Wie baut man einen Gaming-PC?

Das Zusammenstellen Ihres eigenen PCs wird Ihr Spielerlebnis maximieren und es ermöglicht Ihnen, die Komponenten jederzeit aufzurüsten.

Finden Sie heraus, ob das Bauen eines selbst zusammengestellten PCs das Richtige für Sie ist und erfahren Sie mehr über die Hardware, mit der Sie die Leistung für Spiele und ihr Vergnügen maximieren können.

Wenn Sie den Weg hierher gefunden haben, stehen die Chancen gut, dass Sie mit ihrem ganz eigenen Gaming-Rig losziehen und die Welt erobern wollen. Oder vielleicht sind Sie auf der Suche nach besserer Leistung, um im Wettkampf auftrumpfen zu können. Oder aber Sie versuchen herauszufinden, ob es das Richtige für Sie ist, Ihren Gaming-PC selbst zu bauen.

Es ist jedoch wirklich egal, wo sie sich in diesem Spektrum einordnen, denn es war noch nie einfacher, seinen eigenen Computer zu bauen. Die Investition in einen individuellen Gaming-PC (selbst gebaut, und nicht weniger) ist der Beginn einer langjährigen Beziehung, die Sie nach eigenem Belieben und Anforderungen verändern können. Nie zuvor standen Ihnen so viele coole Optionen zur Verfügung, um Ihr Rig zu konfigurieren und es mit ganz persönlichen Highlights zum Glänzen zu bringen.

Der Bau eines PCs ist jedoch nicht ganz ohne Risiko für Ihren Geldbeutel, Ihre Geduld und Ihr körperliches Wohlbefinden. Das Überprüfen der Kompatibilität der Komponenten und der Hardware ist entscheidend. Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl und der Montage. Die Garantien für PC-Komponenten variieren. Bereiten Sie sich darauf vor, um eine gefahrlose Montage sicherzustellen. Die Hersteller veröffentlichen alle Leitfäden und Kompatibilitätsangaben auf ihren Websites.

Suchen Sie die Hardware für Ihren Gaming-PC aus
Komponenten wie Grafikkarten, Mainboards und Solid-State-Festplatten (SSD) sind überall erhältlich, mittlerweile sehr benutzerfreundlich und bieten eine einfache Installation und Softwarekonfiguration. Sie haben zahllose Ressourcen zur Auswahl: von Gamern die Tutorialvideos anbieten bis hin zu textbasierten „Schritt für Schritt“-Anleitungen auf den Top-Tech-Sites. Es gibt eher zu viel als zu wenig Information! Sie sollten bei Ihrer Recherche darauf achten, Beiträge neueren Datums (der letzten drei Jahre) zu lesen oder anzuschauen. Hardware und Peripheriegeräte werden kontinuierlich besser.

Hier sind die typischen Hardware-Komponenten, die Sie für die Zusammenstellung eines Gaming-PCs benötigen:

  • CPU/Prozessor
  • Mainboard
  • Arbeitsspeicher (RAM)
  • Grafikkarte (GPU, Graphics Processing Unit) 
  • Speicher, Festplattenspeicher (HDD), Solid-State-Laufwerk (SSD)
  • Netzteil
  • Kühlsystem (Lüfter oder Flüssigkeit), Kabelverteiler für Lüfter
  • Gehäuse
  • Peripheriegeräte zum Spielen (Tastaturen, Mäuse, Kopfhörer)

Budget-Planung und Aufrüsten Ihres Gaming-PCs
Die Kraft, der Look und das Aussehen Ihres Gaming-PC hängen in erster Linie von Ihrem Budget und ihrem Engagement ab. Ihr Budget sollte in der Tat Ihre erste Überlegung sein, da Ihre gesamte Entscheidungsfindung darauf beruht. Das Bauen eines eigenen Rig kostet nicht automatisch weniger als ein PC aus dem Kaufregal, aber Sie können Geld sparen, indem Sie Ihre Hardware als Sonderangebot oder auf Websites für Wiederverkäufer kaufen. Außerdem vermeiden Sie die Kosten für den Zusammenbau, da Sie diese Arbeit selbst übernehmen. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von tollen Produkten auf dem Markt zur Auswahl. Wenn Ihr Budget also knapp ist, können Sie immer noch einige der Komponenten später nachkaufen.

