Digitale Transformation als Erlebnis-Event: Fünf Schwerpunkte auf der CeBIT 2017

Auf der CeBIT 2017 konnten Besucher nicht nur einen Blick auf wegweisende Innovationen werfen - sie konnten sie hautnah erleben! Wir stellen Ihnen die Highlights vor.

Internationale Key-Player, spannende Startups, hochkarätige Politiker, Top-Speaker und ein inhaltliches Programm der Spitzenklasse: Unter dem Motto "d!conomy – no limits" präsentierte die CeBIT fünf Tage lang die wichtigsten technologischen Trends der digitalen Transformation. Heiko Meyer betonte für die Aussteller in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Messe-Ausschusses: „Man kann sagen: Die CeBIT brummt. Die Stimmung ist absolut gut, es wird mehr Neugeschäft generiert.“

Gleichzeitig konnte die CeBIT aber nicht nur durch die Präsentation der digitalen, sondern auch der eigenen Transformation bei den 3007 Ausstellern und mehr als 200.000 Besuchern punkten. Denn aus der Informations-Messe ist ein Erlebnis-Event zum Anfassen geworden, bei der Digitalisierung anhand hunderter konkreter Anwendungsbeispiele so erlebbar wie nie wurde. Wir verraten Ihnen, welche fünf Themen dabei besonders im Fokus des Interesses standen.

1) INDUSTRIEDROHNEN

Während für das Fachpublikum in der Vergangenheit vor allem technische Spezifikationen von Drohnen eine Rolle spielten, lag das Interesse auf der diesjährigen CeBIT auf ihrem Business-Potenzial. Unternehmen setzen zunehmend auf Multikopter, um schneller neue und bessere Daten zu erhalten, auf deren Basis sie wirtschaftlichen Mehrwert generieren können. Den Einsatzmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt: die unbemannten Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles, UAVs) übernehmen bereits in der Agrarwirtschaft, Logistik, im Field Service und vielen anderen Bereichen erfolgreich unterschiedlichste Aufgaben.

Um dem CeBIT-Publikum einen konkreten Eindruck davon zu verschaffen, hatte Intel vier Anwendungsfälle live simuliert. Hierfür wurde gemeinsam mit der Deutschen Messe AG* auf dem Freigelände vor Halle 2 ein Parcours speziell präpariert: Anhand von Modellen – darunter eine Miniatur-Sonnenfarm und ein Bohrturm im Maßstab von 1:15 – konnte die Inspektion in einer industriellen Umgebung realitätsnah inszeniert werden. Mit der Intel Falcon kam dabei eines der fortschrittlichsten UAVs zum Einsatz. Die aktuelle Version des Intel Falcons ist dreifach redundant und verfügt über High-Performance-GPS, was maximale Präzision und Sicherheit in der Luft garantiert. Das Flugsystem sendet in Echtzeit alle flugrelevanten Informationen an die mobile Bodenstation, wo auch sämtliche Funktionen der verwendeten Kamera sofort verfügbar sind.

Der wirtschaftliche Mehrwert der von dem UAV gesammelten Daten kann aber nur erschlossen werden, wenn sie schnell und präzise analysiert und in umsetzbare Erkenntnisse verwandelt werden. Hierfür stellt das auf Intel-Technologie basierende Rechenzentrum eine elementare Basis dar: Es ermöglicht Innovation wie Big Data Analytics oder Künstliche Intelligenz (KI), die von großer Bedeutung für den fortschrittlichen Einsatz von Industriedrohnen – und anderer vernetzter Geräte und Cloud-basierter Dienste – sind. Um mit den von ihnen generierten, enormen Datenmengen gewinnbringende Einsichten zu erhalten, bedarf es eines modernen Rechenzentrums.

2) AUTONOMES FAHREN

Die Königsdisziplin der Digitalisierung stellt derzeit das Autonome Fahren dar. Hier verschmelzen modernste Technologien zu einem einheitlichen Ökosystem: Superrechner, 5G, Cloud, KI – und als Basis: das moderne Rechenzentrum. Darüber hinaus rücken klassische und neue Autobauer sowie Technologie-Unternehmen näher denn je zusammen, um gemeinsam an selbstfahrenden Fahrzeugen zu arbeiten.

