Hetzner: Überzeugende Leistung und niedriger Preis

Hetzner entwickelte seinen neuen Cloud-Dienst auf skalierbaren Intel® Xeon® Prozessoren der 2. Generation und mit entsprechenden Netzwerk- und Speichertechnologien.

Auf einen Blick:

  • Als einer der führenden deutschen Cloud-Service-Provider ist Hetzner ein professioneller Webhosting-Anbieter und erfahrener Betreiber von Rechenzentren. Um mit seinem neuen preisgünstigen Dienst für kleine und mittelständische Unternehmen Erfolg zu haben, erkannte Hetzner, dass Kosteneinsparungen allein als Verkaufsargument nicht ausreichen würden. Vielmehr würde sich der Dienst auch durch hervorragende Leistung auszeichnen müssen.

  • Intel® Xeon® Gold Prozessoren der 2. Generation sorgen für die Prozessorleistung, während Intel® Ethernet der Produktreihe 700 die erforderliche Netzwerkleistung bietet und das Offloading von virtuellem erweiterbarem LAN übernimmt. Die Intel® SSDs der Produktreihe DC P4510 ergänzen den neuen Cloud-Dienst um die Leistung von Non-Volatile Memory Express (NVMe).

author-image

Von

Der Markt für Cloud-Dienste ist heiß umkämpft. Um mit seinem neuen preisgünstigen Dienst für kleine und mittelständische Unternehmen Erfolg zu haben, erkannte Hetzner, dass Kosteneinsparungen allein als Verkaufsargument nicht ausreichen würden. Vielmehr würde sich der Dienst auch durch hervorragende Leistung auszeichnen müssen. Die Architektur des Diensts basiert auf dem Intel® Xeon® Gold Prozessor sowie Intel® Ethernet der Produktreihe 700 (Networking) und Intel® SSDs der Produktreihe DC P4510 (Speicher).

Herausforderung

Hetzner wollte sich mit seinem neuen Cloud-Dienst sowohl hinsichtlich Preis als auch Leistung von der Konkurrenz abheben. Das Unternehmen benötigte Rechen-, Speicher- und Netzwerkkomponenten, die Kunden beeindruckende Leistung bieten würden, zum günstigen Preis.

Lösung

Intel® Xeon® Gold Prozessoren der 2. Generation sorgen für die Prozessorleistung, die Hetzner benötigt, während Intel® Ethernet der Produktreihe 700 die erforderliche Netzwerkleistung bietet und das VxLAN-Offloading (Virtual Extensible LAN; virtuelles erweiterbares LAN) übernimmt. Die Intel SSDs der Produktreihe DC P4510 liefern die Leistung von Non-Volatile Memory Express (NVMe).

Ergebnisse

Hetzner berichtet, dass der neue Cloud-Dienst auf dem Markt große Wellen geschlagen und bei den „Hosting and Service Provider Awards“ die Auszeichnung in Gold gewonnen hat.

Problemstellung

Angesichts kleiner und mittelständischer Unternehmen als Zielgruppe möchte Hetzner gute Hosting-Lösungen zum kleinen Preis anbieten. „Die Mission von Hetzner besteht darin, Kunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten“, so Markus Schade, Leiter der Cloud Service Division bei Hetzner. „Wir möchten für jedes Preisniveau den Dienst mit der höchsten Spezifikation anbieten, die kommerziell machbar ist.“

Das Unternehmen wurde 1997 in Deutschland gegründet und ist für dedizierte Server und virtuelle private Server (VPS) bekannt. Als nächsten Schritt in seiner Entwicklung wollte das Unternehmen etwas anbieten, was als echter Cloud-Dienst bezeichnet werden kann. „Obwohl wir seit zehn Jahren VPS und virtuelle Maschinen (VMs) im Angebot hatten, waren wir nicht davon überzeugt, dass sie die Bezeichnung ‚Cloud‘ verdienten“, berichtet Schade. „Die VPS-Dienste basierten auf monatlichen Abrechnungen; wir wollten aber stündlich abrechnen und die Flexibilität eines echten Cloud-Angebots gewährleisten.“