Bedenken Sie die Vorteile durch das Aufrüsten auf eine leistungsstärkere CPU, Grafikkarte oder andere Hardware, um die Leistung Ihres Gaming-PCs noch weiter zu verbessern. Wenn Sie sich daran halten, werden Sie sicherlich einen Rechner bauen, der viele Reserven für die Zukunft bereithält, einschließlich einige der aktuellsten Erfahrungen der Virtuellen und Erweiterten Realität, die da draußen auf Sie warten. 

Komponenten
Werfen wir einen kurzen Blick auf den Zweck jeder einzelnen Hardware-Komponente und wie Sie die besten Teile für ihre Gaming-Anforderungen finden können. Recherchieren Sie so viel Sie können, damit Sie wenigstens eine Vorstellung davon haben, nach welchen Produkten Sie suchen müssen. Andere Spieler haben vielleicht Ihre bevorzugten Komponenten online gepostet oder sogar ein YouTube-Video veröffentlicht. Vorheriges Recherchieren zahlt sich auf lange Sicht aus!

Zumindest sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Hardware-Komponenten miteinander kompatibel sind. Eine kurze Suche im Internet oder auf der Hersteller-Website kann hilfreich sein.

„Ich möchte diesen Computer wirklich lange verwenden, daher wollte ich ihn möglichst zukunftssicher bauen und ihn mit einer leistungsstarken CPU ausstatten, die alle technischen Anforderungen mehrere Jahre lang übertreffen kann.“

Antonio Villas-Boas schreibt für den „Business Insider“

Mainboard
Wenn der Prozessor das Gehirn ist, kann das Mainboard mit dem Nervensystem verglichen werden. Die CPU erteilt Anweisungen. Anschließend kommuniziert das Mainboard mit den anderen Hauptkomponenten des Gaming-PCs (Grafikkarten, Speichermodulen, Festplatten, optischen Laufwerken und sogar Wireless-Komponenten) und sorgt dafür, dass die von der CPU angeordneten Aufgaben ausgeführt werden.

Die Auswahl eines Prozessors und eines Mainboards sollte gemeinsam erfolgen, da sie in verschiedener Hinsicht kompatibel sein müssen.

Intel hat ein tolles Tool, das Sie nutzen können: das Intel® Desktop Compatibility Tool. Führen Sie die einfachen Schritte aus, um den Intel® Prozessor zu finden, den Sie haben (oder gerne hätten) mit einer Liste der kompatiblen Mainboards.

Grafik
Es gibt zwei Arten von Grafikkarten – integrierte und diskrete (auch als „dediziert“ bezeichnet). Die integrierten Grafikkarten haben sich im Laufe der Jahre verbessert, und einige von ihnen, wie beispielsweise die Intel® Iris® Plus Grafikkarte, reichen an die Leistung diskreter Grafikkarten heran bei Anwendungen wie:

  • Filme in HD/4K
  • Bearbeiten von Fotos und Videos
  • Anzeigen hoher Bildfrequenzen bei heutzutage beliebten Spielen

Im Vergleich dazu sind „diskrete Grafikkarten“ (Add-in-Grafikkarten für PCIe-Slot* von Nvidia oder AMD) ein Muss für jeden ernsthaften Gamer, der anspruchsvolle, intensive Spiele spielt und die besten Virtual-Reality-Lösungen nutzt. Eine Grafikkarte verfügt über einen integrierten Grafikprozessor (GPU), der Videosignale umwandelt und komplexe Berechnungen durchführt, um binäre Daten in die gerenderten Grafiken umzuwandeln, die Sie in Spielen sehen.

Wenn Sie nach einem Grafikprozessor suchen, ist die Bildfrequenz ein geeigneter Parameter zur Bemessung der Leistung. Die Bildfrequenz teilt Ihnen mit, wie schnell ein Bild auf dem Bildschirm aktualisiert wird, um Bewegungen und eine allgemeine grafische Qualität zu erzeugen. Die Bildfrequenz wird in Bildern pro Sekunde (FPS) gemessen. Je mehr Bilder pro Sekunde, desto besser ist Ihr Spielerlebnis. In der Regel wird jede Bildfrequenz unter 60 fps einen ernsthaften Gamer eher enttäuschen, daher können Sie hier den Minimalwert für Gamer ansetzen. Andererseits sind Sie mit 90 fps bestens für ein Virtual-Reality-Spiel gerüstet.

