schaffen: 1999 noch als Counter-Strike Beta geführt, ein Jahr später als Counter-Strike 1.0 offiziell erschienen, ist die ehemalige Half-Life*-Modifikation zweier Gaming-Enthusiasten seitdem nicht mehr aus dem E-Sport wegzudenken – im Gegenteil. Erst im Februar 2020 hat Counter-Strike: Global Offensive* (CS:GO), die aktuelle Iteration des Dauerbrenners des Entwicklerstudios Valve*, einen neuen Spielerrekord von über 900.000 gleichzeitig zockenden Gamern aufgestellt – acht Jahre nach seinem Release!

Dabei war der Start alles andere als vielversprechend. Denn als CS:GO erschien, regte sich Widerstand in der Community. Die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger Counter-Strike: Source* (CS:S), der erstmals die Physik der hauseigenen Source*-Engine zu einem wichtigen Spielelement machte, fielen laut Kritikern zu marginal aus. Das ursprüngliche Waffenverhalten des neuen Ego-Shooters eignete sich beispielsweise nicht für kompetitives Spielen, da der Rückstoß zu willkürlich war, um gleiche Voraussetzungen für alle Spieler zu bieten. Daraufhin steckten die Entwickler noch mehr Herzblut in ihr Projekt, passten Spielmechaniken an und fügten Neuerungen wie einen Replay-Modus, erspielbare Ränge und Turniermodi hinzu, die die gesamte Branche auf Jahre prägen sollten.

Fünf Freunde müsst ihr sein

Unverändert blieb das leicht nachzuvollziehende Spielprinzip: Im klassischen Entschärfungsmodus, der bei relevanten Turnieren vor Live-Publikum in riesigen Hallen wie der Lanxess* Arena in Köln gespielt wird, müssen die Antiterroreinheiten (engl. Counter-Terrorists, CTs) verhindern, dass die Terroristen (engl. Terrorists, Ts) an einem von zwei festgelegten Punkten eine Bombe platzieren. Dazu haben sie 120 Sekunden Zeit. Die Gegenseite muss die Sites wahlweise bis zum Ablauf des Countdowns vor der Entschärfung beschützen oder vorher alle CTs ausschalten. Für das erfolgreiche Erfüllen der Mission und das Ausschalten von Gegnern erhalten die Spieler Geld, das zu Rundenbeginn in neues Equipment wie Waffen und Rüstung investiert werden kann (Stichwort: AWP only). Nach 15 der 30 Runden pro Map werden die Seiten gewechselt, wer zuerst 16 Runden für sich entscheiden kann, gewinnt die Karte.

ESL | Carlton Beener

Neben Mapkenntnis und Treffsicherheit durch Quickscoping ist jedoch insbesondere Teamplay entscheidend für den Sieg – und dank Matchmaking und Freundeslisten gehen dir die Mitspieler nie aus. In einer festen Gruppe zu spielen, bietet zudem den Vorteil, dass du dich mit deinen Mates aufeinander einspielen kannst. Sei es optimiertes Spacing beim Split-Push auf B, ein perfekt orchestrierter Banana-Rush, strenge Eco-Rounds oder präzise Calls: Diese kooperative Komponente ist einer der wichtigsten Faktoren, der CS:GO auf dem E-Sport-Thron hält.

Von Dream-Teams und alten Bekannten

Wie wichtig ein eingespieltes Team für den Erfolg ist, zeigt sich auch bei aktuellen Top-Mannschaften wie dem deutschen Clan mousesports. Dessen internationales Roster spielt seit nunmehr einem Jahr erfolgreich zusammen und hat vier der letzten fünf Turniere, darunter namhafte Veranstaltungen wie die ESL Pro League* Season 10, für sich entscheiden können. Noch imposanter fällt das Resümee bei Astralis aus: Die Dänen setzen – mit einer Ausnahme – seit 2016 auf die gleiche Zusammensetzung und befinden sich seit über zweieinhalb Jahren in den Top-10 des CS:GO World Rankings der ESL.

Welche Auswirkungen eine Veränderung in der Aufstellung mit sich bringt, zeigte zuletzt Fnatic aus Schweden. Das E-Sport-Urgestein verlor Anfang 2019 mit Maikil „Golden“ Kunda Selim und Robin „flusha“ Rönnquist gleich zwei Leistungsträger an die Konkurrenz von Cloud9 und kämpfte sich anschließend durch eine eher durchwachsene Saison. Erst als die beiden Spieler im September zu den Skandinaviern zurückkehrten, kam das Team wieder zurück auf die Erfolgsspur. Es setzte sich bereits im Oktober vor heimischer Kulisse in einem spannenden Finale mit 14:16, 19:16 und 16:13 gegen Team Vitality bei den DreamHack Masters* Malmö 2019 durch. So schafften sie es auf Platz drei des World Rankings und werden sicherlich auch dieses Jahr wieder für Furore sorgen.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte bereits Natus Vincere, die als bisher einzige Organisation an allen Major Championships in CS:GO teilgenommen haben und auf den IEM Katowice ihren Anspruch auf die Top-10 mit einer phänomenalen Leistung unterstrichen. Das russisch-ukrainische Team setzte sich in den Playoffs in Polen zunächst gegen Team Liquid durch, die zuletzt die Intel Grand Slam Season 2 gewannen. Auch vor Astralis, die bis zu diesem Zeitpunkt im Turnierverlauf keine einzige Map abgeben mussten, machten sie keinen Halt und besiegten die Favoriten mit 16:5 und 16:5. Im Finale wiesen sie anschließend G2 Esports, die bereits zum dritten Mal in Folge in einem Titelmatch standen, im Best-of-5 mit 16:4, 16:13 und 16:2 in ihre Schranken.

2020 wird DAS Jahr für CS:GO

Chancen, auf dieser Performance aufzubauen, bieten sich in der aktuellen Season jedenfalls reichlich. Fans können sich beispielsweise auf die mit einer Million US-Dollar dotierten Major Championships in Rio (11. bis 24. Mai) und an einem noch nicht feststehenden Veranstaltungsort im November freuen. Das heißersehnte Highlight stellen dieses Jahr allerdings die Masters Championship der ESL One in der Cathedral of Counter-Strike in Köln vom 10. bis 12. Juli dar. Die Qualifikation zu dem Turnier findet erstmals über die neu ausgerufene ESL Pro Tour statt. Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss aus IEM, ESL One*, ESL Pro League*, DreamHack Open* und DreamHack Masters* zu einer gemeinsamen Serie, bei der die Clans auf Challenger und Master Tournaments der „Road to Cologne“ EPT-Punkte sammeln müssen. Gelegenheit dazu erhalten sie unter anderem auf den DreamHack Masters* Jönköping 2020 (12. bis 14. Juni) und der DreamHack Open* Valencia 2020 (3. bis 5. Juli). Alle wichtigen Termine der Saison 2020 findest du zudem in dieser Übersicht.

Copyright: ESL

Als besonderen Anreiz für eine bestmögliche Performance hat Intel® auch dieses Jahr wieder den Intel® Grand Slam ausgeschrieben. Der Bonus von einer Million Dollar wird an das Team ausgezahlt, das von zehn aufeinanderfolgenden Veranstaltungen entweder sechs EPT Masters Turniere gewinnt oder mindestens eine Championship und drei weitere Events für sich entscheidet. Aktuell befinden sich Astralis, Fnatic, Evil Geniuses, Team Liquid, mousesports und Natus Vincere mit jeweils einem Sieg gleichauf, was eine äußerst spannende Saison 2020 verspricht.

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