Dies würde Hetzner für viele neue Anwendungen und Nutzungsszenarien attraktiv machen. „Wir hatten keinen festen Vertragszeitraum, aber die Abrechnung pro Monat war zu lang für kontinuierliche Integration bzw. kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD). Der gesamte Lebenszyklus für das Aktivieren, Kompilieren, Testen und anschließende Zerstören einer Instanz dauert ggf. nur eine oder zwei Stunden. Außerdem wünschen sich Kunden für unsere dedizierten Geschäfte möglicherweise zusätzliche On-Demand-Ressourcen für Spitzen-Workloads oder auch nur eine kleine externe Instanz zur Überwachung ihrer dedizierten Server. Durch Bereitstellung eines flexibleren On-Demand-Cloud-Diensts konnten wir unsere Plattform für bestehende Kunden attraktiver machen und für neue Kunden wettbewerbsfähiger gestalten.“

Der Markt für On-Demand-Cloud-Hosting ist bereits heiß umkämpft. „Wenn Sie den Einstieg in einen bereits überfüllten Markt wagen, müssen Sie Kunden einen guten Grund dafür bieten, auf Ihre Plattform umzusteigen“, meint Schade. „Wir haben uns unsere Mitbewerber und ihre Angebote zu bestimmten Preispunkten angesehen und wollten unsere Produkte attraktiver machen, indem wir mehr Arbeitsspeicher, Kerne und Datenspeicher bereitstellen.“

Für die Markteinführung seiner Cloud-Plattform benötigte Hetzner kostengünstige Technologien für Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen, die beeindruckende Leistungswerte bieten sollten.

Einzelheiten der Lösung

Hetzner brachte seinen Cloud-Dienst 2018 auf Grundlage der damals neuesten Intel® Xeon® Gold Prozessoren auf den Markt. Das Unternehmen hat nun eine Aufrüstung auf Intel® Xeon® Gold Prozessoren der 2. Generation vorgenommen. „Als wir die Cloud-Plattform einführten, vermarkteten wir sie mit Intel Xeon Gold Prozessoren, da diese auf dem Markt einen guten Ruf hatten“, berichtet Schade. „Viele unserer Mitbewerber haben nur mit einer, zwei oder drei virtuellen CPUs geworben, ohne zu sagen, welche Art von CPU Sie erhalten werden. Wir erklären Ihnen immer genau, was Sie bekommen.“

„Als wir mit der Suche nach Hardware für die Cloud-Plattform begannen, wussten wir, dass wir eine bestimmte Anzahl von VMs unterstützen müssen, um kosteneffektiv zu sein“, erläutert Schade. „Die Anzahl der Instanzen, die Sie auf einen physischen Server packen, hat Auswirkungen auf die Menge der benötigten Arbeitsspeicher-, CPU- und Netzwerkressourcen. Wir haben mit den Zahlen jongliert, um sicherzustellen, dass wir CPUs auswählen, mit denen wir die gewünschte Anzahl von Instanzen kosteneffizient ausführen können. Es ging darum, die physische Maschine genau auf die virtuellen Produkte, die wir anbieten wollten, zuzuschneiden.“

Es war wichtig, dass die CPU mit den CPUs, die für den VPS-Dienst genutzt wurden, abwärtskompatibel sein würde. Für den Dienst waren vier vorherige Generationen der Intel® Architektur benutzt worden. Der dedizierte Hosting-Dienst hatte diese CPU-Generationen eingeführt, als sie der letzte Stand der Technik waren. Im Laufe der Zeit verloren sie bei Kunden dedizierter Server an Beliebtheit, da neuere Prozessoren mehr Leistung zur Verfügung stellten. Der VPS-Dienst basierte auf überschüssiger Hardware aus dem dedizierten Serverangebot. „Es gab eine breite Palette von Servern, die wir für VPS austauschbar nutzten“, erklärt Schade. „Um Workloads hin und her migrieren zu können, verwendeten wir den ältesten VM-Typ aus dem Jahr 2011 als einheitliches Modell. Wir wollten es Kunden ermöglichen, ältere Instanztypen auf die neue Cloud-Plattform zu verschieben, damit sie von den neuesten Funktionen und Sicherheitsupdates profitieren. Das wollten wir allerdings erreichen, ohne dass sie verändern müssen, was sie bereits ausführen.“

Die älteren VPS-Instanzen wurden jetzt in das neue Cloud-Angebot integriert, damit Kunden die neue Cloud-Benutzeroberfläche verwenden und von den nutzungsabhängigen Preisen profitieren können. Die Abrechnung erfolgt pro Stunde und beinhaltet einen Rabatt, wenn Kunden eine Instanz während eines ganzen Monats laufen lassen. Um in der Cloud-Plattform zusätzliche Funktionen zu verwenden, können Kunden auf eine Cloud-native Instanz aufrüsten, ohne Daten zu verlieren.