Es gibt Dutzende, wenn nicht Hunderte von PC-Tech-Review- und Benchmark-Websites, wo man mehr Informationen über das Angebot finden kann. Schauen Sie sich einige an und vergleichen Sie die Bildfrequenz oder andere Parameter für die Spiele oder Anwendungen, die IHNEN am wichtigsten sind. Denken Sie daran, dass Grafikkarten und Grafikprozessoren mit anderen Hardware-Komponenten zusammenarbeiten müssen, wie unter anderem Mainboard, Netzteil, Speicher und CPU. Vergewissern Sie sich immer vorher, dass die Grafikkarte Ihrer Wahl auf Ihrem Mainboard installiert werden kann.

Arbeitsspeicher (RAM)
Der Arbeitsspeicher (RAM, Random Access Memory) hilft Ihrem Gaming-PC, schnell auf Dateien zuzugreifen und mehrere Anweisungen gleichzeitig ohne Verzögerung auszuführen. Je mehr RAM vorhanden ist und je schneller der RAM, umso besser wird Ihre Erfahrung sein.

Wenn Sie Zeit und Mühe investiert haben, um Ihren eigenen Spiele-PC zu bauen, werden Sie wahrscheinlich mehr RAM installieren wollen als die grundlegenden 4 GB, die Sie in den meisten vorgefertigten PCs finden. Obwohl 8 GB RAM bereits gute Leistung zeigen, werden die besten Gaming-Enthusiasten bis zu 16 GB RAM in Ihren Rigs verwenden.

Betriebssystem (BS)
Wenn Sie Ihren eigenen Spiele-PC bauen, wählen Sie auch das Betriebssystem aus. Denken Sie darüber nach, welche Programme und Anwendungen (abgesehen von den Spielen) Sie ausführen werden und stellen Sie sicher, dass das Betriebssystem Ihrer Wahl mit all diesen gut funktioniert. Zu den beliebtesten Betriebssystemen gehören Windows* 10, Linux* und Mac* OS, aber es gibt auch noch andere Optionen. Windows* 10 hat erst kürzlich ein Update herausgebracht, das wichtige Optimierungen für Spiele vorsieht.

Speicher: Solid-State-Laufwerk (SSD) oder Festplatte (HDD)
Als Nächstes entscheiden Sie sich für SSD oder HDD, oder beides? Viele glauben, ein leistungsstarker Gaming-PC benötige eine SSD für ultraschnelle Spiel-Ladezeiten und fast sofortige Reaktionsfähigkeit.

Sie könnten es mit dem Besten aus beiden Welten probieren und eine weniger teure SSD in Verbindung mit einer Festplatte nutzen. Sie erhalten schnelle Ladezeiten, Kosteneffizienz und Speicherkapazität. Um das richtige Modell (oder mehrere Modelle) auszusuchen, überprüfen Sie, wie viel Speicherplatz Sie für die Spiele benötigen, die Sie spielen möchten, und denken darüber nach, wie viele andere Dinge (Spiele, Dateien, Musik, Videos) Sie dort ebenfalls speichern können.

Netzteil
Erfahrene Gamer werden Ihnen sagen, dass Sie die Bedeutung der Stromversorgung nicht unterschätzen sollten! An diesem Punkt zu sparen, ist keine besonders gute Idee. Die Qualität des Netzteils ist ein wichtiger Faktor. Ein billiges Netzteil kann ihre Hardware beschädigen – insbesondere dann, wenn es die Kühlleistung nicht erbringen kann, mit der sie es belasten.

Klimatisierung
Ein High-End-PC oder Gaming-Rig erzeugt generell viel Wärme. In der Regel werden Grafikkarten und Prozessoren mit Lüftern geliefert, die einen Teil der entstehenden Wärme abführen. Auch PC-Gehäuse sind jetzt häufig mit Ansaug- und Abluftgebläsen ausgestattet. Dies ist in der Regel ausreichend für einen normalen PC. Wenn Sie allerdings daran interessiert sind, die CPU zu übertakten und Ihre Spielleistung noch etwas hochzuschrauben, benötigen Sie eine Kühlung.

