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Cloud-Storys: Entwicklungs- und Testumgebungen

EMC verlagert Entwicklungs- und Testumgebungen in die Cloud

Von Mike Liberty, Manager of Lab Services, Unified Storage Division, EMC

 

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Highend-Datenspeicherlösungen unterstützt EMC Techniken und Lösungen für die IT-Infrastruktur und Virtualisierung. Die Entwicklung von EMC* VNXe*, einer neuen Datenspeicherproduktreihe für virtualisierte Computerumgebungen, bot uns die perfekte Gelegenheit für die Verlagerung der Entwicklungs- und Laborumgebungen in die Cloud. Da die Datenspeicherbranche äußerst wettbewerbsorientiert ist, strebten wir eine Verringerung der Markteinführungszeit an. Zu diesem Zweck sollten die Testprozesse beschleunigt und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden.

Mit unserer USD Cloud haben wir eine automatisierte und virtualisierte Selbstbedienungscloud implementiert, die es tausenden Entwicklern, Qualitätssicherungsingenieuren und Programmierern gestattet, ihre eigenen Arbeitsumgebungen über ein Portal zu versorgen. Vor der Einführung der USD Cloud mussten Ingenieure ihre eigenen IT- und Serverumgebungen erstellen, installieren, verwalten und aktualisieren. Da sich Arbeitsumgebungen nun mit minimalem Zeitaufwand einrichten lassen, können sie sich beinahe ausschließlich auf die Entwicklung und das Testen von Produkten zu konzentrieren.

Zuerst haben wir das Entwicklungssystem in die Cloud verlagert. Die Hochleistungs-Desktop-PCs der Techniker wurden in dieser Phase durch Linux-basierte virtuelle Maschinen (VM) ersetzt. Wir haben uns für eine Server-Oversubscription, also eine Überbelegung der einzelnen Server, entschieden, denn selbst wenn in der neuen Umgebung mehrere Entwickler gleichzeitig einen Build starten, gewährleistet VMWare durch eine Lastverteilung auf mehrere Server, dass die hohen CPU-Aktivitäten über das System verteilt sind.

Nachdem der Umstieg abgeschlossen war, verlagerten wir die physische Testumgebung mithilfe von Simulatoren in die Cloud. Entwickler müssen sich nicht mehr ins Labor begeben und dort ihren Code auf einem Rechner laden, denn das Laden des Codes erfolgt nun auf einem simulierten Produkt und die Tests werden in der Cloud durchgeführt. Zudem können Techniker nun alle Messdaten in Echtzeit überwachen, tausende einzelner Test- und Entwicklungsumgebungen generieren und eine komplexe Simulationseinrichtung nutzen. Unserer Ansicht nach ist die Möglichkeit, USD-Datenspeicherarrays in der USD-Cloud zu speichern, architektonisch einzigartig und diese Funktion hat zu deutlichen Verbesserungen des gesamten Produktentwicklungszyklus beigetragen.

Das Einrichten der ursprünglichen Infrastruktur war eine große Herausforderung, denn sie musste den Anforderungen der Entwicklungs-VMs und des Simulators gerecht werden. Wir nutzen das VCE-Modell für Clouds der Enterprise-Klasse, die auf Technik und Lösungen von Cisco*, EMC und VMware* basieren: Cisco liefert die Server, VMware die Virtualisierungsschicht und EMC den Backend-Datenspeicher. Wir haben ein muskulöses System konzipiert, das auf mehrere Standorte verteilt ist und die Last von 500 Entwicklungssystemen sowie der zugehörigen in einer Cloud ausgeführten Simulatoren bewältigen kann. Die umfangreiche Infrastruktur befindet sich am Hauptstandort in Hopkinton, Massachusetts, und kleinere Teile unserer Cloud sind auf unsere entfernten Standorte rund um den Globus verteilt.

Unsere finale Implementierung kombiniert VMware vSphere* 5.0 Enterprise Plus und vCenter* 5.0 mit EMC VNX* 5500 Datenspeicherarrays sowie 10-Gigabit-FCoE(Fibre Channel over Ethernet)-Netzwerktechnik von Cisco und Cisco UCS* Bladeserver, die mit Intel® Xeon® Prozessoren ausgestattet sind. Das Ergebnis ist eine hochverfügbare Cloud, die bis zu 1500 virtuelle Maschinen unterstützt.

Einer unserer cleversten Schachzüge auf dem Weg in die Cloud war die Implementierung einer UCS-Bladefarm von Cisco. Zuerst hatten wir es mit Rackservern versucht, aber wir haben schnell festgestellt, dass sich eine Bladefarm einfacher warten lässt und weniger Platz benötigt. Zu Beginn hatten wir auch einzelne Server mit einer fixen Anzahl von VMs geladen, aber schon bald haben wir den VMware Distributed Resource Scheduler (DRS) hinzugefügt, da sich durch die Lastverteilung auf die Server eine wesentlich größere Kapazität für das zuverlässige Handling von mehr Nutzern erzielen lässt.

Die Kostenvorteile waren sofort erkennbar. Wir konnten 20 Hochleistungs-Desktop-PCs im Wert von jeweils etwa 2000 US-Dollar durch einen einzigen Server um 5000 US-Dollar ersetzen. Legt man diese Einsparungen auf unsere aktuelle Zahl von 500 Nutzern um, sind die Vorteile beeindruckend. Darüber hinaus haben wir mit der Simulatorumgebung die Betriebskosten gesenkt. Denn anstatt in umfangreiche Laborräumlichkeiten inklusive Ausstattung, Energieverbrauch und Kühlkosten zu investieren, sind das Ausmaß und die Kosten der neuen Lösung in jedem dieser Bereiche deutlich geringer. Insgesamt konnten wir die Kosten für die IT-Hardware um 30 Prozent und die Transportkosten ebenfalls in einem erheblichen Ausmaß senken. Für das Einrichten der Testumgebungen erzielten wir eine Zeitersparnis von 20 Prozent und auch die Vorlaufzeit für neue Produkte wurde deutlich verkürzt. Durch die gewonnene Effizienz haben wir in Zukunft mehr Kapital für die Produktentwicklung und Qualitätsmaßnahmen sowie für neue Initiativen zur Verbesserung der Markteinführungszeit.

Mike Liberty

 

„Unserer Ansicht nach ist die Möglichkeit, USD-Datenspeicherarrays in der USD-Cloud zu speichern, architektonisch einzigartig und diese Funktion hat zu deutlichen Verbesserungen des gesamten Produktentwicklungszyklus beigetragen.“