Auf der CeBIT machten die Aussteller auf faszinierende Weise erlebbar, wie sich des Deutschen liebstes Kind einer digitalen Transformation unterzieht. Intel nutzte hierfür ein Mobilitätskonzept, das in Zusammenarbeit mit BMW entstand: In einer Multimedia-Demo mit dem BMW* i8 konnten Messe-Besucher in die virtuelle Datenwelt der autonomen Fahrzeuge eintauchen. Über ein Microsoft* HoloLens Headset wurden für sie Informationen in der Augmented Reality visualisiert, die zwischen Auto, Fahrer und Umgebung ausgetauscht werden. Der Showcase vermittelte einen umfassenden Eindruck davon, wie die Sensoren eines hochmodernen Fahrzeugs ihre Umgebung wahrnehmen und welche enormen Mengen an Daten dabei generiert werden.

Ein autonomes Auto wird künftig rund 4.000 Gigabyte an Informationen pro Tag erzeugen. Davon wird ein Teil von der fahrzeuginternen Technik verarbeitet, der andere gelangt in die Cloud und trägt zur Aktualisierung und Verbesserung der Fahrsysteme bei. Den Einsatz der dafür notwendigen Technologien ermöglichen hochleistungsfähige Rechenzentren, die damit zum Motor für die Entwicklung des automatisierten Fahrens werden. Sie werden durch revolutionäre In-Vehicle- und Netzwerktechnologien ergänzt, deren Entwicklung Intel ebenfalls maßgeblich vorantreibt. Sie integrieren neben der fahrzeuginternen Datenerfassung und -verarbeitung auch die Anbindung an das kommende 5G-Mobilfunknetz, Cloud-Anwendungen und KI.

3) KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Mit dem Motto "d!conomy – no limits" will die CeBIT hervorheben, welch rasanten Einzug die Digitalisierung in alle Lebensbereiche hält. Zugleich betonte es die sich dadurch für den Standort Deutschland ergebenden Chancen. Dabei wird kaum ein Innovationsbereich die technologischen Entwicklungen so vorantreiben wie die KI. Während von ihr aber einerseits eine unheimliche Veränderungskraft für die Industrie ausgeht, ist sie vielen Menschen noch fremd. Daher war es wichtig, diese Technologien auf der CeBIT für die Menschen erfahrbar zu machen.

Mit seinen Messe-Showcases demonstrierte Intel, auf welche Weise KI der Schlüssel sein wird, um Big Data im Internet der Dinge (IoT) in sinnvolle und verwertbare Ergebnisse umzuwandeln, die der Weiterentwicklung von Ökonomie und Gesellschaft zugutekommen. Es existieren sowohl im privaten wie auch industriellen Bereich bereits zahlreiche Anwendungen, die KI nutzen: Angefangen bei der automatischen Sprach- und Bilderkennung über Applikationen in der Kriminalistik bis hin zur Präzisionsmedizin. Auch das von Intel vorgestellte Assistenzsystem des BMW* i8 und das autonome Flugsystem der aktuellen Intel Falcon beruhen auf fortschrittlicher Datenverarbeitung und Analysefähigkeit, wie sie nur die KI liefern kann.

Noch während der Messe gab Intel bekannt, die Entwicklung im Bereich KI künftig noch stärker voranzutreiben. Hierfür werden alle diesbezüglichen Abteilungen mit ihren diversen KI-Aktivitäten im unter dem Dach der neu gegründeten Artificial Intelligence Products Group zusammengefasst. Zu dieser Gruppe gehören auch die beiden KI-Spezialisten Movidius und Nervana Systems, die Intel im vergangenen Jahr übernommen hatte. Ziel ist ein Vorantreiben der Chip- und Software-Entwicklung im Bereich des Maschinellen Lernens.

4) CLOUD-COMPUTING

In Deutschland setzen immer mehr Unternehmen auf die Cloud. Waren es vor zwei Jahren noch 54 Prozent, ist der Anteil in 2016 um weitere 11 Prozentpunkte gestiegen. „Cloud Computing hat sich durchgesetzt und sich innerhalb weniger Jahre zur Basis-Technologie der Digitalisierung entwickelt“, so Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Als Motor für die digitale Transformation und Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spielte Cloud-Computing daher auch in diesem Jahr auf der CeBIT eine große Rolle.