Es gibt zwei primäre Optionen: Luft oder Flüssigkeit. Eine Luftkühlsystem ist wahrscheinlich günstiger und für Anfänger leichter in einen Computer einzubauen, wohingegen Flüssigkeitskühlsysteme teuer sind, aber bessere Ergebnisse liefern. Diese Systeme sind wahrscheinlich nicht ganz so einfach zu installieren. Sie sollten auch daran denken, wie viel Platz Sie in Ihrem Gehäuse für Lüfter oder Rohre haben. Auch hier entscheidet sich viel durch die Auswahl der CPU.

Gehäuse
Die Auswahl des Gehäuses ist ebenfalls eine wichtige Entscheidung, da diese in einer Vielzahl verschiedener Formen, Größen und Konfigurationen angeboten werden, damit Sie Ihren Build wirklich individuell ausstatten können. Wenn Sie mit Ihrem Gehäuse eine solide Investition tätigen, sollte es Ihnen über mehrere Builds oder Aufrüstungen erhalten bleiben.

Es gibt zwei Sachen, die Sie bei der Auswahl eines Gehäuses bedenken müssen: Betrachten Sie zunächst ihre Komponenten: Werden sie alle in das Gehäuse passen? Gibt es zusätzlichen Platz für weitere Laufwerke oder zum Aufrüsten? Möchten Sie eine Kühlung oder zusätzliche Lüfter einbauen?

Wie werden die Kabel verstaut? Sind Ihre Laufwerke zugänglich? Sie sollten auf diese Dinge achten, wenn Sie Ihr nächstes PC-Gehäuse auswählen, und auch feststellen, ob es zu Ihrem Mainboard passt.

Peripheriegeräte für Games
Sie brauchen eine spezielle Maus und Tastatur, die für den harten Einsatz beim Gaming ausgelegt sind, um Ihr System abzurunden. Gaming-Mäuse sollten komfortabel und ergonomisch sein und natürlich dem stundenlangen Einsatz standhalten. Die meisten haben benutzerdefinierbare Tasten und bieten zusätzliche Präzision und Genauigkeit.

Gaming-Tastaturen sind ein Muss für die meisten Spieler, vor allem, wenn sie Ego-Shooter, Strategiespiele oder Massively Multiplayer Online Games (MMOs) bevorzugen. Gaming-Tastaturen verfügen über Funktionen wie mechanische Tasten, Extratasten für die Programmierung von Makros und sogar farbige Hintergrundbeleuchtung. 

So wird ein PC draus …
Wenn Sie alle Komponenten für Ihren Gaming-PC zusammen haben, wird es Zeit für die Montage. Wie Sie diese Teile montieren, und in welcher Reihenfolge liegt bei Ihnen. Wenn Sie vorab schon einiges an Zeit investiert haben, um sich mit Ihren Komponenten und ihrer Kompatibilität vertraut zu machen, sollten Ihnen der Zusammenbau Ihres Gaming-PCs keine Schwierigkeiten bereiten. Nehmen Sie sich Zeit, befolgen Sie immer die Herstelleranweisungen, seien Sie vorsichtig, da hier echter Strom fließt, und genießen Sie den Prozess. 

Wählen Sie Ihren Performance-Level

Anhand dieses Diagramms können Sie mit der Suche nach Ihrer Hardware beginnen. Es bietet eine (von uns vorgenommene) Klassifizierung der Optionen für CPUs, Grafikkarten und SSDs in einer Vielzahl von Leistungsstufen in Gut, Besser und Optimal.

  Gut Besser Optimal
CPU: Caches sind Datenpools, die „näher“ bei der CPU liegen und für noch schnelleren Zugriff und höhere Geschwindigkeiten sorgen. Suchen Sie nach einem Level 3 (L3) Cache, um mehr Daten bei hohen Geschwindigkeiten verschieben zu können. 3,9 MHz
2 Kerne
4 MB Cache
4,1 MHz
4 Kerne
6 MB Cache
4,9 MHz
4 Kerne
8 MB Cache
GPU: Sorgt dafür, dass Sie jedes Detail in jeder Auflösung mit einer hohen Bildrate (FPS) angezeigt bekommen – ohne Verzögerung. 860 MHz
60 FPS
1,25 GHz
60 FPS
1,48 GHz
60 FPS
SSD: Mehr Gigabyte Speicherplatz bedeuten schnellere Übertragung und Ladezeiten. 250 GB 500 GB 1 TB

Produkte und Technik

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