Hetzner wählt Intel Komponenten auch für die Netzwerktechnik. „Intel Ethernet der Produktreihe 700 stellt die Netzwerkkarte der Wahl für unsere Cloud-Plattform dar“, berichtet Schade. Kunden, die sich für eine 10-Gigabit-Uplink-Option entscheiden, erhalten Intel Ethernet der Produktreihe 700. „Kunden lieben diese Option“, berichtet Schade. „Diese Netzwerkkarten werden umfassend unterstützt. Viele Kunden verwenden VMware-Lösungen für Virtualisierung. Durch Einsatz von Intel Netzwerkkarten auf einem Dell-Server können Kunden ein vollständig zertifiziertes System erhalten, das auch von VMware unterstützt wird.“

Intel Ethernet der Produktreihe 700 unterstützt zudem VxLAN-Offloading. „Wir bieten in unserer Cloud-Plattform virtuelle private Netzwerke (VPNs) an. Kunden können sie verwenden, um ihre VMs damit zu verbinden und beispielsweise Datenbankreplikation oder Kommunikation zwischen Front- und Back-End-Servern auszuführen. Wenn der Host-Hypervisor die Pakete, die zwischen VMs übertragen werden, kapseln und ausbrechen muss, werden dafür CPU-Ressourcen benötigt. Durch Verwendung von VxLAN-Offloading auf der Netzwerkkarte wird die CPU für die VMs frei.“

Der Speicher im Cloud-Dienst basiert auf Intel SSDs der Produktreihe DC P4510. Zur gleichen Zeit nutzten Mitbewerber vor allem SATA-Laufwerke, während Hetzner mit den Intel SSDs NVMe anbieten konnte. Schade erklärt: „Kunden sahen unser Angebot und sagten: ‚Wow! Wir erhalten nicht nur die neuesten CPUs, sondern bekommen auch NVMe-Geschwindigkeiten für den Speicher.‘“

Er fügt hinzu: „Wir haben festgestellt, dass Intel SSDs der Produktreihe DC P4510 konsequent hohe Leistung liefern, NVMe-Geschwindigkeiten zu einem wettbewerbsfähigen Preis bieten und sich durch eine niedrige Ausfallrate auszeichnen.“

Die SSDs werden in einer Redundant Array of Independent Disks (RAID) 10-Konfiguration angeordnet, um noch höhere Geschwindigkeiten zu erlauben als einzelne NVMe-Laufwerke.

Hetzner evaluiert, wie das Data Plane Development Kit (DPDK) und Storage Performance Development Kit (SPDK) dazu dienen können, die Leistung seiner Netzwerk- und Speicherressourcen zu verbessern.

Schneller auf dem Markt

Die enge Zusammenarbeit mit Intel ermöglicht Hetzner eine schnellere Einführung neuer Technologien. „Wir erhalten Zugriff auf Ressourcen und Roadmaps von Intel für kommende Produkte“, berichtet Schade. „Wir können ermitteln, ob ein Produkt für unseren Kundenstamm attraktiv ist, und Proben anfordern, um Dienste frühzeitig zu entwickeln. Idealerweise können wir das Produkt anbieten, sobald die Plattform auf den Markt kommt – oder zumindest kurz darauf. Der frühzeitige Markteintritt ermöglicht es uns, neueste Technologien möglichst lange bereitzustellen.“

„Ich muss Intel dafür danken, dass sich das Unternehmen so viel Mühe gemacht hat, Support für alle neuen Technologien und Plattformen im Open-Source-Bereich zu gewährleisten“, erklärt Schade. „Wenn eine neue Hardwareplattform veröffentlicht wird, können wir sie oft bereits ausführen und die meisten Funktionen nutzen. Das ist enorm hilfreich, wenn man neue Technologien einführt.“

Ein erfolgreicher Start

Hetzner Cloud wurde erfolgreich eingeführt und hat bei den „Hosting and Service Provider Awards“ die Auszeichnung in Gold gewonnen (basierend auf Antworten auf eine große Leserbefragung, die von Vogel IT-Medien durchgeführt wurde).