Der Trend geht in vielen Unternehmen dabei hin zu einer Multi-Cloud-Lösung, mit der Anwendungen im eigenen Rechenzentrum gehostet, gleichzeitig aber hochmoderne Services von Public-Cloud-Anbietern genutzt werden können. In einer Demo veranschaulichte Intel, wie Workloads von einer in der privaten Cloud laufenden Applikation strategisch in die Public Cloud ausgelagert werden können. Diese effiziente und flexible Verwaltung ermöglicht Unternehmen, die Ressourcen von Hybrid Clouds optimal zu nutzen und diese schnell und kostengünstig an wechselnde Anforderungen anzupassen.

Um Technologien wie KI einzusetzen, muss das moderne Rechenzentrum auch im Bereich Datenspeicher den höchsten Ansprüchen genügen. Mit den Intel® Optane™ SSDs wurde auf der CeBIT eine revolutionäre Speichertechnologie für Server vorgestellt, die neue Benchmarks in Sachen Geschwindigkeit, Robustheit und Aufzeichnungsdichte setzt. Aufgrund ihrer extrem kurzen Zugriffszeiten eignet sie sich optimal für die schnelle Verarbeitung großer Datenmengen. Damit sich ein Rechenzentrum so effizient und kostensparend wie möglich betreiben lässt, stellte Intel mit dem Intel® Data Center Manager zudem eine Lösung für das intelligente Energie-Management vor. Für hochgradig skalierbare Systemsicherheit in physischen und virtuellen Infrastrukturen sorgt dabei die Intel® Trusted-Execution-Technik.

5) SICHERHEIT UND SCHUTZ

Die Schäden durch illegale Angriffe auf Unternehmensnetzwerke gehen in die Milliarden. Durch den Einsatz moderner Technologien und die richtigen Vorkehrungsmaßnahmen können sich Unternehmen jedoch maximal gegen solche Bedrohungen schützen. Auf der CeBIT präsentierten die Aussteller eine beeindruckende Bandbreite an Business-Lösungen, die umfassenden Schutz gegen Diebstahl und Missbrauch von Unternehmensdaten bieten.

Um ein Höchstmaß an IT-Sicherheit am digitalen Arbeitsplatz zu garantieren, macht Intel die Hardware zum integralen Bestandteil des Benutzerdatenschutzes. Die Sicherheitslösung Intel® Authenticate setzt auf eine Kombination aus mehreren besonders fälschungssicheren Faktoren, um die Identität eines Mitarbeiters zu validieren. Die Zugangsdaten werden dabei direkt in der Hardware gespeichert und verschlüsselt, wodurch die Anfälligkeit von Netzwerken für Datendiebstahl wesentlich verringert wird.

Auch die Zusammenarbeit von Teams an unterschiedlichen Standorten erfordert Kollaborations-Tools, die eine sichere Durchführung von Video-Konferenzen gestatten und geteilte Dokumente schützen. Mit Intel Unite® präsentierte Intel eine Lösung, mit der Meetings sekundenschnell gestartet und Inhalte sicher und kabellos auf Bildschirme und andere an das Firmennetzwerk angeschlossene Geräte übertragen werden können. Die Anwendung lässt sich dabei mit Hilfe der Intel® Active-Management-Technik (Intel® AMT) einfach aus der Ferne verwalten. Die skalierbare Technologie für das Remote-Management ermöglicht IT-Abteilungen, die steigende Anzahl an mobilen Endgeräten standortunabhängig zu erfassen, instand zu setzen und zu schützen.

CeBIT 2018

Der Fokus auf konkrete Anwendungsbeispiele hat die diesjährige CeBIT zu einem spannenden und greifbaren Erlebnis werden lassen. Dieser Weg soll auch in Zukunft eingeschlagen werden: Ab 2018 wird sich die CeBIT daher nicht mehr nur als klassische Messe, sondern als „Innovationsfestival für Digitalfans“ präsentieren.

Mit neuen Formaten wie einem Open-Air-Campus und Showcases, Street Food und Musik soll wieder verstärkt ein Privatpublikum angesprochen werden. Das neue Konzept sieht zudem vor, dass die CeBIT künftig im Sommer, also drei Monate später als bisher stattfindet. Nächster Termin ist der 11. bis 15. Juni 2018.