Intel hat das Omni-Path-Geschäft an Cornelis Networks ausgelagert, ein unabhängiges Unternehmen im Intel-Capital-Portfolio. Cornelis Networks wird Bestands- und Neukunden weiterhin mit führenden, zweckbestimmten Hochleistungs-Netzwerkprodukten für High-Performance-Computing und künstliche Intelligenz beliefern. Intel ist der Ansicht, dass Cornelis Networks das Technologieumfeld von hochleistungsstarken Fabric-Lösungen erweitern und Optionen für Kunden bieten wird, die mithilfe von Intel® Xeon® Prozessoren Cluster für HPC und KI erstellen werden. Weitere Einzelheiten zur Veräußerung und Umstellung von Omni-Path-Produkten finden Sie unter www.cornelisnetworks.com.
Kurzübersicht:
Als eine der führenden chinesischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen bietet die Universität Peking viele Ausbildungszweige in den angewandten und theoretischen Naturwissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, in der Medizin, der Wirtschaft und der Pädagogik an. Für die Förderung der universitären Forschung ist die Einrichtung für High-Performance-Computing (HPC) von Bedeutung. Die Ressourcen der Universität Peking im Bereich HPC helfen den Wissenschaftlern dabei, neue Entdeckungen in den Bereichen Materialwissenschaft Al, Physik, Chemie, Wetter und Klima sowie vielen anderen Fachbereichen zu machen. Zu den jüngsten Ergänzungen der HPC-Ausstattung gehören zwei Cluster für die Ausbildung und die studentische Forschung, die mit skalierbaren Intel® Xeon® Prozessoren und der Cornelis Networks Fabric arbeiten.
Herausforderung
HPC-Einrichtungen sind eine wichtige Komponente in der akademischen Forschung. Um ihre Reputation als führende Forschungseinrichtung Chinas aufrechtzuerhalten und die laufende Forschung in den Bereichen Chemie, Bildverarbeitung, künstliche Intelligenz (KI), Kryoelektronenmikroskopie (Kryo-EM) und anderen Wissenschaften zu unterstützen, benötigte die Universität Peking mehr Rechenkapazitäten in ihren HPC-Einrichtungen.
Lösung
Im Jahr 2018 wandte sich die Universität Peking wegen neuer Supercomputing-Cluster an Anbieter von Supercomputern. Im Mai nahm die Universität einen Vier-Knoten-Cluster für die Ausbildung in Betrieb. Dieses System wurde mit Inspur-NF5280M5-Servern, die auf Intel® Xeon® Gold Prozessoren 6132 mit jeweils 14 Kernen basieren, aufgebaut. Der Cluster verfügt insgesamt über 112 CPU-Kerne, die zur Bereitstellung vieler virtueller Maschinen im gesamten System verwendet werden.
Im Oktober desselben Jahres ging ein wesentlich größerer Forschungscluster namens Weiming Life Science #1 mit insgesamt 150 Knoten in Betrieb. 129 Rechenknoten bestehend aus Lenovo-SD530-Servern sind mit jeweils zwei Intel® Xeon® Gold Prozessoren 6142 mit 16 Kernen bestückt, und sieben Lenovo-XS1500-GPU-Knoten enthalten jeweils zwei Intel® Xeon® Prozessoren E5-2690 v4 und vier Grafikkarten. Weitere 14 Knoten, bestehend aus Servern des Typs Lenovo SR650, SR630 und Lenovo System X3650 M5, sind für Login-, Verwaltungs- und Datenspeicherdienste zuständig. Die Rechen- und GPU-Knoten sind über die Intel Omni-Path-Architektur (Intel OPA) mit 100 Gbit/s gekoppelt.
Der Forschungscluster liefert insgesamt mehr als 0,5 PetaFLOPS Spitzenleistung (587,8 TeraFLOPS).
Die HPC-Ressourcen der Universität Peking helfen deren Wissenschaftlern, neue Entdeckungen in den Bereichen Materialwissenschaft, Physik, Chemie, Wetter und Klima und mehr zu machen.
Ergebnisse
„Die neuen Cluster bieten die hochleistungsfähigen, wissenschaftlichen und technischen Computerdienste, die für die gesamte Universität benötigt werden“, kommentiert Chun Fan, Senior Engineer, Leiter der Abteilung Systemmanagement im Rechenzentrum der Universität Peking und Chefingenieur der HPC-Plattform der Universität Peking. „Diese Systeme erfüllen die Anforderungen der groß angelegten Datenverarbeitung und wissenschaftlichen Berechnungen, die für die Forschung in den Bereichen Kryo-EM, Deep Learning, Biomedizin, Physik und anderen Wissenschaften erforderlich sind.“
Bei vielen Projekten wurden bereits die Rechenkapazitäten von Weiming Life Science #1 genutzt, zum Beispiel bei den folgenden:
- Rechnerische Unterstützung und Visualisierung der Kryo-EM-Forschung über die Struktur eukaryotischer Zellen und die Interaktion mit dem menschlichen Proteasom. („Cryo-EM Structures and Dynamics of Substrate-Engaged Human 26S Proteasome“)
- Entwicklung einer objektiven Methode zur Bewertung der Qualität von Überwachungsvideos (Surveillance Video Quality Assessment, SVQA). („How to Assess the Quality of Compressed Surveillance Videos using Face Recognition“)
- RTEM- und Ab-initio-Simulation der Methylammonium-Bleijodid-Perowskit-Forschung für die Entwicklung von Solarzellen der nächsten Generation. („Atomic scale insights into structure instability and decomposition pathway of methylammonium lead iodide perovskite“)
Diese und viele andere wissenschaftliche Artikel stehen auf der HPC-Website der Universität Peking zur Verfügung.
Zusammenfassung
- Intel Xeon Gold und Intel® Xeon® Silver Prozessoren
- Weiming Life Science Cluster #1 mit 150 Knoten von Lenovo
- Intel Omni-Path-Architektur-Fabric
- Spitzenleistung 587,8 TeraFLOPS