„Durch die Zusammenarbeit mit Intel und Verwendung von Intel Produkten im gesamten Spektrum der Rechen-, Speicher- und Netzwerktechnik konnten wir eine leistungsstarke Cloud-Plattform zu extrem wettbewerbsfähigen Preisen erarbeiten. Hetzner Cloud hat auf dem Markt große Wellen geschlagen“, berichtet Schade.

Verbindung der dedizierten Server

In seinen dedizierten Servern verwendet Hetzner die Intel® Ethernet Connection der Produktreihe I219, die Intel® Ethernet Controller der Produktreihe I210 und den Intel® Ethernet Server-Adapter I350, um einen 1-GbE-Uplink bereitzustellen. „Sie bieten hervorragende Stabilität und unterstützen eine breite Palette von Funktionen, einschließlich mehrerer Netzwerkwarteschlangen, die von Kunden bei der Virtualisierung verwendet werden“, sagt Schade. „Wir haben erkannt, dass sie viel besser sind als andere Angebote zu einem günstigeren Preis und zudem wirklich gute Treiberunterstützung in Linux aufweisen.“

Er fügt hinzu: „Wir bieten eine Reihe von standardmäßigen Betriebssystem-Images an, aber das stellt nur eine kleine Auswahl dar. Nach unserer Erfahrung führen Kunden alle Arten von Betriebssystemen aus. Wir bevorzugen die Verwendung von Intel Netzwerkkarten, weil sie von nahezu allen Betriebssystemen gut unterstützt werden. Zuvor hatten wir es mit verschiedensten Problemen bei Treibern für alternative Hardware in unterschiedlichen Betriebssystemen zu tun.“

Dedizierte Server können auch Intel Ethernet der Produktreihe 700 für interne Kommunikation verwenden, wobei der Intel Ethernet Server-Adapter I350 für Uplinks verwendet wird, wenn Kunden für den Uplink kein 10GbE benötigen.

Spotlight auf Hetzner

Hetzner ist ein professioneller Webhosting-Anbieter und erfahrener Betreiber von Rechenzentren. Seit 1997 stellt das Unternehmen Privat- und Geschäftskunden leistungsstarke Hosting-Produkte sowie die erforderliche Infrastruktur für einen effizienten Betrieb von Websites bereit. Durch eine Kombination aus stabiler Technik, attraktiven Preisen und flexiblen Support- und Dienstleistungen konnte Hetzner seine Marktposition national und international kontinuierlich ausbauen. Das Unternehmen besitzt mehrere Rechenzentren in Deutschland und Finnland.

Technische Komponenten der Cloud-Lösung

  • Skalierbarer Intel Xeon Gold Prozessor der 2. Generation Die skalierbare Intel® Xeon® Prozessorreihe (einschließlich des Intel Xeon Gold Prozessors) ist für die Modernisierung von Rechenzentren konzipiert. Sie fördern die betriebliche Effizienz, um bessere Gesamtbetriebskosten (TCO) und eine höhere Produktivität für Benutzer zu ermöglichen. Systeme, die auf der skalierbaren Intel® Xeon® Prozessorreihe basieren, sind perfekt darauf ausgerichtet, agile Services mit gesteigerter Leistung und innovativeren Funktionen bereitzustellen als die vorherige Generation.
  • Intel® SSDs der Produktreihe DC P4510. Diese Cloud-inspirierte Intel® 3D NAND SSD bietet eine breite Palette an Funktionen und wurde für Cloud-Infrastrukturen optimiert. Somit profitieren Sie von außergewöhnlicher Qualität, Zuverlässigkeit, erweiterter Verwaltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit, um Server-Unterbrechungen zu minimieren.
  • Intel Ethernet der Produktreihe 700. Diese Ethernet-Netzwerkadapter helfen dabei, die Bereitstellung neuer Dienste und Funktionen durch intelligente Offloads, ausgeklügelte Paketverarbeitung und hochwertige Open-Source-Treiber zu beschleunigen.